... so hieß der Titel zu dem dieses Konzert, live in einem Berliner Planetarium, während eines dortigen Kultur-Festivals 88 eingespielt worden ist. Das Konzert wurde dabei mit riesigen Bildern von der Steinwüste des Mondes untermalt. Und wenn ich nun heute die Aufnahmen dieser eher ruhigen Song-Collagen höre, die aus langsamen bis schneller werdenden Schlagzeugschlägen, ruhigen Keyboardtönen und dahinschwabenden, wavigen Gitarren und nicht zuletzt aus Nicos tiefem Gesang besteht, dann bereue ich, dass ich nicht dort habe sein können. Es muss eine wahrlich tolle bis magische Atmosphäre gegeben haben. Ich nehme an, dass die ehemalige "Moon goddess" von Andy Warhol hierbei voll und ganz in ihrem Element war. Zu Wüsten besaß sie ja einen sehr persönlichen Zugang. Und wahrscheinlich hat sie sich nirgends so gut aufgehoben gefühlt, wie wenn sie vor Leuten performen konnte, die ihre Musik zu schätzen wussten ...
Aber immerhin gibt es ja noch diese Live-Aufnahmen, die ich persönlich aufgrund oben beschriebener Charakteristika, besonders gern gen Abend höre. Sie unterscheiden sich auch stark von den vielen anderen Live-CDs die es mittlerweile von Nico zu kaufen gibt. Einmal sicherlich wegen des neuen Stils, da sie hier quasi ganz "frische" Songs präsentierte, die noch nicht ausgearbeitet waren. Diese Lieder wollte sie später noch auf einem neuen Album veröffentlichen (dass es in einer von ihr gewollten und somit autorisierten Form nicht mehr gab, da sie ja kurze Zeit später starb). Zum anderen auch weil es einfach sehr gelungene Live-Aufnahmen mit ihrer in Hochform seienden Band "The Faction" sind.