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Der musikalische Fürst der Finsternis gibt sich und seinen Fans eine Überdosis Partisanenblues.
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Wir reisen zurück in jene Zeit, als der stets korrekt gekleidete Düstermann Nick Cave Klassiker in den Abgrund riss wie eine untote Moorleiche ahnungslose Wanderer. Unter den Opfern: In the Ghetto",Sunny" oder Fever". Die armen Songs. Die glücklichen Songs. Uli Schueppels schwarzweiße 1989er Doku The Road to God knows where" ist deutlich von Pennebakers Don't look back" beeinflusst und bietet einen tristen Einblick ins monotone Leben auf Tour. Danach will man kein Rockstar mehr werden. Dafür um so mehr, wenn man sich dem morbiden Glamour des schlampigschönen Amsterdamer Konzertes von 1992 aussetzt. Der sich entäußernde Fürst der Finsternis im blutroten Licht: auratischer kann ein Untergrundstar nicht werden. Störend: Jeden Songtitel schreibt eine Hand in einem Zwischenschnitt auf eine weiße Fläche. Was allerdings charmant ins Witzige gewendet wird, als es technische Probleme bei Deanna" gibt und die Hand den Songtitel ärgerlich durchstreicht. Alles wurde fein remastert, das Konzert auf 5.1 gehievt (wobei Mono besser gepasst hätte ...). Und auf DVD 1 finden wir auch noch Schueppels Doku über die Proben zum Soundtrack-Beitrag für Wenders' Bis ans Ende der Welt" sowie einen Super-8-Dreiminüter. Schaurigschöne Zeitreise. (mw)
Kurzbeschreibung
"Road To God Knows Where" Starring Nick Cave, Mick Harvey, Blixa Bargeld, Thomas Wydler, Kid Congo Powers, Roland Wolf, a.o. "Live At paradise" Tracklisting: 01 Intro 02 The Mercy Seat 03 Jack The Ripper 04 The Ship Song 05 Tupelo 06 Deanna 07 The Good Son 08 The Carny 09 Papa Won't Leave You, Henry 10 The Weeping Song 11 In The Ghetto 12 From Her To Eternity 13 New Morning