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Nichts tun. Am Ende der spirituellen Suche.
 
 
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Nichts tun. Am Ende der spirituellen Suche. [Gebundene Ausgabe]

Steven Harrison , Martin Frischknecht
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
  • Verlag: Edition Spuren; Auflage: 3000 (5. Mai 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3952196606
  • ISBN-13: 978-3952196601
  • Größe und/oder Gewicht: 18,3 x 11,8 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 395.706 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Steven Harrison
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Produktbeschreibungen

Aus einer Rezension in der Zeitschrift Connection, Sept./Oktober 2000

Als erstes fällt das Format erfreulich auf: klein, handlich, begreifbar. Das Buch liegt gut in der Hand, die überschaubare Seitenzahl und der angenehme Drucksatz macht Lust, sich ans Lesen zu begeben. Das ist ein Buch, das sich in die Badetasche stecken lässt. Auch Titel wie Untertitel verheißen Entspannung, denn im Gegensatz zu manchem Trainingskonzept wird hier nicht zum Aufbruch geblasen, sondern der Ausklang einer Ära angekündigt. Hurra, Erleuchtung ist nicht Ergebnis zielgerichteter Arbeit an sich selbst, sondern verbirgt sich dort, wo man es am wenigsten vermutet hdtte. Nun gut, ganz neu ist diese Erkenntnis ist. Sein, einfach sein, da sein, usw. waren Ausdrücke, mit denen das Unfassbare umschrieben worden ist. Der Autor selbst gönnte sich eine lange Auszeit und besuchte die Weisen dieser Erde. Dies ist seine Bilanz, in knappe Sdtze gefasst: das Beste ist das Nichtstun. Was ist also das Nichts, das es zu tun gilt? Der Leser wird behutsam an die großen Themen der östlichen Philosophie herangeführt, es geht um Raum, der nicht durch Objekte verstellt ist, um das Erleben der Leere, das Zulassen von Konzeptlosigkeit, um Wirklichkeit, wenn es sie dann gibt, den Wirklichkeit, so lesen wir, ist bestimmt durch den Beobachter, der sie erfindet. Einfache und brillante Formulierungen packen neueste naturwissenschaftlich Erkenntnis in eine Sprache, die sich gut mit Ferienlaune und Badevergnügen verträgt. Bells Theorem und die Heisenbergsche Unschärfetheorie werden wie Märchen nacherzählt, die Natur des Denkens aufgedeckt, das Ich als Konstruktion, das Bewusstsein als Konstrukteur dargestellt, und die Angst als häufigste Triebkraft allen Handelns, sei es bewusst oder unbewusst, enthüllt. Das Buch liest sich leicht, wie ein kleines Kompendium tiefer Einsichten, die nicht weiter erklärt werden müssen. Der Mythos der Erleuchtung, der Mythos der Psychologie wird seiner Zauberkraft beraubt - wer bisher ausgiebig aber lustlos meditierte, spirituelle Techniken ausprobierte, nach Erleuchtung strebte oder von Therapeut zu Therapeut irrte, der mag bei solcher Lektüre versucht sein sich zu fragen, ob er es nicht lieber aufgeben sollte. Aber was gibt es stattdessen zu tun? In den letzten zwei Kurzkapiteln werden die Vision einer Gemeinschaft, beruhend auf Kommunion statt oberflächlicher und strategisch ausgeklügelter Kommunikation, und einer Gesundheit, beruhend auf einem neuen Bewusstsein, angerissen. Wer mehr darüber wissen möchte, kann auch im Internet fündig werden. ... Als Einzelne können wir für einen Unterschied sorgen. Wenn wir alle zusammenstehen, schaffen wir eine Veränderung. Auch ohne großen Hang zur Wohltätigkeit habe ich das Buch mit höchstem Vergnügen gelesen. Mit dazu beigetragen hat die ausgezeichnete Übersetzung in ein wirklich schönes Deutsch und die gelungene grafische Gestaltung des Covers von Marco Perini - mit so einem Buch muss man sich nicht schämen, in der Öffentlichkeit gesehen zu werden - es könnte auch ein literarisch gehobener Krimi sein. Also, ich lobe das Buch in den höchsten Tönen und empfehle es ohne Rückhalt. Kay Hoffman, Autorin von "Charisma-Training für Frauen" und vieler weiterer Sachbücher

Kurzbeschreibung

"Wer sucht, der findet", heisst es. Im spirituellen Leben gilt jedoch häufig: "Wer sucht, der sucht und sucht ohne Ende." Woran liegt das? Nicht unbedingt an den Lehrern und Methoden. Meist geht die spirituelle Suche in die falsche Richtung. Aus eigener Erfahrung weist Steven Harrison einen grundlegend anderen Weg: Statt nach aussen führt er nach innen, hin zu Selbstbestimmung und Stille. Die ewige Botschaft aller Spiritualitdt in der Sprache unserer Zeit, Mystik ohne Brimborium oder Imponiergehabe, schnörkellos, radikal, befreiend.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gelungen 18. November 2003
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Im Sinne des Autors sollte man vielleicht nicht über dieses Buch schreiben.
Aber dennoch glaube ich ist es eine Empfehlung wert. Es berührt, ob ich nun möchte oder nicht, die Essenz meines "Seins" in einer für mich klaren und unmissverständlichen Art. Die Ausflüchte und Wirkungen des denkenden Geistes werden sichtbar. Aber das Buch verliert sich nicht in Erleuchtungsheilsversprechungen. Unsere materielle Gebundenheit und unser Handeln in ihr, rücken in den Blick des Betrachters.
Und es werden Fragen gestellt. Denn die Frage ist es die der Stille voraus geht, nicht die Antwort.
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49 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Worte, die verändern! 21. Mai 2001
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe es ja immer schon geahnt: Ursache und Wirkung ist ein Konstrukt unseres Vordenkers Isaac Newton. Ein Irrtum der seit 300 Jahren die Welt scheinbar in ihren Angeln hält. Steven Harrison führt mich zurück zu den Wurzeln meines Seins und obgleich ich schon wieder hinausfalle, aus dem Unbeschreiblichen, indem ich versuche es in Worte zu fassen, bleibt dieses Unbeschreibliche in mir fühlbar und macht mich sprachlos. Mit diesem Buch ist Steven Harrison der Versuch, das Namenlose zu benennen geglückt, auch wenn es unmöglich ist.
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"In mir selber umgetrieben" 7. Februar 2008
Von Mathias Tietke TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Es gibt diesen netten Witz von den Müttern, die sich über ihre Söhne unterhalten. Die eine erzählt, dass ihr Sohn neuerdings meditiert. Sie weiß zwar nicht, was das ist, aber: "Besser als rumsitzen und nichts tun!". Steven Harrison zieht in seinem Buch das entgegengesetzte Fazit: Nichts tun ist besser als Meditieren. Für die meisten spirituellen Sucher dürfte das eine Ohrfeige sein.

In der Einführung behauptet der Autor, er hätte "so ziemlich jeden Mystiker, jeden Seher und jeden Magier, der sich irgendwo auf der Welt hat finden lassen", aufgesucht. Abgesehen davon, dass ich dies für reichlich übertrieben halte, ist diese >Alles-mal-ausprobieren-Haltung< nicht zugleich ein wesentlicher Grund für das Scheitern des Autors?
Sein Fazit "Doch das alles war umsonst" überrascht in diesem Kontext nicht. Nur - warum setzt Harrison sein eigenes, persönliches Scheitern absolut, warum überträgt er seine Erfahrungen, seinen Frust, seine Kurz-Schlüsse auf >wir alle<?

Als ich Steven Harrison per Brief fragte, wer denn dieser Yogi im Himâlaya sei, den er für einen der fähigsten hält, schrieb Steven Harrison kurz angebunden zurück: "The yogi is long ago deceased." Ein vor langer Zeit verstorbener, namenloser Yogi oder bloß eine Metapher?

In dem Kapitel, das mit dem Buchtitel überschrieben ist, behauptet Harrison, die Faktoren, die zur Meditation führen, wären grundlegendes Gewinnstreben und eine Unzufriedenheit mit dem, wo und was wir sind. Das mag auf ihn und auf Einzelne zutreffen, doch warum dieses Pauschalurteil, das jede und jeden mit einbezieht?

Sätze und Thesen dieser Art gibt es viele in diesem kleinformatigen Band. Gleich zu Beginn behauptet Harrison, durch Yoga und Meditation wollen wir Wesen werden, die Schmerz nicht kennen. Aber warum sollten >wir< etwas vermeiden, was >wir< gar nicht kennen? Bezieht sich Harrison auf das Yoga-Sûtra 2.16, wo es heisst, es gilt, vermeidbares Leid zu vermeiden? Dann wäre sein Fazit ein Missverständnis. Erst wenn ich Schmerz kenne, ihn erfahren habe, werde ich alles daran setzen, schmerzfrei zu leben: mit oder ohne Yoga, mit oder ohne Meditation. Lediglich Masochisten dürften dies anders handhaben.

Im Grunde beschreibt Steven Harrison, der sich als Mystiker bezeichnet und in Boulder/Colorado lebt, wo auch Ken Wilber zu Hause ist, seine eigene Suche und sein eigenes Scheitern in der Wir-Form. Seine Erfahrung etwa, dass Tanz und Gebete ihm nichts gebracht haben, überträgt er und meint: "...wir mögen tanzen, beten und singen. (...) Und es bringt alles nichts."
So stellt er Seite für Seite Behauptungen und Definitionen auf, die oft weder nachvollziehbar noch übertragbar, dafür aber meist widersprüchlich bzw. nicht stimmig sind. Da schreibt er z.B. auf Seite 112: "Es ist so viel einfacher, Geld zu spenden, sich einen Augenblick lang als großzügiger Spender zu fühlen und sich darin zu sonnen, etwas Gutes getan zu haben.... In Tat und Wahrheit gib es so etwas wie >geben< gar nicht,...". Auf Seite 139 ist dann zu lesen: "Das gesamte Autorenhonorar aus dem Verkauf dieses Buches geht an wohltätige Organisationen."

An anderer Stelle schreibt er: "Die Stille braucht keinen, der in ihrem Namen spricht." Einverstanden. Aber warum sprich Steven Harrison in ihrem Namen? Warum spricht er überhaupt, wenn es ihm doch ums Nichts tun geht? Und warum hat er eine eigene Website eröffnet und bietet dort u.a. eine VHS-Kassette für 28 Euro an, auf der er "das Unmögliche möglich macht"- "aus der Stille zu sprechen"? Weshalb reist er um die Welt und lädt zu Retreats und Begegnungen ein? All dies ein Ausdruck des Nichts tun? Sieht so das Ende der spirituelle Suche aus?
Als ich ihn per Email auf die Widersprüche ansprach, antwortete er, dies hätte etwas mit der Sprache zu tun und damit, dass etwas Gestalt annimmt. Aber weshalb schreibt er ein Buch nach dem anderen?

Eine "unvergängliche Botschaft" und "Mystik ohne Brimborium oder Imponiergehabe, schnörkellos, radikal, befreiend" wie es auf der Rückseite des Buches heisst, konnte ich nicht entdecken.

Insgesamt fand ich zwei Sätze, denen ich uneingeschränkt zustimmen kann: "Wirklichkeit ist eine Bewegung von Energie." (S.19) und "Das Talent, Fragen zu stellen, ist eine kostbare Gabe." (S.35). Aber warum nur gibt Steven Harrison so viele Antworten, warum stellt er kaum Fragen? Oder ist der Vorgang des Sich-Widersprechens schon Mystik? Dann wären Politiker häufig auch Mystiker. Zumindest das zentrale Anliegen des Buches trifft auf sie oft zu: Nichts tun und - darüber reden.
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