Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Original - fantastisch im besten Sinne, 21. Februar 2007
Unter London existiert eine Parallelwelt mythischer Gestalten: Am Earl's Court residiert ein echter Earl, der Engel Islington ist eben dort in einer geheimnisvollen Kammer gefangen, die Grauen Brüder unterziehen am Grey Friars Durchreisende ihren geheimnisvollen Prüfungen, verführerische Vampir-Ladies lauern in dunklen Gängen, und durch die ganze Szenerie streichen die gewaltbereiten, sadistischen Killer Valdemar und Croup. In diese bizarre Welt gerät ein Mensch unserer Zeit wie einst Alice ins Wunderland und das, weil er einem verletztem Mädchen helfen wollte. Ihn begleitet immer wieder eine kampflustige Verbündete und ein distinguierter Herr im Mantel - Hunter und der Marquis von Carabas.
Kommt Ihnen davon etwas bekannt vor? Eventuell ja, wenn Sie von Marzis "Lycidas" gehört oder das Buch gelesen haben.
Aber: dies hier ist das Original. Und ungleich besser.
Das Mädchen Door besitzt die Fähigkeit (ist sie gar ein "Trickster"...? Kommt Ihnen das auch bekannt vor?) Türen zu öffnen ohne Schlüssel, ja sogar Türen zu schaffen, wenn man einen Weg braucht. Auf eben diese Fähigkeit ist jemand ganz versessen und dieser jemand hetzt Door und ihrem neuen Freund Richard aus "Normal-London" Valdemar und Croup auf den Hals. Eine wilde Reise, nicht nur durch die Nacht, sondern durch die fantastische Welt des "London below" beginnt.
Neil Gaiman schuf diese Welt ebenfalls durch eine Inspiration, doch er schuf sie mit einer Vollendung und einem Ideenreichtum, das nicht aus Versatzstücken anderer Bücher und Geschichten besteht. Vergleichbar mit Lewis Carroll nimmt Gaiman Fantasien des kollektiven Bewusstseins und setzt sie in Figuren und Orte um, das aber auf eine ebenso skurril, märchenhafte und humorvolle Art wie einst das Wunderland.
So ist es Hunters größtes Ziel, die Bestie einer jeden Stadt zu erlegen: in New York überwältigte sie den großen Alligator (Bezug: die "Urban Legend", dass in New Yorks Abwasserkanälen Alligatoren leben würden), in Berlin erschlug sie natürlich den Bär. Jetzt will sie "The Great Beast of London" bezwingen - eine Umschreibung der Stadt selbst.
Der Marquis of Carabas trägt sein Leben sicherheitshalber in einer Schachtel herum - man weiß ja nie. Und Richard erfährt durch die Grey Friars, dass Aufgeben manchmal siegen sein kann.
Ein fantastisches (in jedem Wortsinn) Kult-Werk, das in Deutschland leider weitaus weniger bekannt wurde als im englischsprachigen Raum, wo auch der Autor Kult-Status besitzt.
Tip: Originale sind meist besser als die Trittbrettfahrer.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
~~~Dunkle, alptraumhafte Fantasiewelt~~~, 12. September 1999
Von Ein Kunde
Richard Mayhew ist gelangweilt mit seinem Leben, das nicht so läuft, wie er es sich erhofft hat. Eines Tages findet er auf der Straße ein verwundetes Mädchen und nimmt es mit nach Hause um es gesund zu pflegen. Vielleicht hätte Richard das Mädchen nicht so bereitwillig aufgenommen, wenn er geahnt hätte, worauf er sich da einläßt. Von dem Mädchen erfährt er von einer Untergrundwelt, die unter den Straßen von London in den verlassenen U-Bahnstationen und Kanälen existiert, und die sich bewußt von der Oberwelt distanziert hat. Dieses Wissen könnte seinen Tod bedeuten...NIEMALSLAND entführt den Leser in ein alptraumhaftes aber faszinierendes Szenario. Die Story hat durchaus ihre lustigen Momente, aber der Hauptton der Geschichte erfüllt den Leser eher mit einem leisen Grauen. Die Figuren der Ober- und Unterwelt sind sehr glaubhaft gezeichnet. Neil Gaiman, der sonst eher für seine Graphic Novels (SANDMAN Serie) bekannt ist, hat mit NIEMALSLAND einen packenden Thriller geschrieben, der besonders alle Fans der etwas dunkleren Fantasy ein Genuß sein sollte! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein phantastischer Trip, 8. August 1999
Von Ein Kunde
Der Name Neil Gaiman wird sicherlich dem ein oder andern bekannt vorkommen. Er ist der Verfasser der Sandman-Comics und auch der Co-Autor von Terry Prattchet beim dem Buch "Ein gutes Omen". Aber Neil Gaiman ist auch anderweitig aktiv. Zum Beispiel als Drehbuchautor der Fernsehserie "Neverwhere". Leider ist die von der BBC produzierte Serie bisher nur in England gelaufen, leider nicht mit dem gewünschten Erfolg. Man muß jedoch nicht traurig sein, da Neil Gaiman die Serie noch einmal in Buchform aufbereitet hat "Niemalsland" hätte von mir aus doppelt so dick sein können. Zum Schluß war ich richtig enttäuscht, das es schon zu Ende wahr. Gaiman hat es vollbracht, eine wunderbare Mixtur von Horror, Humor und Phantasie zu schaffen. Es ist wirklich schon ein phantastischer Trip nach Unter-London, in eine Welt angefüllt mit Ungeheuern, vampirähnlichen Wesen und einem Engel. Ich habe das Buch sehr genossen. Gaiman hat einen lockeren, jedoch sehr interessanten Schreibstil. Die Charaktere sind glaubhaft und trotz ihrer teilweisen Fremdartigkeit konnte ich mich gut mit ihnen identifizieren. Man kann nur hoffen, daß die BBC und Gaiman wieder einmal zusammen arbeiten, um vielleicht eine Fortsetzung zu "Neverwhere" zu schaffen. FAZIT: Empfehlenswert, und das mit drei Ausrufezeichen. "Niemalsland" ist das Buch für jede Gelegenheit. Wenn euch also das Buch einmal unterkommt und ich konnte mit dieser Rezension etwas Interesse wecken, dann gibt es nur eines: Zugreifen!
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