Kurzfassung: Das Tagebuch eines Provinzjournalisten, der sein Glück in der deutschen Hauptsstadt sucht.
Unterhaltsamer kann man sich kaum ein knappes Jahr deutsche Zeitgeschichte erzählen lassen. Baroth schreibt locker auf und man fragt sich warum man das alles überhaupt wissen möchte und ertappt sich dabei, das man sich bereits auf die nächste freie Lesestunde freut.
Amüsant und wirklich komisch ist die eingebildete Angst des Ich-Erzählers vor der Geldvernichtungsmaschine Ernährung. Er pilgert von Pressekonferenz zu Pressekonferenz und wählt die Veranstaltungen nur noch nach Bestückung der kalten Platten aus.
Zwischendurch schlägt er sich mit diversen Provinzartikeln durch, die er aus der Berliner Tagespresse nur leicht verändert kopiert. Und er hat regelmäßigen Mittagspausensex mit der örtlichen Bäckereifachverkäuferin mit Ostvergangenheit und einem strammen Turnerpo. Herrlich.