In Niemandsland geht es um die wirklich finsteren Orte im Shadowrununiversum: die toxischen Zonen, die Wüsten, das Ewige Eis in Nord und Süd, das Weltall und die Ozeane.
Das Kapitel über toxische Zonen reißt mich nicht vom Hocker, ist aber ganz interessant. Ich finde es ein bisschen zu sehr magieorientiert. Aber wenn man seine Runner mal in eine endzeitliche Gegend hetzen will, dann findet sich hier ein reichhaltiges Angebot, egal ob nukleare Verseuchung, Umweltverschmutzung, rachsüchtige Natur oder Entmenschlichung. Die Wüsten sind für jeden Liebhaber der Wüstenkriege ein gefundenes Fressen. Söldneraction in Shadowrun, ohne dass die Magie zu stark reinfunkt, das findet man hier. Im Ewigen Eis findet man auch eine hübsch lebensfeindliche Umgebung. Wem frieren schon in Seattle die Cybergliedmaßen ein ;-) Mein Lieblingskapitel ist auf jeden Fall das Weltall. Welche Stationen fliegen da rum, was treiben die Kons da oben, wen gibt es da noch. Und zu guter Letzt kommt dann noch ein Kapitel über die Ozeane und die großen Stationen in selbigen.
Im Anschluss gibt es dann ein Kapitel mit Spielleiterinfos und Regeln. Wie reagiert mein Runner auf Dekompression, Strahlung und Gift. Mutationen. Schneemobile. Was man halt so braucht. Außerdem findet man hier Anregungen, wie man seine Runner überhaupt in dieses Gebiet bekommt.
Insgesamt finde ich das Quellenbuch sehr gelungen. Ein wirklich schönes Quellenbuch. Man schlägt es auf, beginnt so schmökern und die Abenteuerideen sprudeln nur so hervor. Es macht Shadowrun deutlich reichhaltiger und führt mal ein bisschen weg von den ewigen Runs im Sprawl.
Der einzige Haken an der Sache: das Buch strotzt vor Rechschreibfehlern. Man kanns verkraften, aber schön ist das nicht.