Aus der Amazon.de-Redaktion
In Nietzsche. Biographie seines Denkens nun hat der 55-jährige Essayist, der bereits durch Bücher zu E. T. A. Hoffmann (1984), Schopenhauer (1987) und Heidegger (1994) glänzte, das sprachliche Abenteuer gewagt, dem Lebensweg von Nietzsches Philosophie nachzuspüren. Mit Exkursen etwa auf Wagner, Hegel, Stirner oder Eduard von Hartmann entdeckt er den denkerischen Entwicklungsgang des "Luft-Schifffahrer des Geistes" und erschließt dem Leser so einen Panoramablick auf Nietzsches philosophische Welt. Abgerundet wird die gut lesbare Einführung durch ein Kapitel zur Rezeption des Philosophen, die rechtzeitig zum Nietzsche-Jahr mit Büchern wie Nietzsche und der Faschismus von Bernhard Taureck, Nietzsche in Weimar von Manfred Riedel oder Nietzsche und die Deutschen von Steven E. Aschheim bereits recht unterschiedlich -- und zumeist weniger differenziert -- aufbereitet wurde.
"Das ganze Leben wäre möglich, ohne dass es sich gleichsam im Spiegel sähe", heisst es einmal bei Nietzsche, "wie ja thatsächlich auch jetzt noch bei uns der bei weitem überwiegende Theil dieses Lebens sich ohne diese Spiegelung abspielt." Safranski ist es geglückt, der inneren Welt des Philosophen reflektierend den Spiegel vorzuhalten. Seinem Leser jedenfalls hat er das Gefühl geschenkt, mit dem rätselhaften Philosophen etwas vertrauter geworden zu sein.--Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
Neue Zürcher Zeitung
Rüdiger Safranski hat ein Buch über Nietzsche geschrieben
Ihm graue «vor jedem dieser langen Kunst-Abende», schreibt Friedrich Nietzsche seiner Schwester am 1. August 1876 aus Bayreuth; und am 6. August, in einem anderen Brief an Elisabeth, den er in einem böhmischen Refugium zu Papier bringt, spricht er von der «grenzenlosen Enttäuschung dieses Sommers». Gut ein Jahr später mischt sich in die Enttäuschung über die ersten Bayreuther Festspiele Sarkasmus: «Man hatte das ganze müssiggängerische Gesindel Europas beieinander, und jeder beliebige Fürst gieng in Wagner's Haus aus und ein, wie als ob es sich um einen Sport mehr handelte. Und im Grunde war es auch nicht mehr. Man hatte einen Kunst-Vorwand mehr zu den alten Vorwänden hinzuentdeckt, eine grosse Oper mit Hindernissen; man fand in der durch ihre geheime Sexualität überredenden Musik Wagners ein Bindemittel für eine Gesellschaft, in der Jedermann seinen plaisirs nachgieng.»
Illusionen
Versprochen hatte sich Nietzsche von Richard Wagners Gesamtkunstwerk nicht weniger als das gerade Gegenteil einer «erbarmungswürdigen Gesellschaft von Patronatsherrn und Patronatsweiblein». In der vierten seiner «Unzeitgemässen Betrachtungen» «Richard Wagner in Bayreuth» war erst wenige Tage vor den Festspielen erschienen hiess es noch, Bayreuth bedeute so viel wie «die Morgen-Weihe am Tage des Kampfes»; des Kampfes gegen die in Gänsefüsschen vorgeführten «Gebildeten». Die «dumpfe und verderbliche Luft unserer heutigen Kunstzustände» sollte auf dem Grünen Hügel gereinigt, der «Sucht nach Ergötzlichkeit, nach Unterhaltung um jeden Preis» sollte Einhalt geboten, der Menschheit und dem «Menschlichen» durch die theatralische Pflege einer «tragischen Gesinnung» die Zukunft zurückgewonnen werden. Und nun das.
Die Bayreuther Episode ist mehr als eine Episode. Sie beschreibt eine markante Wendung in Nietzsches Denken einem Denken, das seine erste sichtbare Gestalt nicht unwesentlich der Begegnung mit Wagners revolutionärem Temperament und seinen kunstreligiösen Ideen verdankt. Diesem Umstand misst Rüdiger Safranski in einer eben erschienenen Darstellung der intellektuellen Lebenskurve Nietzsches das Gewicht bei, das er besitzt. Der Meister beinahe aller Künste hatte den jungen Altphilologen zur gemeinsamen Arbeit am Mythos bewogen; er hatte ihn beflügelt, die Tragödie aus dem Geiste der Musik entspringen zu lassen und darin die Erlösung vom Leiden am Unbehagen in der Kultur vorgezeichnet zu sehen. In Nietzsches Tragödienschrift von 1872 heisst es, das ungeheure historische Bedürfnis der «unbefriedigten» modernen Kultur weise «auf den Verlust des Mythus, auf den Verlust der mythischen Heimat, des mythischen Mutterschoosses». Es galt, schreibt Safranski, dem Leben Platz zu schaffen für eine «zweite Unmittelbarkeit». Wissen und Erkennen sollten entmachtet, der «dionysische» Untergrund der Existenz sollte in sein Recht gesetzt werden.
Verwandlungen
In der Mitte der siebziger Jahre aber beginnt Nietzsche, sich von dem «Programm» einer Renaissance des Mythos abzuwenden; der Sommer 1876 bringt die Peripetie. Zwei Jahre danach, in einem Brief an eine Verehrerin aus dem Wagner-Kreis, pointiert er: Jene «metaphysische Vernebelung alles Wahren und Einfachen, der Kampf mit der Vernunft gegen die Vernunft, welcher in Allem und Jedem ein Wunder und Unding sehen will», habe ihn krank gemacht. Ihm ist aufgegangen, dass in der absichtsvollen mythischen Wiederverzauberung der Welt kein Heil zu finden sei; dass, mehr noch, in keiner Heilssuche ein Heil liege. Von der Wagner'schen Kunstreligion bleibt ihm eine Kunst übrig, die sich die Erlösungshoffnung (vorerst) abgeschminkt hat: eine Lebenskunst, die freilich ihre Untiefen hat.
Safranski deutet den Umschwung als Ernüchterung, als Besinnung auf die intellektuelle Redlichkeit auch. Und er kann sich dabei, neben manchem anderen, auf einen rückschauenden Notizbuch-Eintrag Nietzsches berufen: «Hinter meiner ersten Periode grinst das Gesicht des Jesuitismus: ich meine: das bewusste Festhalten an der Illusion und zwangsweise Einverleibung derselben als Basis der Kultur.»
Nietzsche will sich desillusionieren und wenn nicht zur reinen Vernunft, so doch zur Klarheit kommen. Dafür taugt die Methode der «Vereisung», wie er sie in «Menschliches, Allzumenschliches» (1878) nennt. Sie lässt die ungeheure Unterwelt des Dionysischen, an der selbst die Halsstarrigen im «Musikorgiasmus» teilhaben können, nicht mehr als die eigentliche, die absolute Wirklichkeit gelten. Keine Wirklichkeit ist Nietzsche mehr die wirkliche; eine jede sei einem «perspektivischen» Zugang zur Welt geschuldet zu einer Welt, deren «Wesen» sich im Unbestimmten verliert und die eben darum stets von neuem und von individuell wechselnder Warte aus der Bestimmung bedarf. In dieser Phase eines «gelassenen, fast heiteren Naturalismus» (wie Safranski sie apostrophiert) präsentiert Nietzsche sich als ein existenzialisierter Kant, dem das eigene Dasein zum unerkennbaren «Ding an sich» wird.
Die Verwandlung, die da auf offener Drehbühne stattfindet, verändert die Kulisse beträchtlich. Das Stück jedoch, das noch manchen und manch bizarren Szenenwechsel kennt, bleibt das nämliche. Es trägt den Titel: «Wir aber wollen die Dichter unseres Lebens sein». Auf dieses Zitat aus der «Fröhlichen Wissenschaft» kommt Safranski in seinen bemerkenswert facettenreichen, dabei überaus lesbaren Interpretationen des öfteren zurück. Nietzsche, so deren leitende These, denkt nicht nur, wie ein jeder, über sein Leben nach. Er will es darüber hinaus so führen, dass er etwas zu denken bekommt: «Das Leben als Experimentieranordnung für das Denken, Essayismus als Lebensform.»
Zweikammersystem
Und diese Lebensform kommt dem Essayisten Safranski, den nicht nur mit Blick auf Nietzsche das Verhältnis von Denkbarem und Lebbarem interessiert, sehr entgegen. Martin Heidegger war kein solch extremistisch veranlagter Selbstsucher und Selbstversucher wie Nietzsche; wohl darum überzeugt das Buch, das Safranski vor einigen Jahren über den Schwarzwälder Eigenbrötler geschrieben hat, nicht im selben Masse wie dieses über Nietzsche. Wer Nietzsches Schriften unter dem Aspekt ihres Von-Nietzsche-geschrieben-worden-Seins liest, hat für solche Lektüre das Plazet ihres Autors.
Gewiss: Nicht jede Engführung von Leben und Denken ist in der «Biographie seines [nämlich Nietzsches] Denkens» über allen Zweifel erhaben. So gerät Safranski hier und da ein wenig ins Psychologisieren («Diese Demutsstarre steckt Nietzsche noch in den Knochen, und deshalb muss er sich zur Lebensbejahung selbst überreden, bisweilen mit hysterischer Entschlossenheit»); und dies, obgleich er sich an anderer Stelle dagegen verwahrt, das «Ungeheure» des Lebens, das Nietzsches Denken herausgefordert habe, auf die Geheimgeschichte seiner Sexualität zu reduzieren. Insgesamt allerdings vermeidet die sensible Dramaturgie solche Verkürzungen.
Eine interpretatorische Zuspitzung anderen Schlags wagt Safranski. Sie hat nicht allein Nietzsches Diktum, ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum, auf ihrer Seite und ist doch eine Zuspitzung. Den Leser empfängt sie sogleich auf der ersten Seite: Nietzsches «ganze» Philosophie sei der Versuch, sich am Leben zu halten, auch wenn die Musik vorbei ist. Eine beherzte «Durchführung» des mit Aplomb angeschlagenen Themas fehlt, leider. Sie hätte indes, andererseits, womöglich suggeriert, es gebe den Nietzsche aus einem Guss den es nicht gibt. Rüdiger Safranski zeigt den Verwandlungskünstler, der sich immer neue Formen anmisst, Masken schafft und wieder zerbricht bis er selbst bricht.
Nicht der eigentliche, aber Safranskis sozusagen höchstpersönlicher Nietzsche: Das wäre der gewesen, der die eher beiläufig skizzierte Idee eines «Zweikammersystems der Kultur» zu einem tragenden philosophischen Kompromissmodell ausgearbeitet hätte. In «Menschliches, Allzumenschliches» heisst es, eine höhere Kultur müsse dem Menschen «gleichsam zwei Hirnkammern geben», eine, um «Nicht-Wissenschaft», eine andere, um Wissenschaft zu empfinden. Jene, die Kraftquelle, heize «mit Illusionen, Einseitigkeiten, Leidenschaften», diese, die regulierende, beuge «den bösartigen und gefährlichen Folgen einer Überheizung» vor. Safranski gibt zu verstehen: Hätte Nietzsche sich diese Erwägung wirklich zu eigen gemacht, so hätte er beispielsweise die «lebenskünstlerische» Selbststeigerung nicht gegen die Solidarität, den «Übermenschen» nicht gegen die «Herdentiere» ausspielen müssen. Er hätte sich auch seine gattungspolitischen Exaltationen verboten. Gewiss. Aber er wäre dann auch nicht mehr Nietzsche gewesen, nicht mehr der Nietzsche, den man liest, um der einen Hirnkammer einzuheizen.
Uwe Justus Wenzel -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
Kurzbeschreibung
Der Autor über sein Buch
Hundert Jahre nach Friedrich Nietzsches Tod legen Sie ein neues Buch über Nietzsche vor mit dem Untertitel »Biographie seines Denkens«. Wissen wir nicht schon alles über den großen Philosophen Nietzsche?
Nein, wie sollten wir alles über Nietzsche wissen, wo doch Nietzsche selbst nicht alles über sich wusste. Deshalb hat er auch immer wieder seine eigenen Bücher gelesen. Und bisweilen hat er dann auch bemerkt, dass er sich missverstanden hat. Kurz vor seinem Zusammenbruch schreibt er »Ecce homo« - sein letzter Versuch, sich selbst zu verstehen. Danach hat er sich mit Gott verwechselt. Mit Nietzsche kann man nicht fertig werden. Er selbst ist auch nicht mit sich fertig geworden.
»Also sprach Zarathustra« ist vielleicht die berühmteste Formel Nietzsches - warum fällt vielen zuerst der »Zarathustra« ein, wenn von Nietzsche die Rede ist?
Das ist schade, wenn einem immer zuerst der »Zarathustra« einfällt - denn das ist Nietzsches schwächstes Buch. Immer der Prophetenton, immer zu viel Pedal, ein langweiliges Dauerpathos, das hält kein Mensch aus. Das ist nur etwas für Übermenschen. Wahrscheinlich hat keiner dieses Buch wirklich von Anfang bis zu Ende durchgelesen. Gewirkt hat das Buch als Gerücht. 1918 und 1945 haben ihm gesinnungstüchtige Schwachköpfe eine Art Kriegsverbrecherprozess gemacht. So hat »Zarathustra« überlebt. Ich aber kann auf ihn verzichten.
Mancher Leser wird Nietzsches 100. Todestag, der ja dieses Jahr begangen wird, zum Anlass nehmen, sich näher mit dem Philosophen zu beschäftigen; welchen Einstiegstip würden Sie ihm geben?
Ich würde ihm das vierte Buch der »Fröhlichen Wissenschaft« empfehlen; Nietzsche hat es »Sanctus Januarius« genannt, es sind 50 Seiten, die fast den ganzen Nietzsche enthalten, auf der Höhe seiner Darstellungskunst, beschwingt, gedankenreich, wunderschön. Wer das Glück des Denkens hautnah erleben will, sollte diesen Text lesen, aber so langsam wie beim Verkosten eines guten Weines.
»Die meisten Denker schreiben schlecht, weil sie uns nicht nur ihre Gedanken, sondern auch das Denken der Gedanken mitteilen«, schrieb Nietzsche einmal. Darf er selber demnach als die Ausnahme von dieser Regel gelten?
Auf jeden Fall. Das Wunderbare an Nietzsche ist, dass man ihm beim Denken zusehen kann. Der Gedanke ist die Totenmaske des Denkens. Nietzsche aber bleibt lebendig, weil man ihm folgen kann auf einem Weg, der an kein Ende führt. Es gibt schließ- lich nur den Abbruch, den Zusammenbruch. Er umarmt das Pferd und verschwindet aus seiner Welt des Geistes. Nun können wir sie begehen. Man wird um einige Erfahrungen reicher, wenn man bei Nietzsche zu Gast ist.
Nietzsche hat einmal gesagt: »Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum« - eine schöne, aber doch auch mutige Behauptung, oder?
Weder schön noch mutig, sondern ganz einfach zutreffend. So war es eben. Musik war für Nietzsche das wahre Leben. Sein Problem: Wie kann man weiter leben, wenn die Musik vorbei ist? Lohnt es sich überhaupt noch? Nietzsches Antwort: Dann muss man eben mit Begriffen und Worten musizieren. So kam es zu diesem unverwechselbaren Nietzsche-Sound.
Was ist das Faszinierende am Verhältnis Nietzsches zu Richard Wagner?
Zuerst wollte Nietzsche so werden wie Wagner, dann wollte er gerade nicht so werden wie Wagner. Eine größere Bedeutung also kann jemand für das eigene Leben nicht haben. Wagner war ein Zauberer, Nietzsche wollte es auch sein. Die Differenzen waren dann: dunkler Zauber, heller Zauber und fauler Zauber.
Vor kurzem wurde in Weimar eine große Nietzsche-Ausstellung eröffnet. Worin liegt der Reiz, das Leben eines Philosophen zu dokumentieren?
Nietzsches Leben war, äußerlich betrachtet, ja gar nicht besonders aufregend. Aber Nietzsche war ein existentieller Denker. Er wollte durch das Denken das eigene Leben gestalten; das Denken kommt bei ihm aus der persönlichen Erfahrung und wirkt darauf zurück. Für Nietzsche war das Denken eine Leiden-schaft, es war so vital wie bei anderen Leuten das Empfinden. Nietzsche hat bekanntlich viel unter Krankheiten und körperlichen Schmerzen gelitten. Und deshalb hatte Nietzsche noch ein inneres Kriterium zur Bewertung von Gedanken: Nur die Gedanken taugen etwas, die lebendig genug sind, um dem Schmerz die Waage halten zu können. Die Gedanken waren für ihn dieses lebendige Etwas, das es ihm erlaubte, die Attacken des Körpers auszuhalten. Gedanken, die sich auf diese Weise bewährt haben, sind »wahr« und mitteilenswert. Was man sich nur ausdenkt, kann man auch bald wieder vergessen. Weil also Nietzsches Denken derart auf sein Leben bezogen war, ist es auch sinnvoll, die sonstigen Lebenszeugnisse, die bei ihm ja immer die Spur des Denkens tragen, zu dokumentieren.
Ihre bisherigen Biographien haben Sie in chronologisch aufsteigender Folge - von E. T. A. Hoffmann über Schopenhauer zu Heidegger - geschrieben; was hat Sie dazu gebracht, nun einen Schritt »rückwärts« zu gehen?
Mich hat von E. T. A. Hoffmann an das Denken und Phantasieren am Abgrund interessiert. Die Entdeckung, dass dort, wo man Gründe vermutet, sich Abgründe auftun, ist nicht nur eine Einsicht, die man den Börsianern empfehlen kann, sie gehört auch zum Charisma der großen Philosophie. Die Frage lautet: Wie nahe kommt man an den Abgrund heran, ohne abzustürzen. Die Reihe der Figuren, über die ich geschrieben habe, lässt sich nach ihrer unterschiedlichen Nähe zum Abgrund sortieren. Nietzsche steht dicht davor.
Für welche Leser schreiben Sie?
Für alle, denen es geht wie mir selbst. Ich möchte beim Lesen etwas verstehen, etwas lernen. Manche Leute loben meine Bücher, weil sie verständlich seien. Nun, das hängt damit zusammen. Ich schreibe so, daß ich mich selbst gut und gerne verstehen kann. Und so verstehen mich auch die anderen - und wie sich gezeigt hat, sind es ziemlich viele, und sogar in dreizehn Sprachen.
Was macht Nietzsche als Autor so unwiderstehlich?
Nietzsche hat das Unwiderstehliche selbst benannt, als er sich einmal als einen »Don Juan der Erkenntnis« bezeichnete. Tatsächlich, das ist er: ein Versuch und eine Versuchung. Mit Nietzsche geht man auf Entdeckungsfahrt und blickt aus neuen Augen auf die Welt. Bei Nietzsche merkt man, dass Erkennen etwas mit Lieben zu tun hat. Allerdings muss es nicht gleich die ewige Wiederkehr sein
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .