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Prior, ein Arbeitersohn, der sich zum Offizier emporgearbeitet hat, leidet jedoch nicht nur unter dem Fehlen seiner Sprachgewalt, vielmehr zermürben ihn Albträume, aber vor allem die Tatsache, daß er "schon viele unschöne Erlebnisse" hatte, wobei das letzte ihn nicht weiter angehen hätte sollen als alle vorigen, doch wegen eine "Kleinigkeit", wie er es sieht, stürzt er ab und wird "verrückt". Rivers wird ihn davon überzeugen, daß es nicht das Kriegserlebnis selbst war, das Prior aus der Bahn warf, sondern die Summe aller "unschönen Erlebnisse".
Pat Barker hat ein sehr sensitives Händchen für die Zusammenhänge, die sich in Männern abspielen, wenn sie mentalen Schiffbruch erleiden. Die Zusammenkünfte in Rivers' Arbeitszimmer gestalten sich geradezu modern, was die Fragen einer psychotherapeutischen Sitzung anbelangt. Und auch Priors Reaktionen sind einfach nur normal menschlich vor diesem Hintergrund: ich bin ein Mann, weshalb scheitere ich hier?
Allein dafür gebührt der Autorin ein großes Lob. Sie versteht es den Menschen in seiner Furcht so darzustellen, daß der Leser seine Nöte erkennen und auch verstehen kann. Gleichfalls aber dringt sie selbst nicht so sehr in die Persönlichkeiten ihrer handelnden Figuren ein, daß sie wie ein auktorilaer Schreiber gleich alles wüßte.
Der Leser bleibt befangen wie etwa ein Angehöriger: man sieht sehr wohl den subtilen Schmerz des Kranken, und man möchte helfen, kann es aber einfach nicht.
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