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Night of the Living Dead (Uncut Version)
 
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Night of the Living Dead (Uncut Version)

Judith O'Dea , Russell Steiner , George A. Romero    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (45 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Judith O'Dea, Russell Steiner, Duane Jones
  • Regisseur(e): George A. Romero
  • Komponist: Scott Vladimir Licina
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL, Vollbild
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: KSM GmbH
  • Erscheinungstermin: 8. Juni 2007
  • Produktionsjahr: 2003
  • Spieldauer: 96 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (45 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000NVL8WA
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 14.037 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

George Romeros in Schwarz-Weiß gedrehter Zombie-Klassiker aus dem Jahr 1968 besticht noch Jahrzente später durch verstörende Bilder.

In einem Vorort Pittsburghs werden die Bewohner von Zombies verfolgt, die es nach Menschenfleisch dürstet. In einem Haus, dessen Besitzer den Zombies bereits zum Opfer fiel, suchen zwei voneinander unabhängige Gruppen Zuflucht vor den Untoten. Durch Radio und Fernsehen erfahren sie, dass man extraterrestrische Strahlung für die Zombieangriffe verantwortlich macht, die sich mittlerweile über das gesamte östliche Gebiet der Vereinigten Staaten erstrecken.

Sobald die Flüchtlinge in der Falle stecken, verlagert Romero den Fokus auf die Probleme, die innerhalb der Gruppe auftreten, als man versucht mit der scheinbar aussichtslosen Situation umzugehen. Was folgt, ist die Untersuchung menschlicher Verhaltensweisen, die von Ängsten und Eigensinn geprägt sind und viele davon abhalten, sich für allgemein verbindliche Belange zu engagieren.

Romero macht zwischen den Zombies und den organisierten Jägern keinen Unterschied. Beide erscheinen seelenlos. Der Film lässt sich auch als Kritik am männlichen weißen Establishment lesen. Es ist kein Zufall, dass eine Frau und ein Schwarzer die beiden Figuren sind, die am vernünftigsten handeln. Es ist genauso wenig ein Zufall, dass die Fortsetzung Dawn of the Dead in einem riesigen Einkaufszentrum spielt, das von Untoten belagert wird -- eine treffende Analogie zur Konsumgesellschaft. --Bryan Reeseman

Produktbeschreibungen

KSM Night of the Living Dead Uncut, USK/FSK: 16+

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138 von 148 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen NIGHT OF THE LIVING DEAD, 5. Dezember 2005
Von 
H. Engelmann "enh" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Zur Klarstellung und Beendigung der Diskussion unter den Rezensenten hier der Inhalt der Box - soweit heute bekannt, der VÖ Termin hat sich auf 03/2006 verschoben:

DVD 1: die ungekürzte Original s/w-Fassung des Films

-> Der Film hatte in Deutschland ursprünglich eine FSK 18 Freigabe. Man hat ihn für diese VÖ neu geprüft wobei er natürlich nach heutigem Stand auch eine Jugendfreigabe erhalten hat. Er ist also wirklich uncut.

DVD 2: die colorierte Fassung des Filmes

Auch diese ist uncut, erscheint erstmals in Deutschland auf DVD, gab's aber schon auf VHS. Diese wurde irgendwann mal erstellt um den Film einem aktuellen Publikum nahe zu bringen, das grundsätzlich keine s/w Filme schauen möchte. Ist absolut überflüssig, da der Original Film als s/w Film konzipiert und umgesetzt wurde, insofern nimmt die Colorierung dem Film seine Stimmung.

DVD 3: Bonusmaterial, Dokumentation(en) zum Film

-> enthält die Doku "Reflections of the living dead" in deutscher Erstveröffentlichung, sowie Interview(s), Trailer, Slideshow, Artwork & Poster.

Dies ist sicherlich die interessanteste (bzw. jetzt die einzige interessante) deutsche Veröffentlichung von NIGHT OF THE LIVING DEAD, keine Frage.

Zum Film selbst nur so viel: NIGHT ist der 1. Teil der DEAD Reihe von George A Romero. Er ist sicherlich einer der besten Zombie Filme wo gibt, einer der wenigen mit ner intelligenten Story. Anspielungen auf die gesellschaftlichen Themen seiner Zeit, Rassenkonflikt (der Held ist Afroamerikaner), Vietnamproblematik etc. Und dass das Museum of Modern Art ihn in seine Filmsammlung aufgenommen hat sagt ja auch einiges aus.

Die DEAD Reihe von George A Romero (ich nenne sie ja immer noch Trilogy of the Dead, auch wenn es mittlerweile mehr als 3 Filme sind):

1. Night of the Living Dead (dt. Die Nacht der lebenden Toten)

2. Dawn of the Dead (dt. Zombie / Zombies im Kaufhaus / Zombie 1)

3. Day of the Dead (dt. Zombie 2 - Das letzte Kapitel)

4. Land of the Dead (dt. Land of the Dead)

In nächster Zeit wird Romero einen fünften Film drehen, "Diary of the Dead" soll 2007 kommen.

Daneben gibt es unzählige insbesondere italienische Pseudo-Sequels und Plagiate zu DAWN, die Remakes von NIGHT (Regie: Tom Savini, der Effekte-Spezialist u. a. bei Romero, gelungener Film der aber der Story nichts neues abgewinnt) und DAWN (Regie: Zack Snyder, gelungene Neufassung, die einiges anders macht und so wie das Original Ende der '70er heute zeitgemässen Zombie Horror bietet) sowie den äusserst dubiosen DAY OF THE DEAD 2 CONTAGIUM. Demnächst (2007) soll es noch ein DAY Remake geben, an dem Romero genausowenig beteiligt sein wird wie bei DAWN.

Diese Filme haben (ausser dem NIGHT Remake) nix mit Romero zu tun. Von ihm selbst gibt es noch eine Roman-Fassung von DAWN (jedenfalls wird er auf dem Buch-Cover als Co-Autor neben Susanna Sparrow angegeben) und die Kurzgeschichtensammlung BOOK OF THE DEAD (die Romero's Trilogy of the Dead gewidmet ist, Herausgeber sind John Skipp & Craig Spector, es ist eine Sammlung von Stories bekannter meist amerikanischer Horror Autoren zur Zombie Thematik, gab es in deutsch mal bei Goldmann unter dem irreführenden Titel Das grosse Lesebuch des Horrors).
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Night of Living Dead - s/w + FARBE + Specials + Booklet + Steelbook, 15. Juni 2008
Von 
space-man - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
1.) Einführung:

Bevor George A.Romero 1978 mit 'Dawn of the Dead' (deutscher Titel: 'Zombie') die Welt schockierte und gleichzeitig nicht nur einen Riesen-Hit landete sondern eine ganze Zombie-Film-Welle in Gang setzte, hatte er rund 10 Jahre vorher bereits einen seinerzeit spektakulären Vorgänger produziert: 'NIGHT of the Living Dead'.

Mit einem sehr geringfügigem Budget wurde ein seinerzeit ungewöhnlich harter und inhaltlich sehr abstrakter Film produziert der nicht nur in USA sondern wie nicht anders zu erwarten war auch in Deutschland von der Presse bis zum Exzess verrissen wurde. Der Film war zunächst kein großer Erfolg, erwies sich jedoch im Laufe der nachfolgenden Jahre immer mehr als Insidertip und somit stets größerer Beliebtheit. Selbstverständlich in erster Linie für Filminteressierte welche sich für den phantastischen Film interessierten, sei es nun für Science Fiction, Fantasy oder eben Horror.

Mit bemerkenswerten scharz-weiß-Bildern wurden meist lediglich mit Laiendarstellern oder Statisten langsam wandelnde Untote in Szene gesetzt, welche aufgrund bemerkenswerter Kameraeinstellungen sowie exzellenter Regiearbeit und effektvollem Make-Up den Kinozuschauern das Fracksausen lehrte.

2.) Zum Filminhalt:

'They're coming to get you, Barbara' verspotte der Bruder seine Schwester bei einem Besuch auf einem Friedhof. Ein merkwürdig erscheinender umherwandelnder älterer Herr war alles was außer ihnen dort noch an lebenden... nein: bewegenden Objekten zu sehen war. Unerwartet jedoch greift dieser die junge Frau an und wirft sie zu Boden, worauf ihr Bruder ihr zu Hilfe eilt. Die junge Frau flieht während ihr Bruder jedoch dieser fragwürdiger Gestalt zum Opfer fällt.

Sie flüchtet in ein anscheinend leerstehendes Haus. Dort trifft sie zunächst einen Schwarzen, der offensichtlich als einziger der Lage so halbwegs zumindest gewachsen zu sein scheint und soweit wie möglich einen klaren Kopf behält. Anschließend noch einen recht exzentrischen Herrn mitsamt seiner Frau und seiner kranken Tochter.

Draußen schleichen immer mehr dieser merkwürdigen blassen Typen herum. Inzwischen sind alle davon überzeugt das es sich da draussen um lebende Tote handelt. Sie verbarrikadieren sich um der Horde Einhalt zu bieten.

Das Fieber der Tochter wird immer schlimmer. Sie wurde von einem der umherwandelnden Toten infiziert bevor sie das Haus erreichten. Die Untoten werden immer mehr, und kommen immer näher ans Haus. Der Keller scheint letztendlich die einzige Zuflucht....

....na, gruselt's schon ???

3.) Zum Steelbook:

Dieses recht nett gestaltete Steelbook enthält 3 DVD's und ein Booklet.

Zum ersten Mal in Deutschland wird 'Night of the Living Dead' bereist ab 16 Jahre ungeschnitten ('uncut') präsentiert.

Es sind 3 DVD's enthalten:

DVD 1: 'Night of The Living Dead' - schwarzweiß-Fassung

. . . . Ungeschnittene Originalschwarzweiß-Fassung (Deutsch Dolby Digital 2.0, Englisch Dolby Digital 2.0)

. . . . + Bonusmaterial: Making of, Trailer, Hintergrundinfos, u.a.m.

DVD 2: 'Night of The Living Dead' - Farb-Fassung

. . . . Ungeschnittene colorierte Fassung (Deutsch Dolby Digital 5.1, Englisch Dolby Digital 2.0)

. . . . + Bonusmaterial: Audiokommentar, Separated at Death, Goofs, u.a.m.

DVD 3: 'Reflections on The Living Dead' - Dokumentation

. . . . Dokumentation 'Reflections on the Living Dead' (Englisch mit deutschen Untertiteln)

. . . . + Bonusmaterial: Artworks, Musikvideo 'Anti Trust - Hand in Hand'

Booklet: 8-seitiges farbiges Booklet mit vielen Fotos, meist in Farbe, deutscher Text.

Die Bildqualität der s/w-Fassung auf DVD 1 ist sehr gut. Kein Vergleich mit einigen früheren verdunkelten Versionen die es meist vorher gab. Man darf nicht vergessen das es sich um einen Film in s/w von 1968 handelt welcher seinerzeit auf bestimmt nicht sehr hochwertigem Filmmaterial gedreht wurde. Zumindest ist dies so ziemlich eine der besten Versionen vom Bildmaterial die ich bis dato von diesem Film sah. Der Ton ist ebenfalls sehr gut.

In den 80er Jahren gab es bereits in England auf Video eine nachcolorierte Fassung des Films. Die Bildqualität des damaligen Originalvideos war schlicht gesagt grottenschlecht, sehr verwaschenes und unscharfes Bild und recht unnatürliche nachcolorierte Farben. Dazu war das Bild recht dunkel gehalten.

Die Bildqualität der auf der DVD 2 vorhandenen Farb-Fassung jedoch ist um einiges besser. Kein Vergleich mit der damaligen englischen Videoveröffentlichung. Allerdings könnte auch auf der DVD das Bild hier etwas mehr an Schärfe besitzen. Die Farben wirken hier recht natürlich, besonders im Vergleich zum damaligen Video. Alles in allem eine sehr empfehlenswerte Farbversion des Films, die 'Night of the Living Dead' in einem ganz anderen Bild zeigt.

Weiterhin ist zu sagen das 'Night of the Living Dead' in diesem Steelbook in einer FARBversion zum allerersten Mal überhaupt in Deutschland in deutscher Sprache veröffentlicht wurde. Dazu noch ungeschnitten und in einem neu abgemischten 5.1 Sound. Allerdings läßt dieser etwas zu wünschen übrig. Schade das nicht hier eine zusätzliche Tonspur in Mono vorliegt, so wie der Film gedreht wurde. Doch man kann nicht alles haben. Ist auch nicht unbedingt notwendig da es sich hier um eine aufgepeppelte FARB-Version des Films handelt. Wenn das Bild aufgepeppelt wird, wird auch der Ton gepeppelt, basta. Nur vom Feinsten....

3.) Empfehlung:

KAUFEN !!! Auch dann wenn man ggf. bereits eine uncut s/w Version auf DVD besitzen sollte. Es lohnt sich.

4.) Hinweis:

Beim Aufklappen des Steelbooks nicht gleich erschrecken, auch wenn man nur zunächst das Booklet und zwei DVD's entdeckt. Die dritte DVD befindet sich unter dem Booklet.

Viel Gruselspaß !
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen "Homer! You Shot the Zombie Flanders!" - "He was a Zombie?", 24. Juli 2010
Von 
Tristram Shandy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Night of the Living Dead (Uncut Version) (DVD)
(Vorsicht, Spoiler!)

Dieser Wortwechsel zeigt, daß es nicht immer einfach ist, zwischen Mensch und Zombie zu unterscheiden, was nicht unbedingt daran liegt, daß die Zombies eine Charmeoffensive gestartet hätten. Es ist vielleicht bezeichnend, daß sich das 19. Jahrhundert noch Vampir- und Werwolfgeschichten erzählte, die auf uraltem Aberglauben basierten, während des späte 20. Jahrhundert dann mit Außerirdischen und Zombies um die Ecke kam. Vielleicht hat jede Gesellschaft nicht nur die Regierung, sondern auch die Horrorgestalten, die sie verdient?* Spiegelte der wohlige Grusel um den Werwolf beispielsweise den unbewußten Konflikt zwischen Zivilisation und atavistischer Aggression wider - so brachte das vorvorherige Jahrhundert eben auch Freud und seinen ganzen Kram, den Imperialismus und fadenscheinige Rechtfertigungsversuche à la Kipling hervor -, der im 19. Jahrhundert den philosophischen Diskurs bestimmte, so ist für uns moderne Menschen der Zombie ungleich gruseliger, weil er eben, auch wie wir, stundenlang vor dem Fernseher sitzen und sich das Nachmittagsprogramm anschauen könnte, ohne intellektuellen Schaden zu nehmen. Dabei würde er durchaus auch ein Mikrowellenfertiggericht nicht verschmähen.

George A. Romero drehte im Jahre 1968 mit "Night of the Living Dead" einen der ersten und einflußreichsten Zombiefilme, wobei er größtenteils mit Laienschauspielern und vielleicht auch dem ein oder anderen waschechten Zombie arbeitete. Gedreht wurde mit geringen Mitteln an Wochenenden und fast gänzlich ohne Spezialeffekte, was diesem Film für mich eine eigenartige Authentizität verleiht, die sich schlecht mit dem vor Logikbrüchen strotzenden Drehbuch und den teilweise sehr eindimensionalen Charakterzeichnungen vereinbaren läßt, dies aber eben tut.

Infolge eines in der Erdatmosphäre explodierten Forschungssatelliten wurde eine radioaktive Substanz vom Planeten Venus freigesetzt, die die Gehirne kürzlich verstorbener Menschen stimuliert und die Leichname dazu bringt, auf Jagd nach Menschenfleisch zu gehen. Eine Gruppe Überlebender verschanzt sich in einem kleinen Haus, das recht schnell von den Zombies umzingelt wird. Einer nach dem anderen fällt den fidelen Fleischfressern zum Opfer, und als Ben, der letzte Überlebende der Gruppe, am nächsten Morgen nach langer Belagerung durch die Zombies aus dem Fenster schaut, wird er von einer Horde Rednecks, die unter Leitung des örtlichen Sheriffs auf Monsterjagd geht, für einen Untoten gehalten und erschossen.

Hört sich doof an, ist es aber nicht! Romero schafft es, die Lügen und Halbwahrheiten, aus denen die US-amerikanische Politik seiner Zeit ihre Rechtfertigungen bezog, mehr oder minder subtil einer ätzenden Kritik zu unterziehen. Der Mythos der Familie als eines integren und harmonischen Mikrokosmos, als Hort von Werten und Keimzelle der Gesellschaft beispielsweise trifft in Romeros Film auf die Coopers - und überlebt es nicht. Harry, der Vater, entpuppt sich schnell als ein rückgratloser Feigling, der nur an sein eigenes Wohl denkt, und Judith, die Tochter der Coopers, mutiert zu einem Zombie, der seine eigene Mutter ersticht und den Kadaver seines Vaters verspeist. Auch Barbra, die Heldin des Filmes, wird von ihrem eigenen Bruder, der ihr als Untoter entgegentritt, getötet.

Auch die Medien werden von Romeros Kritik nicht verschont. Die Gestrandeten informieren sich über die nationale Notlage aus dem Fernsehen, wo man die Bevölkerung dazu aufruft, sich zu bestimmten Sammellagern durchzuschlagen. Unter unseren Helden befindet sich auch ein junges Liebespaar, und als die junge Frau ihren Geliebten fragt, ob es wirklich klug sei, den Schutz des Hauses zu verlassen und sich einen Weg durch das Zombieheer zu bahnen, sagt ihr Freund sinngemäß etwa: "Ich weiß es nicht. Aber im Fernsehen sagt man, wir sollten es versuchen." In einer Situation, in der es um Leben und Tod geht, hört man natürlich gern aufs Fernsehen, und so ist es denn eine beruhigende Gewißheit, daß der größte Teil der Realität - "Wir bekommen ein Baby", "Wir bauen unser Traumhaus", "Wir streiten uns mit unseren Nachbarn", "Wir beerdigen unseren Wellensittich im Garten", "Wir legen uns besoffen mit der Polizei an" - heutzutage im Fernsehen stattfindet. Ach ja, die beiden Liebenden kommen bei dem Versuch, den Ratschlag des Nachrichtensprechers umzusetzen, bei einer Explosion des Autos um, und die Zombies haben endlich auch mal ein wenig Grillfleisch.

Offensichtlich ist auch Romeros Anklage gegen den Vietnamkrieg. Die Meute von Männern, die zusammen mit dem schießwütigen Sheriff auf Zombiejagd geht, weckt unangenehme Assoziationen, und das "Shoot 'em in the head", das der Sheriff vollmundig den Reportern anrät, erinnert an Curtis LeMays "Let's bomb them back to the stone age", das Romero zu jener Zeit freilich wahrscheinlich noch nicht kennen konnte. Besonders unangenehm berühren den Zuschauer die Schlußbilder des Filmes, in denen wir auf grobkörnigen Photos sehen, wie Ben von den Rednecks mit Fleischerhaken auf einen Leichenberg gezerrt wird, während im Hintergrund das Geräusch eines Hubschraubers - eines der Sinnbilder des Vietnamkrieges - erklingt.

Um es kurz zu machen, Romeros "Night of the Living Dead" ist nicht weniger als ein Meisterwerk, und auch jeder, der nicht unbedingt auf Zombiehorror abonniert ist, sollte sich diesen Klassiker ansehen.

* Dies ist k e i n e hundertprozentige Tautologie!
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