Der Abschlussband dieses Zyklus bringt die Helden nach 5 Jahren wieder zusammen.
Diesmal geht es um Lyanna, das Kind von Denser und Erienne, dessen erwachende Zauberkräfte eine ernsthafte Bedrohung für Balaia darstellen. Daher sucht Erienne Hilfe bei einer Gruppe von Elfen, die ihr besser dabei helfen können, dass beim Erwachen des magischen Potentials nichts schief geht. Dennoch wird Balaia von einer Serie von Naturkatastrophen heimgesucht. Währenddessen versuchen die Zauberkollegien wieder Erienne (und Lyanna) in ihre Macht zu bekommen. Das Ganze wird zu einem Wettlauf von 4 oder mehr verschiedenen Parteien zu dem Versteck der Elfen auf einer Insel südlich von Balaia.
Dieses Mal sind die verschiedenen Kämpfe meistervoll vorbereitet und mit einigen überraschenden Wendungen in Szene gesetzt. Auch dieses Mal wird klar, dass nicht alle Mitglieder des Raben unverändert/lebend aus diesem Geschehen kommen werden.
Beim Zusammenbringen der Gruppe hat das Wechseln der Erzählperspektiven (endlich) seine Berechtigung. Die Auseinandersetzung zwischen Hirad und Denser war vorhersehbar und gut beschrieben, was sonst manchmal als unnötiges Sticheln wirkte. Durch die sich daraus ergebenden Verwicklungen hat James Barclay eine seiner manchmal nervigen Wiederholungen in eine interssante Handlungswendung verwandelt.
Meine Meinung ist nach wie vor, dass ein Verharren der Erzählperspektive auf dem Raben dem Band noch mehr Tiefe gegeben hätte, aber dieses Mal hat es beim Zusammenfinden der Gruppe geholfen.
Kommen wir zu dem Punkt, den ich inkonsequent finde. Ganz zum Schluss...(aber da darf ich nicht zu viel verraten).
Ich hätte aber wenigstens dafür gesorgt, dass es einen (kurzen oder langen) Prozess gibt. So heißt es nur: "Der Rabe mordet nicht." Mag ja auch ein hehres Ansinnen sein, aber (... Spoilerzensur...). So, das musste mal gesagt sein.