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Nichts als die Welt: Reportagen und Augenzeugenberichte aus 2500 Jahren
 
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Nichts als die Welt: Reportagen und Augenzeugenberichte aus 2500 Jahren [Gebundene Ausgabe]

Georg Brunold
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
  • Verlag: Galiani Berlin bei Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1., Auflage (7. September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3869710012
  • ISBN-13: 978-3869710013
  • Größe und/oder Gewicht: 31 x 23 x 5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 57.828 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Von Nichts als die Welt bin ich ja ganz begeistert das ist eine großartige Edition, die mich auf Stunden beim Schmökern versacken ließ. Ein phantastischer Wurf, der Galiani bei KiWi sicher mit einem großen Schlag bei der Presse bekannt machen wird und hoffentlich auch beim Käufer ...« Renate Schönbeck, Programmchefin Hörverlag, am Tag nach Erhalt des Manuskripts. »Wer ist schuld daran, dass der Journalismus einen schlechten Ruf hat? Die Verdächtigen sind zahlreich. Georg Brunold gehört nicht zu ihnen. In Nichts als die Welt, wo er 160 Reportagen aus 2500 Jahren versammelt, zeigt er, wie dem Elend abzuhelfen wäre. Das Inhaltsverzeichnis allein schon ist ein Genuss.« (Hans Magnus Enzensberger)

Kurzbeschreibung

Die ganze Welt in einem Buch. »Bücher sind der Eingang zur Welt«, konstatierte einst Stefan Zweig das gilt für diesen Folioband in ganz besonderem Maße. Denn er stößt das Tor zu zweieinhalbtausend Jahren Weltgeschichte auf und führt uns rund um die gesamte Erde. In Dantes Göttlicher Komödie führte Vergil den Leser durch die Hölle; in diesem Großband nehmen uns Autoren wie Xenophon, Cäsar, Plinius, Petrarca, Ibn Battuta,Kolumbus, Voltaire, Goethe, Heine, Stendhal, Burton, Boveri, Capote, Frisch, Márquez, Eco und Enzensberger bei der Hand und geleiten durch die großen Ereignisse und Umbrüche ihrer Zeit, berichten, was sie mit eignen Augen sahen. Hier sind die großen Reportagen und Augenzeugenberichteder Weltliteratur in einem prächtigen Folioband versammelt und ergänzt mit ganzseitigen Fotoreportagestrecken, deren jüngste die entlassenen Angestellten von Lehman Brothers beim Finanzcrash von 2008 zeigt. Das Buch ist nicht nur die Ehrenrettung der Reportage, einer im deutschsprachigen Raum noch immer verkannten Form der Literatur. Es tut gerade jetzt auch dringend not.
Denn was könnte es für den Zeitgenossen in Krisenzeiten Lehrreicheres geben, als bei den epochalen Umbrüchen früherer Jahrhunderte und Jahrtausende dabei gewesen zu sein?
Dabei: deutsche Erstveröffentlichungen und Erstabdrucke in Buchform, z. B. Ibn Khaldun: Bei Tamerlan; Mr. und Mrs. Bishop: Der Untergang der Titanic; Janet Flanner: Hitlers Stimmbänder; Jean Lacotoure: In Hanoi bei Onkel Ho; James Fenton: Der Fall von Saigon; Hubert Fichte: Voudou; Ian Buruma:Benazir Bhuttos Pakistan; Sophia Woodman: Chinas schmutzige Wäsche; Karl Markus Gauß: Bártok-Béla-Express; Hans Magnus Enzensberger: Ach Deutschland!

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Dieses monumentale Werk darf in keinem Bücherschrank irgendeines Bibliophilen fehlen. Georg Brunold hat die großen Reportagen und Augenzeugenberichte der Weltliteratur aus ungesamt 2500 Jahren in einem prächtigen Band versammelt. Da überliefert etwa Thykydides 429 v. Chr. der Nachwelt die bedeutende Rede des Perikles an die Athener, da berichtet Plinius der Jüngere 79 n. Chr. vom Ausbruch des Vesuvs, Lampert von Hersfeld dokumentiert 1077 den Canossa-Gang Heinrich IV., oder Claude Levi-Strauss beschreibt das Sao Paulo des Jahres 1935.

Schon allein das Inhaltsverzeichnis zu lesen ist ein wahrer Genuss und die zwölf ins Buch eingebauten Photoreportagen, von denen die jüngste dien Angestellten von Lehman Brothers nach der Pleite ihrer Bank 2008 zeigt, bieten einen herausragenden Überblick über die modernste Form der Berichtserstattung und Reportage, wo einzelne Bilder schon einmal Symbole werden konnten für ein ganzes Zeitalter oder eine Bewegung.

Haben die dokumentierten Reportagen aus 2500 Jahren einen eher lexikalischen Charakter quer durch die Zeit, so sind die 30 Lieferungen der "Bibliothek des Reporters" ein "Werkzeugkasten", wie ich es so in den Literaturwissenschaft noch nicht gesehen habe. Es sind gelehrte und doch gut lesbare Essays über die Kunst der Reportage selbst, ihre Entstehungsbedingungen und ihre Qualitätsmerkmale. Sie hintereinander zu lesen bringt eine ganz hervorragende und intellektuell anspruchsvolle Tour d' horizon durch die Kultur - und Literaturgeschichte.

Fazit: Sie kennen einen bibliophilen Menschen, (es soll ja noch welche geben in Zeiten der elektronischen Medien) und scheuen nicht 85 Euro für ein wertvolles Geschenk: mit diesem Buch werden sie für immer unvergessen bleiben.

40 Jahre Arbeit und Traum kommen hier zu einem wahrhaft krönenden Abschluss. Georg Brunold ist für dieses den Zeiten überdauernde Meisterwerk größte Anerkennung zu zollen.
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36 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Faszinierend 10. Oktober 2009
...ist dieses Buch. Jeder der 150 Auenzeugenberichte ist eine fesselnde Lektüre. Ein spannendes Geschichtsbuch aus erster Hand. Erzählt und beschrieben von "Protagonisten wie Napoleon oder Beobachtern wie Hemmingway, liest man über die großen und kleinen Ereignisse der Weltgeschichte. Außerdem ist es ein wunderschöner Folioband, in feines Leinen gebunden und deshalb jeden Euro wert. Ein tolles Buch für Buchliebhaber.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Askadar
Mit "Nichts als die Welt" hat der in Nairobi lebende Schweizer Journalist und Autor Georg Brunold eine von 154 Zeitzeugen dokumentierte Geschichte epochaler Umbrüche und weiterer markanter Ereignisse zusammengestellt, die sicherlich aufgrund ihres beinahe monumentalen Charakters ihresgleichen sucht. Der Titel meiner Rezension - ein Zitat von Winston Churchill, das sich auf der Rückseite des Buches findet - bringt die zugrundeliegende Intention dieser umfangreichen Sammlung von Reportagen und Augenzeugenberichten aus 2500 Jahren auf den Punkt: Durch den Blick in die Vergangenheit erschließt sich dem Menschen - und geneigten Leser - ein Gefühl für die immerwährende Präsenz von Geschichte in Gegenwart und Zukunft. Das Bewusstsein, Teil eines fortdauernden und in sich kohärenten geschichtlichen Prozesses zu sein, wird geschärft und das diesbezügliche Selbstverständnis erweitert.

Auszugsweise seien einige Verfasser, ihre Reportagen und das Jahr ihrer Entstehung genannt. So ergibt sich ein Überblick zur thematischen und zeitlichen Vielfalt der vom Herausgeber zusammengetragenen Originaltexte:

- Hippokrates: Fünf Krankheitsgeschichten, um 425 v. Chr.
- Tacitus: Nero läßt Rom niederbrennen, 64
- Lampert von Hersfeld: Heinrich IV. barfuß in Canossa, 1077
- Niketas Choniates: Die Kreuzfahrer erobern Konstantinopel, 1204
- Christoph Kolumbus: Um zwei Uhr morgens kam Land in Sicht, 1492
- Hernán Cortés: Und Moctezuma richtete folgende Worte an mich, 1519
- Daniel Defoe: Die Pest in London, 1665
- Napoleon Bonaparte: Ich, der Kaiser - seine Krönung, 1804
- Heinrich Heine: Polens Weiber, 1822
- Alexis de Tocqueville: Wie die Amerikaner die Künste pflegen, 1831
- Friedrich Engels: Konkurrenz der Irländer, 1845
- Walt Whitman: Die Ermordung Lincolns, 1865
- William Howard Russell: Die Schlacht von Sedan, 1870
- Mr. & Mrs. D. H. Bishop: Im Rettungsboot der Titanic, 1912
- John Reed: Sturm auf den Winterpalast, 1917
- Bernhard von Brentano: Berliner Postämter, 1926
- Egon Erwin Kisch: Bei Ford in Detroit, 1928
- Evelyn Waugh: Die Kaiserkrönung von Haile Selassie, 1930
- Janet Flanner: Hitlers Stimmbänder, 1936
- Ernest Hemingway: Wie wir nach Paris kamen, 1944
- Marcel Junod: Hiroshima, 1945
- Hannah Arendt: Eichmann in Jerusalem, 1961
- Michael Herr: Depeschen aus der Hölle von Vietnam, 1968
- Umberto Eco: Die achtziger Jahre waren grandios, 1990
- Hans Magnus Enzensberger: Ach Deutschland!, 2000

Ergänzt werden die Berichte um die "Bibliothek des Reporters" (nochmals knapp über 80 Seiten). Im Ganzen ein sehr beeindruckender Band voll lebendig wirkender, authentischer Berichterstattung, dessen Preis aufgrund seiner inhaltlichen und optischen Qualität aus meiner Sicht vollkommen gerechtfertigt ist. In diesem Zusammenhang möchte ich auch die Reportage-Sammlung "Die besten Reportagen aus 65 Jahren ZEIT-Geschehen" empfehlen [Durch die ZEIT: Die besten Reportagen aus 65 Jahren], die 52 ausgewählte Reportagen von 1946 bis 2010 vereint.
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