"Night Skies" beschäftigt sich nicht direkt mit den Phoenix Lights - der größten Ufosichtung - sondern verbindet eine Begegnungs-Entführungsgeschichte damit. Beteiligt sind eine Gruppe von jungen Menschen auf Wohnwagenreise und ein Kraftfahrer. Diese kollidieren miteinander, stecken also im Wald fest und so kommt die Handlung in Gang.
Hier treffen verschiedene Elemente zusammen, die allesamt bekannt vorkommen. Der erste Teil der Geschichte erinnert an Final Destination - nach und nach geraten die Akteure ins Visier der Außerirdischen - sowie an Blair Witch Project, d.h. wilde Kameraflucht durch den Wald. Dabei lässt Night Skies das Horrorfilmklischee nicht aus, manche Akteure grundlos in den dunklen Wald zu schicken, anscheinend nur zum Spaß des Zuschauers. Der übermächtige, omnipräsente Feind und die schwachen, gejagten Menschen sind dabei Spannungselemente. Und, was soll ich sagen, die Rechnung geht auf: Tatsächlich ist die Hatz im Wald spannend und gruslig. Hier war jemand am Werk, der selbiges versteht. Man darf nicht zu sehr nach Logik fragen, der Film reißt auch ohne diese mit.
Der letzte Teil des Films ist dagegen reichlich obskur und will mit schockierenden, ekligen und seltsamen Bildern beeindrucken. Es gelingt nicht. Die aufgebaute Spannung verflacht am Ende - ohne zu viel verraten zu wollen - und schließt mit einer mehr als lächerlichen Abschlussszene. Schade eigentlich, denn bis zur Hüttenszene war ich versucht, den Film einen der besseren zu heißen.
Genug der Einzelkritik: Was bleibt ist ein guter Horrorfilm, der ein besserer hätte werden können, wenn man die Logik nicht der Spannung untergeordnet hätte.