Night and the City ist, um es kurz um zu sagen, kein Film, der bei einem noch für längere Zeit im Kopf blieben dürfte.
Dennoch ist der Film wieder einmal ein klassisches Beispiel dafür, wie ein Film ohne berauschendes Drehbuch nur aufgrund des Schauspielers überleben kann und doch noch manch einen gefallen kann.
De Niro spielt einen mit allen Wassern gewaschenen Rechtsanwalt, der sich mit Prozessfällen durchs Leben durchzuschlagen versucht; mal erfolgreich, mal weniger.
Bereits zu Beginn des Film bekommt man ein zutreffendes Bild über seine Person: "Auf See und vor Gericht ist jeder für sich allein". Selbst bei sichtbar erfolglosen Fällen sucht er seinen Profit, seine 30 % Gebühren, auch wenn der Vorsitzende ihn hochkants des Saales wegen Aussichtslosigkeit des Falls verweist.
Bald allerdings sucht er einen neuen Weg, um sich und anderen ggü zu präsentieren, nicht zu letzt des Geldes wegen: Er möchte Boxpromoter werden und Kämpfe austragen.
Letztlich hat er nur zwei kleine Probleme: 1. Wer soll für ihn kämpfen und 2. wie soll er an das Geld kommen, um den Kampf zu organisieren und steigen zu lassen.
Schon bald zeigt De Niro wieder sein schauspielerisches Können: Lug und Trug, Betrügen, Selbstverleibtheit...
Auch lässt er es sich niht lumpen, selbst als man auf ihn geschossen hat, der Situation ihre Komik abzupressen: Ich, ich, ich.... ich armer, armer Mensch.
Der Film ist vom Stil her durchaus mit Sein Name ist Mad Dog und Midnight Run gleich zustellen. Keine evergreens, aber auch keine schlechten Filme.
Die Extras auf der DVD sind dürftig. Insgesamt, gute vier Punkte.