Nick (Michael Cera - Juno, Superbad) ist ein typisch problembeladener Teenager. Er trauert seiner ExFreundin Tris hinterher, für die er noch immer verzweifelt CD-Mixe brennt, spielt mit ein paar schwulen Freunden in einer Emo-Punk-Band, die sich nicht entscheiden können ob sie lieber "Jerk offs" oder "Shit Sandwiches" heissen wollen und fährt eine rostige Klapperkiste, die die Bezeichnung Auto beim besten Willen nicht verdient.
Norah (Kat Dennings - Charlie Bartlett, Jungfrau (40), männlich, sucht...) ist eine Bekannte von Tris und stibitzt die ungehört weggeworfenen CD-Mixe wieder aus dem Müll, um dann von diesem unbekannten Jungen zu träumen, der solch einen tollen Musikgeschmack hat.
Auf einem Konzert seiner Band laufen sie sich das erste mal über den Weg, ohne zu wissen, wer der andere ist. Doch sie muss sich um eine betrunkene Freundin kümmern und ihm geht nach wie vor nur Tris durch den Kopf. So wird das nichts mit der Liebe auf den ersten Blick. Dafür versuchen seine Kumpel Armor zu spielen und da sie ohnehin auf das Konzert ihrer beider Lieblingsband wollen, dass im Laufe der Nacht an einem geheimen Ort stattfinden soll, kommen sie auch nicht wieder so einfach voneinander los. So beginnt eine wilde Reise durch New Yorker Musik Clubs, bei denen man Ex-Partnern über den Weg läuft, einen schwulen Jesus trifft, sich ausführlich streitet und letztlich natürlich näher kommt.
Das allein mag noch nicht sonderlich aufregend klingen, aber es stimmen die Zutaten, so dass dabei ein wirklich guter Film bei rauskommt. Beide Hauptdarsteller sind hinreißend und zwischen ihnen stimmt die Chemie. Zudem sind auch die Nebenrollen durchweg charismatisch besetzt. Der Film ist vollgestopft mit Independent-Rock und die Liebesgeschichte wirkt glaubhaft, da sie sich Zeit lässt sich zu entwickeln und dabei auf die kleinen feinen Gesten setzt. Es ist durchaus angenehm, zur Abwechslung mal einen Film über Jugendliche, Musik und Liebe zu sehen, der kein alberner "Saufen und Party"-Teenyfilm ist. Den kann man auch noch gucken, wenn man dem Alter der Darsteller schon ein wenig entwachsen ist.