auch album nummer drei ist mehr als klasse geworden. die fünf jungs haben etwas an härte dazu gewonnen, das album wirkt größtenteils düsterer als sein vorgänger, es ist phasenweise noch mehr bombast drin, etwas mehr tempo und etwas komplexere gitarrenriffs. damit will ich natürlich den genialen vorgänger nicht kleinmachen.
erster song chertograd kann sich als einer der besten songs des albums und der bandgeschichte einreihen. herrliche keyboardmelodien und tiefe, harte riffs, dazu ein paar dezente weibliche gesangspassagen. titelsong night electric night ist einer der songs, in dem mehr tempo liegt als in den meisten songs bisher. eröffnet von epischen keyboards, dann gehen ziemlich heftige gitarren zur sache. die strophen klingen geheimnisvoll, der refrain wieder sehr heftig. death dies hard ist ein richtiger ohrwurm, daher wohl auch die erste single-auskopplung. klingt eigentlich eher wie ein song vom vorgänger. jedenfalls ein weiterer genialer song mit tollem, mitreißendem refrain. mark of the gun ist ein weiterer düsterer epischer song, wieder ein meisterwerk für sich. deathstars haben es echt drauf solch bombast-arrangements zu schreiben. via the end ist die ballade des albums, klingt sehr depressiv und traurig, weist aber auch den für dieses album typischen bombast auf. blood stains blondes beginnt zwar sehr wild, ist aber für mich der schwächste song des albums. er ist nicht schlecht, aber kann irgendwie mit dem rest nicht ganz mithalten. babylon ist eine leichte steigerung. richtig super wird es wieder mit the fuel ignites. beginnt wieder sehr episch und sphärisch, dann legen wieder brettharte gitarren los. und der refrain ist wieder umwerfend. auf diesem topniveau gehts mit arclight weiter. wieder ein ruhiger, sphärischer beginn und wieder brettern dann gitarren los. sehr interessante melodieführung während der strophen. es folgt venus in arms, erinnert einen wieder an das vorgängeralbum. und opium stellt einen perfekten abschluss dar. etwas langsamer als der rest der songs, etwas ruhiger. als bonus folgen zunächst ein elektronisches remix vom titelsong, nette idee, klingt gut, dann die pianoversion von via the end, auch gelungen, und ein weiteres remix des titelsongs mit einem anderen drummer. da höre ich allerdings kaum unterschiede zum original raus. also insgesamt ein gelungenes album, welches sein geld wert ist und wirklich begeistert. einzig und allein würde ich mir von der band wünschen, dass sie aus der tatsache, dass sie zwei gitarren haben, etwas mehr machen würden. mal nen solo oder noch komplexere riffs.