ist, glaubt man dem Rhetorik-Provo Bredemeier, alles erlaubt. Die schlauen, aber auch so manche fiese Tricks der Schlagfertigkeit werden hier durchaus amüsant und unterhaltsam vorgeführt. Wendet man das alles richtig an, so wird man, wie versprochen, vermutlich nie wieder sprachlos sein. Ob man damit in einer Zeit, in der Rhetorik immer mehr eine integrative, moderierende Bedeutung bekommt, auch erfolgreich ist, sei dahingestellt. Irgendwie ist das alles schon wieder ein bisschen überholt. Sozusagen ausgehendes 20. Jahrhundert.
Klugerweise hat Bredemeier das Hörbuch von einem Schauspieler (ausgezeichnet: Eberhard Busch) vortragen lassen. Gut, wenn man seine eigenen Grenzen kennt. Sprachlos macht jedoch, dass ein so von sich selbst überzeugter Sprach-Fex nicht zwischen "Wörtern" und "Worten" zu unterscheiden weiß: So wimmelt es vor (allesamt falschen) "Schlagworten", "Vorworten", "Stichworten", und "zwei Worte" sollten gerade für einen Rhetoriker immer noch "zwei Wörter" sein.