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Niemandsland: Roman [Gebundene Ausgabe]

Pat Barker , Matthias Fienbork
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

8. Februar 1997
Juli 1917: Siegfried Sassoon, ein begabter junger Poet und Frontkämpfer, richtet an das englische Parlament einen Aufruf, den sinnlos gewordenen Krieg zu beenden. Doch statt ihn daraufhin vor das Kriegsgericht zu stellen, erklärt man Sassoon, um die Sache geheimzuhalten, für verrückt. In einem schottischen Krankenhaus trifft er auf Männer, die zum Teil noch schlimmer traumatisiert sind als er, die nicht fertig werden mit ihren furchtbaren Erlebnissen. »Unerhört eindrucksvoll der kunstvolle Wechsel von lyrischen Tönen zu schreckenerregenden Bildern.« Aus der Begründung für die Verleihung des Booker-Preises 1995.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 328 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser; Auflage: 2 (8. Februar 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446189211
  • ISBN-13: 978-3446189218
  • Größe und/oder Gewicht: 20,9 x 13,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 247.702 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Unerhört eindrucksvoll der kunstvolle Wechsel von lyrischen Tönen zu schreckenerregenden Bildern." (Aus der Begründung für die Verleihung des Booker-Preises 1995)

Der Verlag über das Buch

Juli 1917: Siegfried Sassoon, ein begabter junger Poet und Frontkämpfer, richtet an das englische Parlament einen Aufruf, den sinnlos gewordenen Krieg zu beenden. Doch statt ihn daraufhin vor das Kriegsgericht zu stellen, erklärt man Sassoon, um die Sache geheimzuhalten, für verrückt. In einem schottischen Krankenhaus trifft er auf Männer, die zum Teil noch schlimmer traumatisiert sind als er, die nicht fertig werden mit ihren furchtbaren Erlebnissen. »Unerhört eindrucksvoll der kunstvolle Wechsel von lyrischen Tönen zu schreckenerregenden Bildern.« Aus der Begründung für die Verleihung des Booker-Preises 1995.

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Kundenrezensionen

4.2 von 5 Sternen
4.2 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ein Buch, das einen ganz anderen Blick auf den ersten Weltkrieg gewährt. Es werden Männer vorgestellt, die versuchen, Abseits vom Schlachtfeld, die Bilder aus den Schützengräben zu verarbeiten. Doch dabei geht es nicht nur um die reine Verarbeitung des erlebten, sondern vielmehr auch der Umgang mit der eigenen "Schwäche", dem eigenen "Versagen". Der Roman gibt also auch ein interessantes Bild der Gesellschaftsnormen der damaligen Zeit, auch in Hinsicht auf die verschiedenen Klassen im damaligen Großbritannien. Zu Beginn des Buches fällt es etwas schwer die vielen Namen auseinanderzuhalten, zumal nur die Nachnamen genannt werden. Doch dies soll sicherlich auch den militärischen Drill verdeutlichen, der in der militäischen Heilanstalt herrschte. Ein Werk, dass auch für Leute, die nicht an "Kriegsromanen" interessiert sind, Unterhaltung bieten sollte.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Subtilschmerz 18. Juni 2004
Format:Taschenbuch
Billy Prior, "nur" wegen eines weiteren in den den Schützengräben erlebten Schocks der Sprache verlustig, trifft im schottischen Sanatorium Craiglockhart auf seinen Therapeuten Rivers, der ihm die Sprache zurückgeben wird. Wie so vieles in diesem Buch ist auch dies nicht plakativ aufgebaut, sondern geschieht beinahe nebenher - ebenso wie die Insassen des Sanatoriums quasi "nebenher" ihre Gebrechen und Krankheiten erhielten: Granatschock, Unruhe, ständiges Erbrechen, wahnhaftes Stottern und eben auch Sprachverlust.

Prior, ein Arbeitersohn, der sich zum Offizier emporgearbeitet hat, leidet jedoch nicht nur unter dem Fehlen seiner Sprachgewalt, vielmehr zermürben ihn Albträume, aber vor allem die Tatsache, daß er "schon viele unschöne Erlebnisse" hatte, wobei das letzte ihn nicht weiter angehen hätte sollen als alle vorigen, doch wegen eine "Kleinigkeit", wie er es sieht, stürzt er ab und wird "verrückt". Rivers wird ihn davon überzeugen, daß es nicht das Kriegserlebnis selbst war, das Prior aus der Bahn warf, sondern die Summe aller "unschönen Erlebnisse".

Pat Barker hat ein sehr sensitives Händchen für die Zusammenhänge, die sich in Männern abspielen, wenn sie mentalen Schiffbruch erleiden. Die Zusammenkünfte in Rivers' Arbeitszimmer gestalten sich geradezu modern, was die Fragen einer psychotherapeutischen Sitzung anbelangt. Und auch Priors Reaktionen sind einfach nur normal menschlich vor diesem Hintergrund: ich bin ein Mann, weshalb scheitere ich hier?

Allein dafür gebührt der Autorin ein großes Lob. Sie versteht es den Menschen in seiner Furcht so darzustellen, daß der Leser seine Nöte erkennen und auch verstehen kann. Gleichfalls aber dringt sie selbst nicht so sehr in die Persönlichkeiten ihrer handelnden Figuren ein, daß sie wie ein auktorilaer Schreiber gleich alles wüßte.

Der Leser bleibt befangen wie etwa ein Angehöriger: man sieht sehr wohl den subtilen Schmerz des Kranken, und man möchte helfen, kann es aber einfach nicht.

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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Arzt in Gewissenskonflikten 20. Mai 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Das Grauen des ersten Weltkriegs wird hier nicht anhand blutiger Szenarien, sondern anhand des Seelenzustands junger Soldaten dargestellt. Dr. Rivers, der behandelnde Psychiater, weiß, dass er die jungen Männer nur heilt, um sie wieder an die Front zu schicken. Interessant an diesem Roman ist die gekonnte Verknüpfung von historischen Fakten und Fiktion. Weniger gut fand ich, dass es keine richtigen Personen gab, mit denen man sich hätte identifizieren können. Die Figuren bleiben distanziert und daher wenig greifbar.
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