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Nichts bereuen [Special Edition]
 
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Nichts bereuen [Special Edition]

Daniel Brühl , Jessica Schwarz    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Daniel Brühl, Jessica Schwarz, Denis Moschitto
  • Komponist: Lee Buddah
  • Format: Dolby, PAL, Special Edition, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Surround)
  • Untertitel: Englisch, Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.85:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Ascot Elite Home Entertainment GmbH
  • Erscheinungstermin: 11. Oktober 2002
  • Produktionsjahr: 2001
  • Spieldauer: 100 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000069B7C
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 20.855 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nichts bereuen, der Titel von Benjamin Quabecks Filmdebüt, ist Programm. So wie sein ziemlich gebrochener Held, der Wuppertaler Zivildienstleistende Daniel, folgt auch der junge Regisseur ohne jedes Bedauern oder jeden Zweifel seinem Gefühl. Diese ganz bewusste Kompromisslosigkeit verleiht dem Film seine Authentizität, aber auch eine Radikalität, die ihn in einigen Momenten nur schwer erträglich macht. Jeder Erwachsene kennt und versteht die Schmerzen und die Verwirrungen, die mit dem Ende der Jugend einhergehen, zumindest in einem gewissen Maße. Nur führen sie Daniel zu Handlungen, die auch beim besten Willen nicht mehr zu tolerieren sind. Letztlich mag alles, was hier geschieht, absolut konsequent sein, aber das macht es nicht weniger unangenehm.

Eigentlich ist Daniel (Daniel Brühl) ein ganz normaler 19-Jähriger, der nicht so recht weiß, was er mit seinem Leben anfangen soll. Luca (Jessica Schwarz), das Mädchen, das er über alles liebt, das aber seine Gefühle nicht erwidert, geht für eine Zeit nach Amerika; und Daniel steckt fest in der Enge seiner Heimatstadt, zumal ihm sein Vater eine ungeliebte Zivildienststelle in der evangelischen Gemeinde besorgt hat. Bei seinem ersten Versuch, wenigstens symbolisch auszubrechen, lernt er die Altenpflegerin und Krankenschwester Anna (Marie-Lou Selem) kennen, die Gefallen an ihm findet und ihm eine neue Zivildienststelle verschafft. Aber auch ihre Zuneigung kann Daniel keine Richtung für sein Leben geben. Sein Verhalten wird immer egozentrischer und rücksichtsloser, bis es schließlich in einem so brutalen wie sinnlosen Überfall auf eine Tankstelle gipfelt.

Anders als Daniel, dessen Verweigerung jeglicher Reue den Zuschauer endgültig gegen ihn aufbringt, muss sein Schöpfer Benjamin Quabeck tatsächlich nichts bereuen. Die Konsequenz, mit der er Daniel seinen selbst gewählten Weg in eine emotionale Wüstenlandschaft und damit in die absolute Einsamkeit gehen lässt, erfordert einen Mut, den die wenigsten Filmemacher aufbringen. Er riskiert, dass wir mit der Hauptfigur auch den Film ablehnen, aber selbst in einer solchen Ablehnung steckt noch eine Erkenntnis.

Nichts bereuen konfrontiert uns mit der dunklen, zerstörerischen Seite des Erwachsenwerdens, der wir meist völlig hilflos gegenüberstehen. Und auch wenn man fast außer sich gerät angesichts Daniels sinnlosen Verhaltens, so muss man doch zugeben, dass es einer inneren Logik folgt. Benjamin Quabeck erklärt diese Logik nicht weiter und versucht erst gar nicht, sie zu durchbrechen, aber das ist auch nicht die Aufgabe eines Filmemachers. Er hat stattdessen einen Stil und Bilder gefunden, die Daniels innere Leere auf der einen und Annas hilflose Verzweiflung auf der anderen Seite in jedem Moment des Films sichtbar machen. Wie man mit ihnen fertig werden kann, das muss am Ende jeder für sich selbst entscheiden. --Sascha Westphal

Produktbeschreibungen

MCOne Nichts bereuen, USK/FSK: 12+

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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Werther in Wuppertal., 8. September 2006
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Nichts bereuen [Special Edition] (DVD)
Der neunzehnjährige Daniel ist verliebt in Luca. Wie das in dem Alter so ist, wird seine Liebe nicht so erwidert wie er sich das verstellt. Zwar findet ein Umwerben statt, aber Daniel zweifelt oft an sich selbst. Als Luca für drei Wochen verreist, hat er Gelegenheit die anderen Dinge um sich herum genauer zu betrachten.

Als Zivildienstleistender im evangelischen Kirchendienst ist er nicht zufrieden. Als er eine seiner ausgefallenen Ideen in die Tat umsetzt und sich selbst ans Kreuz hängt, lernt er die Krankenschwester Anna kennen. Diese verhilft ihm zu einer Tätigkeit in der Altenhilfe. Hier kommt Daniel erstaunlich gut zurecht, obwohl das für einen außenstehenden Betrachter, der deutlich härtere Job ist.

Anna, die Gefallen an Daniel gefunden hat, trägt dazu sicher etwas bei. Auch Daniel scheint es so zu gehen. Bis auf einmal die drei Wochen herum sind und Luca wieder da ist. Diese Situation zu so verfahren wie zuvor. Doch durch Anna kommt Eifersucht ins Spiel. Allerdings auf beiden Seiten. Nachdem Daniel durch zuviel innerliche Gefühle ausrastet und einige Straftaten begeht. Zudem betrinkt er sich mit einem netten älteren Herrn, der sein anvertrauter Pflegepatient ist. Als dieser nette Herr am nächsten Morgen verstorben ist, sieht es ernst aus für Daniel. Vor Gericht gibt er zu, nichts zu bereuen. Ehrlich, aber sicherlich nicht vorteilhaft für ein mildes Urteil.

Der Film wirkt echt, glaubhaft, fast dokumentarisch. Der Zuschauer fühlt sich an die Leiden des jungen Werther erinnert, immer wieder das gleiche Probleme zu Zeiten des Erwachsenwerdens. Gute Dialoge, überraschende Ereignisse und Wendungen, sowie eine gute Portion reales Anschauungsmaterial im ambulanten Pflegedienst machen den Film sehenswert.
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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das deutsche Kino lebt!, 29. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Nichts bereuen [Special Edition] (DVD)
Wer immer auf das deutsche Kino schimpft, der sollte sich unbedingt diesen Film anschauen. Ein brillanter, im besten Sinne deutscher Film über das Erwachsenwerden, der durch seine inszenatorische und dramaturgische Eigenständigkeit überzeugt, ebenso natürlich durch die spielfreudige Besetzung (hier möchte ich vor allem mal Jessica Schwarz und Marie-Lou Sellem hervorheben). Und um das Filmereignis komplett zu machen, ist auch noch die DVD absolut empfehlenswert, da sie mit umfangreichem und wirklich informativem Bonusmaterial (Making of, drei Audiokommentare, Kurzfilm "Höhlenangst", Interviews, Musikvideo) aufwarten kann.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Die Leiden des jungen Daniel, 27. September 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Nichts bereuen [Special Edition] (DVD)
Die große Liebe eines Teenagers und die Suche nach dem passenden Platz in der Gesellschaft. Diese Themen sind nicht neu im deutschen Film. Schon Hans-Christian Schmidt behandelte dieses Sujet gekonnt mit "23", und das wesentlich besser als Benjamin Quabeck. Dennoch sollte man dem jungen Regisseur zugute halten, dass "Nichts bereuen" erst sein Debütfilm ist. Die Romanvorlage ist weitaus humorvoller und unterhaltender, wenngleich keine große Literatur. Die Umsetzung auf die große Leinwand gelingt jedoch nur teilweise. Es fehlt der Geschichte einfach an Stringenz. Zudem wirken die zahlreichen, recht überflüssigen technischen Spielereien auf die Dauer enervierend. Was wirklich überzeugt sind jedoch die Schauspieler: Daniel Brühl zelebriert gekonnt die Leiden des jungen D. und beweist sein enormes darstellerisches Können. Jessica Schwarz spielt größtenteils sich selber, und das zu vermasseln dürfte recht schwierig sein. Dennis Moschitto ("Schule")wirkt ebenfalls sehr authentisch. Die wahre Entdeckung des Films ist für mich jedoch Marie-Lou Sellem ("Winterschläfer") als Schwester Anna, die ihrer Figur eine bemerkenswerte Tiefe verleiht.
Alles in allem ist "Nichts bereuen" neues deutsches Kino, jenseits der üblichen Mainstream-Kost, partiell etwas zu überambitioniert, aber mit durchaus guten Ansätzen. Letzteres hebt dann den Film auch über das durchschnittliche Niveau der hiesigen Filmlandschaft.
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