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Nichts von euch auf Erden: Roman Gebundene Ausgabe – 25. Februar 2013


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 4 (25. Februar 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446241272
  • ISBN-13: 978-3446241275
  • Größe und/oder Gewicht: 15,3 x 3,7 x 22,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 138.838 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Reinhard Jirgl, geboren 1953 in Berlin, lebt dort als freier Schriftsteller. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Alfred-Döblin-Preis, den Marburger Literaturpreis, den Joseph-Breitbach-Preis, den Stadtschreiber-Preis von Bergen und den Georg Büchner-Preis 2010.

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Kundenrezensionen

2.4 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von M. Lehmann-Pape am 3. Mai 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Auf der einen Seite verlegt Reinhard Jirgl die Handlung seines Romans in eine (noch) entfernte Zukunft, auf der andern Seite aber sind es aber durchaus aktuelle Themen des „gesellschaftlichen Seins“ (Gier, Lethargie der Masse, Experimente am Genmaterial, Aggressivität dem „Fremden“ gegenüber), welche Jirgl pointiert und logisch weiter entwickelt vorlegt, anderseits bereits mehrfach geschehene historische Prozesse (die britannische „Auslagerung“ unerwünschter Elemente nach Australien, der Exodus ganzer Volksgruppen nach Amerika in der Kolonialzeit), die sich wie eine Blaupause durch den Roman ziehen.

Energiemangel, Ressourcenerschöpfung, kapitalistische Gier, all dies führte, eigentlich wie gewohnt bei der Gattung Mensch, zum Einsatz von Truppen, zum Krieg aus Hunger, zur Zerstörung an der Wende vom 21. zum 22. Jahrhundert der Zeitrechnung im Buch (wobei „21. Jh.“ die Jahre ab 2100 bezeichnet usw.).

„Mensch aber wäre nicht-Mensch wüßt er sich nicht immer zu trösten“.

Von der Erde hinweg wird die Lösung der Probleme gesucht, zunächst Kolonien auf dem Mond eingerichtet, später dann Expeditionen und Auswanderung zum Mars gestartet.

Die Erde selbst verbleibt „in Stille“. Und das mit Grund. Gen-Experimente auf dem Mond, das „Detumeszenz Gen-Umgestaltungsprogramm“ feiert einen Durchbruch, Aggressionstendenzen wurden so genetisch beigelegt. Wobei bedauerlicherweise das Gen , trotz strenger Sicherheitsvorschriften, die Erde erreichte. Still also ist es auf Erden.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von K. Schneider TOP 1000 REZENSENT am 27. November 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Man kann mir nicht vorwerfen, dem Autor R. Jirgl und seinem Schaffen überhaupt ablehnend gegenüber zu stehen, einige Rezensionen seiner früheren Werke sollten das zeigen; und insbesondere "Die Stille" halte ich für ein grandioses Buch, und zwar sowohl in inhaltlicher als auch in formaler Hinsicht. Bei dem vorliegenden Werk muss ich aber darauf bestehen, dass es ziemlich missglückt ist, und erstmals habe ich ernste inhaltliche Einwände, die nicht ohne weiteres hinnehmbar erscheinen.

Ich werde nicht recht klug daraus, ob das seltsame esoterische Gedankengebäude der "morphogenetischen Felder" eines gewissen Rupert Sheldrake allen Ernstes als Grundlage einer funktionierenden Zukunfts-Technologie in Betracht gezogen wird, oder ob es nur als Aufhänger für die Idee der sich selbst fortschreibenden Bücher, die sich der Menschheit letztlich entledigen, gebraucht wurde. Seltsam lesen tut sich's so oder so. Die ansonsten blitzgescheite und bitteböse Pointe des Buches wird damit, sagen wir es rundheraus, in ein dubioses Licht getaucht.

Empfindlichen Gemütern kann man die Lektüre aus einem anderen Grund nicht anraten: Jirgl war in der Darstellung von Grausamkeiten niemals wirklich zimperlich, und im Kontext zeitgeschichtlich orientierter Romane hat das seine gute Berechtigung. Die Darstellung der zukünftigen Parallelwelt auf dem Mars dringt hier allerdings in neue Dimensionen vor, und die Frage muss erlaubt sein, ob es Sinn eines Zukunftsromans sein kann, Menschenschindereien solchen Ausmaßes darstellbar zu machen. Mir drängte sich der Eindruck auf, Jirgl teste aus, wo die Grenzen des überhaupt Schreibbaren liegen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Thomas Heid am 4. April 2014
Format: Gebundene Ausgabe
ich habe dieses Buch für eine Interdisziplinäre Woche an der Uni gelesen (Literaturwissenschaft, Physik). Es dauert schon einige Zeit, bis sich die Schreibweise erschließt. Diese Schreibweise ermöglicht es den Wörtern eine besondere Betonung mitzugeben. Die Themen die im Buch behandelt werden, sind durchaus zeitlos.
Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen, haben die Technologien ihre Berechtigung und Grundlagen, wurden dann noch Weit=Gedacht, aber nicht zu weit ins Unmögliche.
Im ganzen ist das Buch eher bedrückend zum lesen, es gibt absolut keine Person für die man Sympathie empfinden kann.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ch.Is. am 14. August 2014
Format: Gebundene Ausgabe
Liest Herr Scheck (ARD, Druckfrisch, Das gute Buch zur späten Stunde), eine meiner Lieblingssendungen (diese im Mai 2013, Buch gekauft, jetzt erst gelesen), die in seiner Sendung vorgestellten oder gar empfohlenen (…denn ich weiß, was ich tue) Bücher nicht? Liest er sie nur quer? Lässt er lesen?

Der Schreibstil von Reinhard Jirgl war für mich etwas ungewöhnlich: „… haben sich Staat’s Oberhäupter, sei es per Selbst=Ermächtigung oder per Amt’s Eid, auf eines Gotte’s Gnade & Hilfe berufen – von IHm wolle man seinen Platz-auf-Erden bestimmt bekommen haben.“ (S. 35) oder: „Bell-Kantoh der Säkulum-Yahoos mit troglodytem Blök & Gemaule, Religion Jogging Nordick Wall-King die Geh-Hilfen fürs ramponierte Hirn…“ (S. 7). Dieser Stil hemmt den Lesefluss am Anfang sehr. Er bewirkte aber ein langsame-res, zum Nachdenken anregendes, Lesen.

Immerhin haben mich die 510 Seiten so gefesselt, dass ich sie „geschafft“ habe. Auch dank einiger interessanter Thesen und Ideen des Buchs.

Kein Vergnügen, eher abstoßend, waren die Szenen in den unterirdischen Zwangsarbeiterstätten. Hier frage ich mich, ob das, was schon in den KZs der Nazis geschah, und heute in den Zwangsarbeitslagern Nordkoreas, der Sowjetunion, in Südamerika, in den Minen Afrikas immer noch(?) geschieht und Realität ist, unbedingt ins Jahr 2.300 auf den Mars verlegt werden muss, um es detailliert zu beschreiben? Und wozu?

Absolut widerlich wird die Schilderung über den Umgang mit Kleinkindern, deren Schlachtung. „…abgegebenen Kleinkinder, nackt wie Horden Ferkel,“ und deren „Weiterverarbeitung“(S.430 ff). Hinweise darauf, dass es sich teilweise um Zitate handelt (angeblich. Jonathan Swift s. S.
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