Der neunzehnjährige Daniel ist verliebt in Luca. Wie das in dem Alter so ist, wird seine Liebe nicht so erwidert wie er sich das verstellt. Zwar findet ein Umwerben statt, aber Daniel zweifelt oft an sich selbst. Als Luca für drei Wochen verreist, hat er Gelegenheit die anderen Dinge um sich herum genauer zu betrachten.
Als Zivildienstleistender im evangelischen Kirchendienst ist er nicht zufrieden. Als er eine seiner ausgefallenen Ideen in die Tat umsetzt und sich selbst ans Kreuz hängt, lernt er die Krankenschwester Anna kennen. Diese verhilft ihm zu einer Tätigkeit in der Altenhilfe. Hier kommt Daniel erstaunlich gut zurecht, obwohl das für einen außenstehenden Betrachter, der deutlich härtere Job ist.
Anna, die Gefallen an Daniel gefunden hat, trägt dazu sicher etwas bei. Auch Daniel scheint es so zu gehen. Bis auf einmal die drei Wochen herum sind und Luca wieder da ist. Diese Situation zu so verfahren wie zuvor. Doch durch Anna kommt Eifersucht ins Spiel. Allerdings auf beiden Seiten. Nachdem Daniel durch zuviel innerliche Gefühle ausrastet und einige Straftaten begeht. Zudem betrinkt er sich mit einem netten älteren Herrn, der sein anvertrauter Pflegepatient ist. Als dieser nette Herr am nächsten Morgen verstorben ist, sieht es ernst aus für Daniel. Vor Gericht gibt er zu, nichts zu bereuen. Ehrlich, aber sicherlich nicht vorteilhaft für ein mildes Urteil.
Der Film wirkt echt, glaubhaft, fast dokumentarisch. Der Zuschauer fühlt sich an die Leiden des jungen Werther erinnert, immer wieder das gleiche Probleme zu Zeiten des Erwachsenwerdens. Gute Dialoge, überraschende Ereignisse und Wendungen, sowie eine gute Portion reales Anschauungsmaterial im ambulanten Pflegedienst machen den Film sehenswert.