8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Düsterer Krimi mit Blick in Abgründe, 12. März 2001
Martin Amis Roman "Night Train" ist eine düstere Reise in das Innenleben einer Polizistin, die einen Selbstmordfall auf ihren Echtheitgehalt überprüft. War es nicht doch Mord ? "Night Train " ist zugleich Metapher für die häßliche Wohnung (an der jede Nacht lärmend ein Zug vorbeidonnert ), der Polizeibeamtin Mike Hoolihan sowie auch für die beginnende, fesselnde Fahrt ins Innenleben von Opfer und der nach der Warheit suchenden Protagonistin. Amis schreibt in einer kühlen, ja lakonischen Sprache, skizziert in kurzen Kapiteln eine Story, die mit dem Genre Kriminalroman spielt aber viel mehr fast schon eine existentialistisches Spiel ist. Die Frage nach Mord oder Selbstmord fesselt einem auf der einen Ebene, doch Amis versteht es in einfachen aber präzisen Bildern auch eine Metaebene zu konstruieren, welche das Buch in ein höchst verblüffendes psyschologisches Spiel verwandelt. An dieser Mixtur kommt der Leser nicht vorbei."Night train" ist Hochspannung, wäre der Roman ein ein Film, dann würde er im im Noir Stil mit Jazz als Soundtrack daherkommen. Die Suche nach der Warheit wird bei Amis zum brillanten Vexierspiel das den Leser garantiert nicht kalt läßt.
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4.0 von 5 Sternen
Ich bin Polizei, 23. Mai 2010
"Ich bin Polizei, mein Name ist Detective Mike Hoolihan.
Ich bin auch eine Frau."
So beginnt der Roman, der (k)ein Kriminalroman ist.
Er ist eher ein Spiel.
Ein großartiges Spiel mit Sprache, die um die
(aus Sicht eines Krimileserseher eher langweilige)
Geschichte der Aufklärung eines Selbstmords gerankt wird.
Deshalb empfehle dieses Buch auch nicht seiner Handlung wegen.
Sondern vor allem wegen der spürbaren Lust des Autors
an der Sprache, so z.B.:
"...Er heißt Bax Denzinger und ist in seinem Fach
eine große Nummer. Er ist wirklich groß und breit:
kein Parkettknacker wie mein Tobe, aber doch der
klassische bärtige flammenäuge feuchtlippige
Standardbär mit (man kann darauf wetten) einem
zolldicken Pelz den ganzen Rücken herunter.
Ja, einer von den Typen mit totalem Dschungelbewuchs.
Die kleine Öffnung um die Nase ist die einzige
Öffnung im Regenwald. ...
(Dank auch an den Übersetzer für Worte wie Sehung,
Schlagzeilenmaschinchen, Lustgeruch, Stimmungsverheerer...)
Auch die von Anderen bereits erwähnten psychologischen
Betrachtungen und das Innenleben der Protagonistin
machen dieses Buch lesenswert.
Daher 4 Sterne - auch wenn ich den Schluß nicht verstehe.
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4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
depressiv Veranlagte, sollten dieses Hörspiel meiden., 24. August 2005
dieses hörspiel ist geschmackssache. die inszenierung ist nicht schlecht, aber meinen geschmack traf sie nicht. die inneren monologe der kaputten polizistin werden von grauenhaften musikstücken unterbrochen. irgendwann habe ich genervt ausgeschaltet.
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