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Nifelvind
 
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Nifelvind

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4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Wiedergabe   2. Solsagan 4:31 EUR 0,99
Wiedergabe   3. Den Frusna Munnen 4:04 EUR 0,99
Wiedergabe   4. Ett Norrskensdåd 3:34 EUR 0,99
Wiedergabe   5. I Trädens Sång 3:45 EUR 0,99
Wiedergabe   6. Tiden Utan Tid 4:58 EUR 0,99
Wiedergabe   7. Galgasång 3:44 EUR 0,99
Wiedergabe   8. Mot Skuggornas Värld 4:43 EUR 0,99
Wiedergabe   9. Under Bergets Rot 3:27 EUR 0,99
Wiedergabe 10. Fornfamnad 3:42 EUR 0,99
Wiedergabe 11. Dråp 7:00 EUR 0,99
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Alte Werte, neue Ideen 20. Februar 2010
Format:Audio CD
... und eine Menge Spielfreude zeichnen das neue Werk Finntrolls aus.

Der erste Eindruck:

Das Cover des neuen Albums ähnelt verblüffend dem des 2004er Albums NATTFOEDD, sowohl farblich als auch motivisch. Lediglich das Logo ist nicht das gewohnte, seit JAKTENS TID verwendete. Was mag das bedeuten? Einerseits könnte es sein, dass Finntroll sich stilistisch an "alten Werten" orientiert haben. Andererseits könnte das veränderte Logo aber auch auf den Versuch einer (erneuten) Stiländerung hinweisen. ... Die Spannung steigt also.

Der zweite Eindruck:

In der Tat ähnelt das Album NATTFOEDD, aber nicht nur. Es kommt vielmehr wie eine Mischung aus diesem und dem letzten (großartigen) Output UR JORDENS DJUP daher, angerereichert mit ein paar neuen Ideen; denn einerseits thront Vreths überwiegend harscher, Black Metal-lastiger Gesang über den Songs, andererseits erinnern mich aber die eingewobenen Melodien stark an früher. Sie bewegen sich ebenso wie auf NATTFOEDD immer irgendwo zwischen solchen aus dem finnischen Humppaa/Folk und solchen, die nach einer abgedreht-launigen Mischung aus Westernspelunke und Jahrmarkt klingen. Und die Verquickung dieser beiden, eigentlich zu gegensätzlich erscheinenden, Stilrichtungen (Black Metal und Schunkel-Folk) ist wieder einmal perfekt gelungen, wie ich finde. Kurzum: Das neue Album ist Finntroll in Reinkultur!

Neben diesem ganz allgemeinen Eindruck möchte ich die Lieder auch im Einzelnen beurteilen. Anspieltipps muss sich jedoch jeder selbst auf der Basis meiner kurzen Beschreibungen aussuchen. Ich selbst kann ehrlich gesagt keine geben.

Blodmarsch:
Wieder einmal ist Finntroll ein fantastisches Intro gelungen! Trommeln, Fanfaren und eine Art Ritualgesang erinnern an einen indigenen Stamm bei der Vorbereitung auf einen Kriegszug.

Solsagan:
Ein sehr von Gitarren dominiertes Lied mit einigen Breaks und Wendungen, einem schunkeligen Chorgesang im Refrain und einem spaßigen, kurzen "Uugh!Ha!"-Part.

Den Frusna Munnen:
Dieser Songn den ich beinahe vergessen hätte zu rezensieren (Dank an den netten Kommentator!), beginnt mit einem fast karibisch anmutenden Rhytmus, der klingt, als sei er mit Hölzchen erzeugt. Wahrscheinlich handelt es sich jedoch um eine Keyboars-Spielerei. Desweiteren durchzieht da gesamte Lied eine zuerst ziemlich seltsam anmutende Melodie, die zum großen Teil auch einem Keyboard zu verdanken ist. Vor Allem in den kurzen instrumalen Breaks dominiert diesem Instrument. Insgesamt ist das ganze Stück ziemlich vollgepackt mit Melodien, Klängen und Instrumenten. Es ist total verrückt, aber dennoch nicht völlig chaotisch. Und es erfordert eine gewisse Eingewöhnungszeit. - Eine Herausforderung!

Ett Norrskensdåd:
Das Lied wird von einer Folkmelodie dominiert, mit der es auch beginnt und die im Mittelteil kurz variiert wird, indem ein anderes Intrument benutzt wird. Daneben ist es sehr rhythmisch und durchweg im Mid-Tempo-Bereich gehalten. Ein netter "Stampfer" also. Es gibt sogar einen fast Country-artigen kurzen Teil mit Banjo (oder soetwas ähnlichem). Macht Spaß!

I Trädens Sång:
Dieser Song beginnt sehr ungewöhnlich: Ein meditativ-hypnotisches Chor-Stück, in dem der tiefe Klargesang Vreths dominiert, leitet ihn ein. Mir gefällt das sehr gut. ... Im Weiteren entwickelt sich das Stück zu einem pompös arrangierten Gesamtkunstwerk, in dem so viele verschiedene Details untergebracht sind, dass man sie nur schwer alle aufzählen und beschreiben kann. Sehr hörenswert und mit Potenzial für immer neue Entdeckungen.

Tiden Utan Tid:
Voranpreschende Blast Beats und pfeilschnelle Gitarrenmelodien duellieren sich mit Vreths Schrei-Gesang. Dabei bleibt aber zu keiner Zeit die Melodik auf der Strecke, da auch ein Hauch Folk das Stück wie ein roter Faden durchzieht. Das Ding hat sehr viel Power! ... Vielleicht sogar etwas zu viel.

Galgasång:
Ein akustisches Folk-Stück mit Akkordeon, Kontrabass, Banjo und Gitarre. Wieder einmal dominiert hier vor allem der volle, tiefe und klare Gesang Vreths, der die anderen Herren in den Schatten stellt. Ein "Ahh ahh ahh"-Chor fehlt auch nicht. Nett!

Mot Skuggornas Värld:
Was? Industrial-artige Klänge bei Finntroll? Der Anfang des Songs lässt aufhorchen. Aber der erste Eindruck wird bald relativiert, wenn die typischen Instrumente einsetzen und ein Drum-Rhythmus ins Ohr geht. Wer bei diesem Beat nicht mit dem Fuß wippt liegt im Koma!

Under Bergets Rot:
Eine gut gelaunte Geige und eine der besagten "Saloon-trifft-Jahrmarkt-Melodien" sorgen hier für eine Menge Spaß beim Hörer. Dieses Lied ist schnell, rhythmisch und eines derjenigen, bei denen man nicht ruhig sitzen bleiben kann. (Meine Oma würde es "schmissig" nennen.) Und eine singende Säge, ein antiquiert klingender Klimperkasten und die schon zuvor verwendete Fidel machen es irgendwie zu etwas eigentümlich-besonderem.

Fornfamnad:
Wieder ein Song, in dem sehr viel passiert. Wie auch bei >>I Trädens Sång<< gibt es hier viel zu entdecken. Wieder wird es hier, vor Allem durch den Einsatz von Fanfaren, überraschend pompös.

Dråp:
Gleich zu Beginn dieses Liedes musste ich grinsen. Ein "Hohohohoho" und dann ein stampfender Rhythmus ... Großartig! Im Weiteren entfaltet sich mit einem bunten Reigen von Melodien, Tempi sowie ein paar interessanten Instrumenten ein wahres Kaleidoskop, für das Finntroll sich insgesamt auch 7 Minuten Zeit nehmen. Das Ding ist erneut eine komplexe Angelegenheit. Aber es braucht ein wenig Zeit um es zu durchdringen und voll zu erfassen.
Die letzten Töne klingen sehr langsam aus. - So schließt NIFELVIND.

Das Fazit:

Erneut ein großartiges Album von den Finntrollen! 5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung an alle, die sie lieben. Die Anderen werden sie auch durch dieses Album definitiv nicht in ihr Herz schließen können.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Auf das Album habe ich die ganze Zeit gespannt gewartet und das Warten hat sich definitv gelohnt. Die Jungs aus Finnland haben alle Erwartungen erfüllt!
Sie haben sich bei Nivelvind für einen Mix aus Altbewährten und neuen Klängen, die teilweise etwas exotisch anmuten mögen, entschieden. Und damit fahren sie nicht schlecht. Das Album ist insgesamt gesehen nicht ganz so brachial wie mancher Vorgänger, sondern wirkt etwas fröhlicher, um nicht zu sagen trolliger. Es ist sehr abwechslungsreich gehalten, mysthisch, bleibt auf jeden Fall im Ohr und macht gute Laune und Lust auf mehr.

Beim Intro "Blodmarsch" möchte man am liebsten schon die Streitaxt ausgraben und mit um den Marterpfahl tanzen. Fulminant gehts dann beim nächsten Lied "Solsagan" zur Sache. Dieses erinnert ein wenig an einen gekonnten Mix zwischen Hymne und Schlachtlied, man sieht vor seinem inneren Auge wilde Reiterhorden durch die tiefen Wälder Finnlands galoppieren, beobachtet von geheimnisvollen Trollen und zum ausgiebigen Headbangen ist es allemal geeignet.
Weiter gehts mit "Den Frusna Munnen". Etwas ruhiger und weniger euphorisch gehalten als "Solsagan", dennoch nicht weniger gut, auch wenn das Tempo hier ein wenig rausgenommen wird.
"Ett Norrskensdåd" hingegen beginnt richtig trollisch mit einem fast schon volkstümlich anmutenden Einfluss. Ein auf jeden Fall fröhliches Lied, auch gut geeignet zum Entspannen und Durchschnaufen. Garantie zum Mitschnunkeln inklusive!
"I Trädens Sang": Hier gehts wieder richtig zur Sache. Temporeich, zum Headbangen auf jeden Fall geeignet und tolle Gitarrenriffs.
"Tiden Utan Tid" wiederum beginnt fast schon gebetsartig und mystisch, bevor Schlagzeug und Gitarren diese Ruhe schlagartig unterbrechen. Das Lied ist geprägt von Stilwechseln, insgesamt etwas ruhiger gehalten und ein absolut geiler Song. Die Stimme des Sängers kommt hier gut rüber, klingt fast schon beschwörend, definitv ein genialer Song.
"Galgasång" war für mich eigentlich die Überraschung des Albums. Fast schon eine Akustikversion, mit einem absolut schönen Anfang und man möchte hier am liebsten selber zur Gitarre greifen und mitklampfen. Man lernt hier auch eine andere Seite des Sängers kennen, da er hier wirklich "normal" singt und nicht mit der metalüblichen "Gröhlstimme". Auch dieser Song gehört mit zu meinen absoluten Favouriten!
Weiter gehts mit "Mot Skuggornas Värld". War man vom vorherigen Lied noch völlig hingerissen holt einen der fulminante Beginn hier schlagartig in die harte Metalwelt zurück. Einprägsame Gitarrenriffe und ein toller Ohrwurm, Finntroll von seiner besten Seite.
"Under Bergets Rot": Auch hier gehts in alter Finntroll-Manier richtig zur Sache. Recht rasant, eingängig und richtig schön trollisch.
Das nächste Lied "Formfamnad" ist wieder relativ hymnenartig gehalten, hat etwas Beschwörendes und ich könnte mir den Song durchaus gut als Hintergrundmusik für einen Film im Stile von Herr der Ringe etc. vorstellen.
So, und nun sind wir leider schon beim letzten Lied der Scheibe: "Dråp". Zum krönenden Abschluß schenken sich die Finnen nichts und geben nochmal alles. Relativ ruhig beginnend steigern die Jungs ab etwas der Hälfte kontinuierlich das Tempo und legen eine tolle Nummer hin, die auf jeden Fall ins Ohr geht. Die einzige Enttäuschung am Ende besteht lediglich darin, daß es nun schon zu Ende ist.

Mein Fazit zum Schluß: Einfach nur genial!
Ach ja, ein Wort noch zur Ltd. Edition. Ich hatte ja in freudiger Erwartung des Albums schon vorbestellt und natürlich die Ltd. Edition erhalten. Es handelt sich hierbei nicht um eine normale CD-Hülle, sondern um einen toll aufgemachte CD-Box, in der neben der Disc auch noch eine stylische Finntroll-Fahne erhalten ist. Braucht vielleicht nicht jeder, aber ein tolles Zugeständnis an die Fans ist es allemal. Zudem ist auf der Ltd. Edition noch der Bonustrack "Under Dvärgens Fot" enthalten, quasi eine Art Light-Version des neunten Liedes "Under Bergets Rot".
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Back to the roots? 3. März 2010
Von Sascha
Format:Audio CD
Finntroll haben so etwas wie die Herrscherposition in ihrem mitgegründeten Genre, dem Metal mit Humppaa-Einflüssen.
Man erinnert sich zurück, wie das Debüt-Album noch stark schwazmetallisch angehaucht war, Jaktens Tid dabei das Spektrum gewaltig erweitert hat und mit klasse Songs begeisterte.
Mit Schunkelmomenten gleichzeitig etwas düsterer als der damalige Vorgänger begeisterte das kurze Nattfödd.
Ur Jordens Djup ging wieder stark in die Richtung des ersten Albums und sorgte bei Freunden der ersten Platten für Begeisterung, bei den durch Nattfödd neu gewonnenen Fans eher für Entsetzen.

Das frische Album Nifelvind versucht, alle zu begeistern, ohne dabei zu klingen, als wäre dies ein krampfhafter Versuch.
Ganz im Gegenteil, man merkt, dass Finntroll in diesem Genre zu Hause sind und bieten auch hier wieder 11 (bzw 12 Songs mit Bonustrack) Songs, die viel Spaß machen.
Was hingegen am Anfang nicht unbedingt schmecken könnte, ist, das ganze Spektrum abzudecken, welches Finntroll bisher musikalisch bedient haben.
Soll heißen: Mal etwas schwarzmetallischer/mehr Pagan, mal ruhig und folkloristisch, dann wieder Schunkelmomente. Desöfteren auch alles in einen Song gequetscht.

Wie gesagt, hier klingt garnichts gekünstelt, sondern alles homogen und wie aus einem Guss.
Vergleicht man das Ergebnis hier mit den grandiosen Vorgängern, kann einem erstmal alles Zerfahren vorkommen (aufgrund der Vielfältigkeit), das legt sich aber nach mehreren Hördurchgängen.

So ist zum Beispiel der Song Solsagan am Anfang doch recht rumpelnd und mit Blastbeats garniert, überrascht ab Mitte ein lustiger "Fiderallalaaaa"-Part.
Under Bergets Rot ist dabei durchweg fröhlich und überrascht selbst da mit nicht typischen Elementen.
Drap, der Rausschmeißer, bietet dann mal wieder alles auf einmal... Man könnte zwischendrin sogar fast schon Zirkus sagen.
Durchwoben werden beinahe alle Songs von "heroischen" Melodien.

Laut Liner-Notes (letzte Seite im Inlay) sind Mythen der Natur das Thema der CD, die Texte wurden wieder einmal von Altmitglied Katla verfasst.

Das Album bietet an sich einen sehr guten Mix aus allen Elementen, die man an Finntroll liebt (oder auch das Gegenteil...), lässt aber keine vergleichliche Atmosphäre wie beim grandiosen Vorgänger Ur Jordens Djup entstehen, was wiederum bezeugen könnte, wie kreativ Trollhorn und Co bei diesem Album waren.

Kurz: ein sehr guter - super Querschnitt durch die bisherige Bandkarriere, einem variableren Vreth (gefällt mir inzwischen sogar besser als Katlas Leistungen) und einigen Spielereien, die einem hin und wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern könnten.
Man könnte fast wieder sagen: klassische Finntroll. Nur haben mich Ur Jordens Djup oder Jaktens Tid wesentlich mehr gefesselt als das neue Werk.
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