Seltsam, dass so ein hervorragender Film, so schlecht
vermarktet und aufbereitet wird. Das Artwork gewinnt
locker den Preis für das unpassendste DVD-Cover aller Zeiten.
Der Klappentext verzeichnet den Film bis zur
Unkenntlichkeit, die Synchronisation ist schlicht
ein Alptraum. Es sind hier also keineswegs schlechte
Schauspieler zu sehen, sondern was zu hören ist,
ist ein Tiefpunkt der Synchronisationskunst, wie
so oft bei japanischen Filmen.
Doch ist man bereit den Film in der Originalsprache
mit deutschen Untertiteln anzusehen, dann übertrifft
der zweite Teil noch einmal den ersten und bildet auch
wirklich das Ende eines gelungenen Zwei-Teilers.
Ging es im ersten Teil um unauflösbare Depressions- bzw.
Schmerzwelten Anderer, so zieht Tsukamoto hier die Schraube
des Schmerzes noch einmal an. Diesmal geht es um ein alptraumhaftes
Labyrinth der Angst; um die Alptraumwelt des Nightmare Detectives
selbst. Mehr möchte ich hier nicht verraten. Selten hat man
jedoch in einem Film Figuren so überzeugend zwischen Wachsein/Schlaf,
Leben/Tod, Verzweiflung/Hoffnung, Dunkelheit/Licht schweben sehen.
Tsukamoto erschafft hier eine Alptraumwelt, die in ihren besten
Momenten an David Lynchs INLAND EMPIRE, Sunji
Iwai ALL ABOUT LILY CHOU-CHOU oder um zwei Bespiel
aus Tsukamotos eigenem Kosmos zu nennen, an
HAZE oder VITAL erinnert.
Fazit: Ein gelungener Abschluss der Reihe. Aber
nur wenn man bereit ist, sich den Film in
der Originalsprache (japanisch) mit
deutschen Untertiteln anzusehen. Sieht
man den Film in der deutschen Synchronfassung wird
man mit diesem Film nicht glücklich. Der Film
erreicht zwar nicht ganz die Klasse von Tsukamotos
Meisterwerken. Ist dennoch absolut sehenswert.
Aber nur wenn man bereit ist die Originalfassung
mit Untertiteln zu sehen. Bewertung der Original-
fassung: 4 Sterne. Bewertung der Synchronfassung:
2 Sterne.