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Wo Nichts ist, kann auch nichts fehlen: Wozu die ganze Aufregung um Erleuchtung?
 
 
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Wo Nichts ist, kann auch nichts fehlen: Wozu die ganze Aufregung um Erleuchtung? [Gebundene Ausgabe]

Ramesh S. Balsekar , Jochen Lehner
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Spirituelle Praxis geschieht. Es ist nichts, was man tut." (Ramesh S. Balsekar )

Erfrischen direkt und mit der heiteren Gelassenheit des wahren Weisen hält Ramesh Balsekar allen übereifrigen Erleuchtungssuchern den Spiegel vor. (Wegweiser )

Kurzbeschreibung

Erfrischend direkt und mit der heiteren Gelassenheit des wahren Weisen hält Ramesh Balsekar allen übereifrigen Erleuchtungssuchern den Spiegel vor. Stundenlang auf dem Meditationskissen zu sitzen ist keine Garantie für erweitertes Bewusstsein! Wer dagegen zu spontanem Handeln findet und unverkrampft dem Leben seinen Lauf lässt, der wird empfänglich für das Ganze des Universums und für echte Erfüllung.

Dieses Buch weist den Weg, wie Entspanntheit und relaxtes Geschehenlassen endlich in die spirituelle Praxis einkehren können. Es zeigt, wie das Bewusstsein völlig mühelos auf allem, was gerade geschieht, zu ruhen vermag. Ob der Alltag Freuden oder Probleme bringt – in der Gegenwart der Wahrheit fühlt sich jeder Mensch gelöst und in Frieden.

Klappentext

"Spirituelle Praxis geschieht. Es ist nichts, was man tut." Ramesh S. Balsekar

Erfrischen direkt und mit der heiteren Gelassenheit des wahren Weisen hält Ramesh Balsekar allen übereifrigen Erleuchtungssuchern den Spiegel vor. Wegweiser

Über den Autor

Ramesh S. Balsekar (geb. 1917 in Mumbai) war jahrzehntelang Direktor der Bank of India. Weltweit bekannt wurde er als spiritueller Lehrer, der die klassische indische Philosophie zeitgemäß interpretiert und besonders für westliche Sucher mit Leben erfüllt. Als geistiger Erbe der berühmten Gurus Sri Nisargadatta Maharaj und Ramana Maharshi gilt Balsekar auch nach seinem Tod 2009 als der berühmteste Exponent der Lehre des Advaita.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Worum geht es bei der spirituellen Suche? Wer sucht was? Einerlei, was gesucht wird, der Suchende ist jedenfalls ein Ich oder Ego. Was möchte das Ego mit der spirituellen Suche erreichen? Die Antwort scheint nahezuliegen: Freiheit. Das Wort "Ego" steht für die Identifikation mit einem Körper und einem Namen, die als etwas Gesondertes, als eigenständige Wesenheit gesehen werden, und diese Identifikation lässt uns glauben, unser Leben selbst in der Hand zu haben. Die vom Ego angestrebte Freiheit ist nicht, wie so oft fälschlich angenommen wird, Freiheit von sich selbst. So etwas kann es nicht geben. Selbst im vollkommenen Begreifen (nach der Erleuchtung oder Selbstverwirklichung oder wie man es auch nennen mag) muss das Ego sein Leben als eben diese bestimmte gesonderte Wesenheit immer noch zu Ende leben.
Um welche Freiheit geht es dann tatsächlich? Das ist das Rätsel aller Rätsel, das große Fragezeichen, vor das sich jeder Sucher irgendwann gestellt sieht. Trotzdem hat diese Seite der Suche längst nicht die Beachtung gefunden, die sie verdient. Es geht weder um die Freiheit vom "anderen" noch um die Freiheit vom "Ich", denn Beziehungen jedweder Art sind einfach die Grundlage des Lebens, wie wir es kennen. Es kann also nur um Freiheit von den Problemen gehen, die alle Arten von Beziehungen notwendigerweise mit sich bringen. Und solche Probleme gibt es ja auch und gerade in besonders engen Beziehungen, mehr noch als im Umgang mit eher fernstehenden Menschen. Je enger die Beziehung, desto quälender wird es, wenn sie nicht richtig "funktioniert".
Die Kernproblematik der spirituellen Suche hat demnach mit den Ursachen unbefriedigender Beziehungen zwischen "mir" und dem "anderen" zu tun. Lässt sich eine Grundursache ausmachen? Wenn man sich Beziehungen anschaut, die nicht gut funktionieren, kann man nur staunen, in wie vielen Fällen die Ursache so oder so ähnlich aussieht: Wie kommt sie dazu, so etwas zu machen? Wie kann er mir das verweigern?
Es scheint in sehr vielen Fällen darum zu gehen, dass einer den anderen kränkt, entweder durch das, was er tut, oder durch etwas, was er unterlässt. Da geht es immer um dieses Gefühl persönlicher "Täterschaft". Aber Beziehungen können nur wirklich gut laufen, wenn die Beteiligten akzeptieren, was in den Worten des Buddha zum Ausdruck kommt: "Ereignisse tragen sich zu, Taten werden getan, doch es gibt kein Individuum, das Taten verrichtete."
Und das bringt uns auf die Grundtatsache, dass zwar letztlich kein Ego existiert, aber praktisch gesehen immer das Ego als der Suchende auftritt. Das Ego also muss davon überzeugt werden, dass sein Existenzgefühl nichts weiter als göttliche Hypnose ist und sein sogenannter freier Wille einfach aus genetischen und von seinem Umfeld ausgehenden Programmierungen des Körper-Geist-Organismus besteht, auf die es selbst keinerlei Einfluss hat.
Erst wenn das Ego durch genaue Betrachtung seiner eigenen Erfahrung zu dem Schluss gelangt, dass jede einzelne seiner Handlungen auf Voraussetzungen beruhte, die es nicht in der Hand hatte, bleibt ihm schließlich nichts anderes mehr übrig, als sein Gefühl persönlicher Täterschaft aufzugeben und einzusehen, dass niemand - weder es selbst noch der "andere" - Urheber dessen ist, was jeweils gerade getan wird. Alles, was in irgendeinem Augenblick unter Beteiligung irgendeines Körper-Geist-Organismus geschieht, wird durch die in jedem Körper-Geist-Organismus wirkende Urenergie gemäß dem Willen Gottes oder dem kosmischen Gesetz herbeigeführt.
Erst wenn das Ego ganz akzeptiert hat, dass es an dem, was getan wird, nicht als Täter mitwirkt, wird es aufhören, irgendwem - sich selbst oder dem "anderen" - wegen irgendetwas Vorwürfe zu machen. Und erst dann können Beziehungen zwischen ihm und dem "anderen" reibungslos laufen. Was nämlich Beziehungen im Alltag am schwersten belastet, sind all die Schuld- und Schamgefühle wegen unseres eigenen Verhaltens und der nachtragende Hass auf andere und deren Verhalten, den wir mit uns herumschleppen.
Unser Alltag stellt so viele verschiedenartige Anforderungen, dass Überanstrengung und Stress unsere ständigen Begleiter geworden sind. Das Einfache ist aus unserem Leben verschwunden, und wir stehen ratlos vor den vielfältigen Wahlmöglichkeiten und Entscheidungszwängen, mit denen so gut wie alles verbunden ist. Dennoch, bei allem Gestaltungswillen ahnen wir manchmal in der Tiefe, dass die Dinge unseres Alltags ihren ganz eigenen Verlauf nehmen, den unser Verstand nicht immer nachvollziehen kann. In solchen Augenblicken des Aufdämmerns der Wahrheit kann uns der Gedanke kommen: "Wieso nehme ich das alles so schwer? Weshalb schwimme ich nicht einfach mit dem Strom des Lebens, anstatt gegen ihn anzukämpfen?"
Es gilt eindeutig für uns alle, dass wir zwar jederzeit eine Entscheidung oder Wahl treffen können, aber wie es dann weitergeht - oder eben nicht weitergeht -, entzieht sich unserer Kontrolle, was auch immer wir unternehmen mögen. Bei näherer Betrachtung kann man eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass unser freier Wille allerhöchstens darin besteht, eine Entscheidung zu treffen und diese Entscheidung dann nach bestem Wissen in Aktion umzusetzen. Ob wir damit Erfolg haben oder nicht, liegt nicht in unserer Hand. Damit ist klar, was unser Leben so strapaziös und stressig macht: die Erwartung, dass unsere Anstrengungen zum Erfolg führen. Warum also nicht einfach unser Bestes geben und es dabei bewenden lassen? Erwartungen bestimmter Resultate ziehen nur Frustration nach sich.
Und dann die Zweifel. Wie oft kommt es vor, dass man nach bestem Wissen und Gewissen eine Entscheidung trifft und dann doch denkt: Ob das wohl richtig war? Hier ist es ganz entscheidend, zu sehen, dass es eine "richtige Entscheidung" gar nicht geben kann. Der angeblich freie Wille reicht nur bis zur Entscheidung selbst und der Einleitung unserer Aktionen. Danach kommen andere Kräfte und Umstände ins Spiel, die man unmöglich steuern kann. Und was dann im Weiteren tatsächlich geschieht, wirkt sich ja nicht nur auf den sogenannten Handelnden selbst, sondern darüber hinaus auf andere aus, die gar nicht direkt beteiligt waren. Das bringt einiges an Aufregung und Verunsicherung mit sich und erzeugt ständiges latentes Unbehagen in unserem Leben.
Die Lösung kann nur darin bestehen, dass man sich um Bewusstheit im Augenblick bemüht und klar sieht, wie wenig man über seinen Stellenwert im Gewebe alles Existierenden selbst mitzubestimmen hat.

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Worum geht es bei der spirituellen Suche? Wer sucht was? Einerlei, was gesucht wird, der Suchende ist jedenfalls ein Ich oder Ego. Was möchte das Ego mit der spirituellen Suche erreichen? Die Antwort scheint nahezuliegen: Freiheit. Das Wort "Ego" steht für die Identifikation mit einem Körper und einem Namen, die als etwas Gesondertes, als eigenständige Wesenheit gesehen werden, und diese Identifikation lässt uns glauben, unser Leben selbst in der Hand zu haben. Die vom Ego angestrebte Freiheit ist nicht, wie so oft fälschlich angenommen wird, Freiheit von sich selbst. So etwas kann es nicht geben. Selbst im vollkommenen Begreifen (nach der Erleuchtung oder Selbstverwirklichung oder wie man es auch nennen mag) muss das Ego sein Leben als eben diese bestimmte gesonderte Wesenheit immer noch zu Ende leben.Um welche Freiheit geht es dann tatsächlich? Das ist das Rätsel aller Rätsel, das große Fragezeichen, vor das sich jeder Sucher irgendwann gestellt sieht. Trotzdem hat diese Seite der Suche längst nicht die Beachtung gefunden, die sie verdient. Es geht weder um die Freiheit vom "anderen" noch um die Freiheit vom "Ich", denn Beziehungen jedweder Art sind einfach die Grundlage des Lebens, wie wir es kennen. Es kann also nur um Freiheit von den Problemen gehen, die alle Arten von Beziehungen notwendigerweise mit sich bringen. Und solche Probleme gibt es ja auch und gerade in besonders engen Beziehungen, mehr noch als im Umgang mit eher fernstehenden Menschen. Je enger die Beziehung, desto quälender wird es, wenn sie nicht richtig "funktioniert".Die Kernproblematik der spirituellen Suche hat demnach mit den Ursachen unbefriedigender Beziehungen zwischen "mir" und dem "anderen" zu tun. Lässt sich eine Grundursache ausmachen? Wenn man sich Beziehungen anschaut, die nicht gut funktionieren, kann man nur staunen, in wie vielen Fällen die Ursache so oder so ähnlich aussieht: Wie kommt sie dazu, so etwas zu machen? Wie kann er mir das verweigern?Es scheint in sehr vielen Fällen darum zu gehen, dass einer den anderen kränkt, entweder durch das, was er tut, oder durch etwas, was er unterlässt. Da geht es immer um dieses Gefühl persönlicher "Täterschaft". Aber Beziehungen können nur wirklich gut laufen, wenn die Beteiligten akzeptieren, was in den Worten des Buddha zum Ausdruck kommt: "Ereignisse tragen sich zu, Taten werden getan, doch es gibt kein Individuum, das Taten verrichtete."Und das bringt uns auf die Grundtatsache, dass zwar letztlich kein Ego existiert, aber praktisch gesehen immer das Ego als der Suchende auftritt. Das Ego also muss davon überzeugt werden, dass sein Existenzgefühl nichts weiter als göttliche Hypnose ist und sein sogenannter freier Wille einfach aus genetischen und von seinem Umfeld ausgehenden Programmierungen des Körper-Geist-Organismus besteht, auf die es selbst keinerlei Einfluss hat.Erst wenn das Ego durch genaue Betrachtung seiner eigenen Erfahrung zu dem Schluss gelangt, dass jede einzelne seiner Handlungen auf Voraussetzungen beruhte, die es nicht in der Hand hatte, bleibt ihm schließlich nichts anderes mehr übrig, als sein Gefühl persönlicher Täterschaft aufzugeben und einzusehen, dass niemand - weder es selbst noch der "andere" - Urheber dessen ist, was jeweils gerade getan wird. Alles, was in irgendeinem Augenblick unter Beteiligung irgendeines Körper-Geist-Organismus geschieht, wird durch die in jedem Körper-Geist-Organismus wirkende Urenergie gemäß dem Willen Gottes oder dem kosmischen Gesetz herbeigeführt.Erst wenn das Ego ganz akzeptiert hat, dass es an dem, was getan wird, nicht als Täter mitwirkt, wird es aufhören, irgendwem - sich selbst oder dem "anderen" - wegen irgendetwas Vorwürfe zu machen. Und erst dann können Beziehungen zwischen ihm und dem "anderen" reibungslos laufen. Was nämlich Beziehungen im Alltag am schwersten belastet, sind all die Schuld- und Schamgefühle wegen unseres eigenen Verhaltens und der nachtragende Hass auf andere und deren Verhalten, den wir mit uns herumschleppen.Unser Alltag stellt so viele verschiedenartige Anforderungen, dass Überanstrengung und Stress unsere ständigen Begleiter geworden sind. Das Einfache ist aus unserem Leben verschwunden, und wir stehen ratlos vor den vielfältigen Wahlmöglichkeiten und Entscheidungszwängen, mit denen so gut wie alles verbunden ist. Dennoch, bei allem Gestaltungswillen ahnen wir manchmal in der Tiefe, dass die Dinge unseres Alltags ihren ganz eigenen Verlauf nehmen, den unser Verstand nicht immer nachvollziehen kann. In solchen Augenblicken des Aufdämmerns der Wahrheit kann uns der Gedanke kommen: "Wieso nehme ich das alles so schwer? Weshalb schwimme ich nicht einfach mit dem Strom des Lebens, anstatt gegen ihn anzukämpfen?"Es gilt eindeutig für uns alle, dass wir zwar jederzeit eine Entscheidung oder Wahl treffen können, aber wie es dann weitergeht - oder eben nicht weitergeht -, entzieht sich unserer Kontrolle, was auch immer wir unternehmen mögen. Bei näherer Betrachtung kann man eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass unser freier Wille allerhöchstens darin besteht, eine Entscheidung zu treffen und diese Entscheidung dann nach bestem Wissen in Aktion umzusetzen. Ob wir damit Erfolg haben oder nicht, liegt nicht in unserer Hand. Damit ist klar, was unser Leben so strapaziös und stressig macht: die Erwartung, dass unsere Anstrengungen zum Erfolg führen. Warum also nicht einfach unser Bestes geben und es dabei bewenden lassen? Erwartungen bestimmter Resultate ziehen nur Frustration nach sich.Und dann die Zweifel. Wie oft kommt es vor, dass man nach bestem Wissen und Gewissen eine Entscheidung trifft und dann doch denkt: Ob das wohl richtig war? Hier ist es ganz entscheidend, zu sehen, dass es eine "richtige Entscheidung" gar nicht geben kann. Der angeblich freie Wille reicht nur bis zur Entscheidung selbst und der Einleitung unserer Aktionen. Danach kommen andere Kräfte und Umstände ins Spiel, die man unmöglich steuern kann. Und was dann im Weiteren tatsächlich geschieht, wirk
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