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Nichts was uns schützt
 
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Nichts was uns schützt [Gebundene Ausgabe]

Olivier Adam , Oliver Ilan Schulz
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 1., Aufl. (März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3608936068
  • ISBN-13: 978-3608936063
  • Originaltitel: A l'abri de rien
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 575.125 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Olivier Adam
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Bedrückende, dunkle, aber ungeheuer substanzhaltige, großartige Literatur." --literature.de, März 12, 2009

»ein leises, aber wütendes Buch ...« --Der Spiegel, 2.6.2009

»Olivier Adam gilt als Experte der Banlieues. So einfühlsam und poetisch wie er erzählt keiner vom Leben am Rand.« --emotion, 04/2009

»Adam macht das Normale fremd und das Sichere unsicher.« --Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 07.08.2009

»Olivier Adam ist ein starker Roman über die Grenzen der Selbstlosigkeit und die Ohnmacht des Einzelnen angesichts einer ungerechten Welt gelungen.« --Berner Zeitung, 23.06.2009

»Ein Roman über eine Frau, die sich für Flüchtlinge engagiert - und dabei ihre eigene Familie vergisst Der 35-jährige Romancier Olivier Adam gilt in Frankreich als Chronist des Lebens in den Vorstädten. "Nichts was uns schützt" erzählt - aus Sicht einer Frau - die Geschichte eines seelischen Durcheinanders.« --DeutschlandFunk, 4.8.2009, dradio.de

literature.de - Das Literaturportal, 12.03.09

In seiner typisch einfachen, aber wunderschönen Diktion - schnörkellos-karge, klare, von Zeit zu Zeit stakkatoartige Sätze ohne Punkt und Komma, in beinahe puristischem Stil - skizziert Olivier Adam seine Figuren. Eine simple Linie, ein Strich genügt zur Beschreibung einer Situation von ungeheurer Dramatik. Diese feinfühligen, intelligenten, doch niemals "pathosgetränkten Bilder" und rührseligen Dramatisierungen der seelischen Disharmonien Maries, die nahe am Wahnsinn gelagert sind ("Ich fühlte mich alleine und verloren, von innen durchgefroren, völlig, unterkühlt") oder aber der zeitweise brutalen, düsteren Skizzierung der Flüchtlingsleben, wechseln sich mit Passagen atmosphärisch dichter Landschaftsbeschreibungen, der rauen, aber eindrucksvollen Küste ab. So entstehen vor dem inneren Auge des Lesers Bilder, Porträts und Landschaften, die man fast atmen und schmecken kann. Und immer wieder das Meer als zentrales Element, als Magnet im Roman: "ein Gefühl des Verlorenseins. Des Versinkens. Eine Sintflut. Das Ende der Welt."[...] Erneut legt der vielversprechende junge französische Autor ein Buch über die Schwächsten vor, Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen und die die Härte des Lebens besonders schwer trifft. Bedrückende, dunkle, aber ungeheuer substanzhaltige, großartige Literatur.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die kümmerlichen Regungen des Lebens, 15. März 2009
Von 
Heike Geilen (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Nichts was uns schützt (Gebundene Ausgabe)
Tragödien aller Art bestimmen zunehmend die Berichterstattung der Medien und damit unseren Alltag. So konnte man in den letzten Monaten immer wieder Artikel über den "Dschungel von Calais" lesen. Hier auf der französischen Seite des Ärmelkanals, wo das verlockende England nur 30 km entfernt liegt, strömen sie zusammen - Auswanderer aus der Armut, Flüchtlinge vor Krieg und Elend, Hoffnungsvolle, die ein besseres Leben in Europa suchen: Pakistanis, Afghanen, Kurden, Afrikaner, teilweise noch halbe Kinder, die bereits wochen- und monatelange Strapazen hinter sich haben, misstrauisch und hager sind. Wer sich auf einen Lastwagen schmuggeln will, muss eine nicht unerhebliche Summe Geld an einen Schlepper zahlen, der wiederum die Lastwagenfahrer besticht.

Aber die Grenze ist eine der am besten gesicherten in Europa. Der Hafen von Calais ist mit seinen 2,50 Meter hohen Stacheldraht- und Elektrozäunen und zahlreichen Kameras kaum noch erreichbar. Die Lastwagen werden mit hochsensiblen Geräten überprüft, die Herzschläge entdecken oder den CO2-Gehalt messen, der menschlichen Atem verrät.

Diesem Thema hat sich der vielfach preisgekrönte französische Schriftsteller Olivier Adam, der bereits mit "Am Ende des Winters" den Prix Goncourt für Jugendliteratur erhielt und mit seinem Debüt in der zeitgenössischen Belletristik, seinem letzten poetisch, starken Text "Klippen" 2005 auf der Liste der vier Finalisten stand, in seinem neuestes Buch angenommen.

Als fragiles, bindendes Glied zwischen den Migranten und der immer wieder brutal agierenden französischen Polizei hat Adam die zerbrechliche Marie, eine psychisch labile, junge Frau, gesetzt. Durch Zufall wird sie eines Tages auf ein Flüchtlingslager aufmerksam und schließt sich als freiwillige Helferin an. Indem sie Essen und Kleidung an die illegal Eingereisten austeilt, findet die bis dato ziel- und antriebslos in den Tag hinein lebende, depressive Hausfrau Halt und so etwas wie innere Bestätigung und einen Lebenssinn. Doch zunehmend verliert sie in der Hilfe für diese Gestrandeten die Kontrolle über sich und vernachlässigt ihre Familie (ein Ehemann und zwei Kinder) mehr und mehr.

Wie schon in seinem letzten Roman "Klippen" berichtet ein Ich-Erzähler - hier in Gestalt der Protagonistin Marie - in einem lückenhaften Fluss der Erinnerungen von seinen Gedanken, Erlebnissen und Empfindungen.

In seiner typisch einfachen, aber wunderschönen Diktion - schnörkellos-karge, klare, von Zeit zu Zeit stakkatoartige Sätze ohne Punkt und Komma, in beinahe puristischem Stil - skizziert Olivier Adam seine Figuren. Eine simple Linie, ein Strich genügt zur Beschreibung einer Situation von ungeheurer Dramatik. Diese feinfühligen, intelligenten, doch niemals "pathosgetränkten Bilder" und rührseligen Dramatisierungen der seelischen Disharmonien Maries, die nahe am Wahnsinn gelagert sind oder aber der zeitweise brutalen, düsteren Skizzierung der Flüchtlingsleben, wechseln sich mit Passagen atmosphärisch dichter Landschaftsbeschreibungen, der rauen, aber eindrucksvollen Küste ab.

So entstehen vor dem inneren Auge des Lesers Bilder, Porträts und Landschaften, die man fast atmen und schmecken kann. Und immer wieder das Meer als zentrales Element, als Magnet im Roman: "ein Gefühl des Verlorenseins. Des Versinkens. Eine Sintflut. Das Ende der Welt."

Oliver Ilan Schulz wiederum ist es mit seiner Übersetzung aus dem Französischen großartig gelungen, diese beinahe visuelle, ungeheuer eindrucksvolle und nachhaltige Sprache des Autors dem deutschsprachigen Publikum ohne Verlust zugängig zu machen.

Fazit:

Gewalt, Depression, Migration, Hilfe, Verzweiflung und Desillusionierung sind die Themen in Olivier Adams neuem Roman "Nichts was uns schützt". Erneut legt der vielversprechende junge französische Autor ein Buch über die Schwächsten vor, Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen und die die Härte des Lebens besonders schwer trifft.

Bedrückende, dunkle, aber ungeheuer substanzhaltige, großartige Literatur.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Eine Frau zerbricht an ihrer Aufopferung für Flüchtlinge, 1. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Nichts was uns schützt (Gebundene Ausgabe)
In "Nichts was uns schützt" gelingen dem französischen Autor Olivier Adam gleich mehrere Kunstgriffe. Der in einem Pariser Banlieue geborene Autor bettet das für Europa hoch brisante Thema der Flüchtlinge ausgerechnet in jenes Milieu ein, das naturgemäß am stärksten gegen Flüchtlinge arbeitet.

Es sind Figuren aus der Arbeiterschicht, die sich in der ökonomisch schwachen Region aufopfernd um sie kümmern und noch von dem Wenigen, das sie besitzen, etwas abgeben. In der Reaktion der Gesellschaft auf diese Art der Aufopferung macht Adam schließlich klar, dass sich die Frage nach richtig oder falsch gelebter Nächstenliebe nicht am persönlichen moralischen Verständnis entscheidet, sondern an der politisch vorgegebenen Gesellschaftsmoral - eine kleine Geschichte zu einem großen Thema.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Trostlose Kunst, 8. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Nichts was uns schützt (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch was mich mit sehr ambivalenten Gefühlen zurücklässt - erinnert etwas an Kumpfmüllers Durst. Wie bei Kumpfmüller geht es auch bei Oliver Adam um eine Frau, welche mit ihrer Familienrolle (Hausfrau, 2 Kinder) überfordert ist. Das Buch ist in der Ich-Form dieser Frau erzählt und der Autor versteht es zumindest am Anfang gut, dass man die extremen Emotionen dieser Frau nachvollziehen kann. Irgendwann hat mich diese extreme Selbstbezogenheit und dieses Selbstmitleid dieser Frau doch nur noch abgestoßen und ich wollte auch keine Sympathie mehr für ihr handeln (insbesondere im Umgang mit ihren Kindern) aufbringen. Der Roman schafft es sicher zu emotionalisieren, aber strahlt eine solche Hoffnungslosigkeit aus, welche mir nicht gefällt.
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