Movieman.de
Vergleicht man "Nightcast" mit großen Kinofilmen, dann schneidet er natürlich ganz schlecht ab. Wenn man aber bedenkt, dass es sich hier um einen semiprofessionellen Film handelt, der mit wenig Geld gedreht wurde, großteils auf Laien als Schauspieler zurückgreifen musste und dennoch ziemlich aufwendig aussieht, dann muss man auch zugestehen, dass Filmemacher Marco von Moos schon ganz gute Arbeit geleistet hat. Die Geschichte ist eine Mischung aus "Universal Soldier" und beliebigem Superheldenfilm - Nightcast selbst sieht dem Toxic Avenger ähnlich - und ist sicher nicht originell, aber erfrischend genug, wenn man bedenkt, dass dies ein Film ist, der mit einem kaum existenten Budget produziert wurde, aber dennoch versucht, eine große Geschichte zu erzählen. Hiesige Amateurfilmer halten sich in der Regel an Splatter in rauen Mengen, um filmische Unzulänglichkeiten zu verbergen. Das passiert hier nicht. Perfekt ist auch "Nightcast" nicht, aber auf dem Low-Budget-Sektor durchaus nicht uninteressant und für Fans von Amateurfilmen definitiv empfehlenswert. Nebenbei erwähnt: Dass die Figuren allesamt englische Namen haben, wäre nun wirklich nicht notwendig gewesen. Fazit: Günstiger semiprofessioneller Film, der mit kleinem Geld eine große Actiongeschichte zu erzählen versucht.
Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild leidet unter der schwachen Kompression. Der Ton ist ordentlich. Wo diese DVD punkten kann, ist das unglaublich umfangreiche Bonusmaterial.
Bild: Das größte Problem bei der Bildqualität ist die Kompression, was nicht verwundert, wenn man bedenkt, dass es noch mehr als vier Stunden an filmischem Bonusmaterial gibt, so dass die Scheibe schlichtweg proppevoll ist. Das sorgt aber leider dafür, dass starke Blockbildung in fast durchgehender Form zu sehen ist (00:37:19). Dazu kommt, dass die Kanten recht unsauber gearbeitet sind und Treppchenbildung immer wieder auffällt. Dazu kommt teils leichtes Flimmern. Die Farben sind sehr matt ausgefallen, so dass sich teilweise ein Look ergibt, der an Schwarzweiß erinnert, was aber wohl nicht Absicht war. Der Kontrast ist überzeichnet, so etwa bei hellen Flächen, die richtiggehend strahlen (Kittel bei 00:21:30).
Ton: Der Ton liegt nur in DD 2.0 vor. Die Dialoge sind sauber verständlich, was daran liegt, dass der Film im Studio nachsynchronisiert wurde, da man bei den Dreharbeiten auf den Ton verzichtete. Die Effekte, etwa Schüsse oder auch vorbeifahrende Autos oder Sirenen sind gut in den Tonmix eingearbeitet. Damit einher geht eine ansprechende räumliche Darbietung. Der Mix ist einigermaßen dynamisch und sauber umgesetzt. Für einen Film dieser Kostenklasse sicherlich hochwertig.
Extras: Was das Bonusmaterial betrifft, so lässt man hier keine Wünsche offen. Der Regisseur spricht einen Audiokommentar, der recht enthusiastisch daherkommt. Er spricht auch u.a. davon, wie der Monsterheld Nightcast seinen Namen bekommen hat, was überraschenderweise einfacher ist, als man es erwarten würde. Das Making Of ist in drei Teile aufgeteilt: Vorproduktion, Dreharbeiten und Nachproduktion. Jeder Punkt hat noch einige Unterpunkte wie Casting, Synchronisation, Visuelle Effekte oder auch Premiere. Insgesamt hat dieses Making Of eine Laufzeit von mehr als vier Stunden, womit wirklich keinerlei Fragen offen bleiben. Ob man bei einem semiprofessionellen Film einen derartigen Hintergrund benötigt, ist natürlich eine andere Frage, aber vor allem für Anfänger, Amateure und Hobbyfilmer ist das extrem aufwendige und umfassende Making Of natürlich auch eine Goldgrube, da man sehen kann, wie mit relativ geringem Aufwand ein relativ aufwendiger Film entstanden ist. Außerdem gibt es noch den Trailer und ein paar Bloopers. --movieman.de
Produktbeschreibungen
Deutschland Edition, PAL/Region 2 DVD: TON: Deutsch ( Dolby Digital 2.0 ), Deutsch ( Untertitel ), Englisch ( Untertitel ), WIDESCREEN (2.35:1), BONUSMATERIAL: Bilden Von, Biographien, Kommentar, Szene Zugang, Trailer(s), Wechselwirkendes Menü, SYNOPSIS: Vergleicht man "Nightcast" mit großen Kinofilmen, dann schneidet er natürlich ganz schlecht ab. Wenn man aber bedenkt, dass es sich hier um einen semiprofessionellen Film handelt, der mit wenig Geld gedreht wurde, großteils auf Laien als Schauspieler zurückgreifen musste und dennoch ziemlich aufwendig aussieht, dann muss man auch zugestehen, dass Filmemacher Marco von Moos schon ganz gute Arbeit geleistet hat. Die Geschichte ist eine Mischung aus "Universal Soldier" und beliebigem Superheldenfilm - Nightcast selbst sieht dem Toxic Avenger ähnlich - und ist sicher nicht originell, aber erfrischend genug, wenn man bedenkt, dass dies ein Film ist, der mit einem kaum existenten Budget produziert wurde, aber dennoch versucht, eine große Geschichte zu erzählen. Hiesige Amateurfilmer halten sich in der Regel an Splatter in rauen Mengen, um filmische Unzulänglichkeiten zu verbergen. Das passiert hier nicht. Perfekt ist auch "Nightcast" nicht, aber auf dem Low-Budget-Sektor durchaus nicht uninteressant und für Fans von Amateurfilmen definitiv empfehlenswert. Nebenbei erwähnt: Dass die Figuren allesamt englische Namen haben, wäre nun wirklich nicht notwendig gewesen. Fazit: Günstiger semiprofessioneller Film, der mit kleinem Geld eine große Actiongeschichte zu erzählen versucht. ...Nightcast ( Night cast )