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Verdächtige gibt es viele: Wolff, Eugenies letzter Liebhaber, ihr nichtsnutziger Bruder, Gideons langjähriger Mentor (der den Kontakt zu Eugenie aufrechterhielt, nachdem sie Mann und Sohn verließ) sowie ein Herr mit vielerlei Namen, der zurzeit des Todes von Sonia bei der Familie in Untermiete wohnte. Sogar Richard Davies, der Exmann der Toten, steht unter Verdacht. Es ist aber Gideons' Suche nach der Vergangenheit seiner Familie, die die Ereignisse dieser Geschichte in Gang setzt. Seine eigene Lebensbeschreibung verläuft parallel, jedoch zeitversetzt, zur Erzählerstimme der Autorin. So entdeckt der Leser nach und nach, was passiert, wenn die Wahrheit verdeckt und die natürlichen Instinkte eines Kindes sublimiert werden.
Nie sollst du vergessen ist gewaltig (ca. 740 Seiten), und der Leser wird in dieser komplexen Handlung unschwer einige Fehler entdecken. Die parallelen Erzählerstimmen zwingen einen dazu, besonders langsam zu lesen; das Motiv hinter dem Mord und zwei Beinah-Morden wird unerklärlicherweise übertüncht; und viele hartnäckige Lynley/Havers-Fans werden sich am Ende immer noch fragen, was denn nun tatsächlich in Sonias Badezimmer passiert ist. Elizabeth George dirigiert das Familiengeheimnis-Thema dennoch wie ein Maestro, und mindestens eine der zweitrangigen Figuren -- Katja Wolffs schöne Liebhaberin Yasmine Edwards -- könnte zu einem neuen Star der Serie aufsteigen. Fans der Autorin werden diesem elften Beitrag zur Serie zweifellos stürmischen Beifall zollen. --Barrie Trinkle -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Umso größer war meine Überraschung, als die Geschichte nach etwa 50 Seiten so richtig ins rollen kam, und ich das Buch gar nicht mehr weglegen wollte. Ähnlich wie bei "Asche zu Asche" bilden Tagebuchaufzeichnungen einen großen Teil des Buches. Gideon, ein junger Violinvirtuose, kann von einem Tag zum anderen nicht mehr spielen und seine Psychologin rät ihm, alles aufzuschreiben, was ihm einfällt, in der Hoffnung, den Grund für die Blockade zu finden. So erfährt der Leser von Gideons Kindheit, die schon früh von seinem Talent geprägt war. Was es für eine Familie bedeutet, ein Wunderkind zu haben, wird hier recht anschaulich und meines Erachtens glaubwürdig dargestellt.
Parallel zu Gideons Erinnerungen ermitteln Havers und Lynley in einem Fall von Fahrerflucht, der sich als Mord entpuppt. Dem folgt bald auch ein zweiter und die Anzeichen häufen sich, daß der Grund dafür in der Vergangenheit von Gideons Familie zu suchen ist.
Havers und Lynley agieren in diesem Buch hauptsächlich als Polizisten und weniger als Privatpersonen. Dafür erfährt man eine Menge über Superintendent Webberly, den Vorgesetzten der beiden, und auch Winston Nkata ist wieder aktiv an den Ermittlungen beteiligt.
Fazit: Wer die Krimis von Elizabeth George hauptsächlich wegen der beiden Hauptpersonen liest, wird von diesem Buch vermutlich etwas enttäuscht sein. Als Krimi mit psychologischen Untertönen aber, ist "Nie sollst Du vergessen" sehr gut gelungen, wenn auch vielleicht auch ein paar Seiten zu lang.
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