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Nichts als die Wahrheit [VHS]

Kai Wiesinger , Götz George , Roland Suso Richter    Freigegeben ab 12 Jahren   Videokassette
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Kai Wiesinger, Götz George, Karoline Eichhorn
  • Regisseur(e): Roland Suso Richter
  • Format: PAL, Surround Sound, Widescreen
  • Sprache: Deutsch
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: AVU
  • Erscheinungstermin: 16. November 2000
  • Spieldauer: 123 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000050GS1
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.147 in VHS (Siehe Top 100 in VHS)

Produktbeschreibungen

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Ein gesellschaftliches Alptraumszenario. Der berüchtigte KZ-Arzt von Auschwitz, Dr. Josef Mengele, ist nicht -- wie es immer hieß -- 1979 in Brasilien gestorben, sondern lebt noch und kehrt nun freiwillig nach Deutschland zurück. Er will vor Gericht gestellt werden und dann während des Prozesses seine Wahrheit verkünden. Aus dem "Todesengel von Auschwitz" ist ein alter Mann geworden, der kurz vor dem Ende seines Lebens Erlösung sucht, aber nicht durch Reue, sondern durch öffentliche Anerkennung. Eine wirklich verstörende und faszinierende Idee, die Roland Suso Richter, der zur Zeit zu den aufregendsten Erzählern und Kino-Stilisten unter den jüngeren deutschen Regisseuren zählt, in Nichts als die Wahrheit in ihrer ganzen Konsequenz für uns und unseren Staat durchspielt.

Sympathy for the Devil. So wie Götz George ihn hier spielt, ist es fast unmöglich, sich Mengele und seiner Ausstrahlung zu entziehen. Er manipuliert uns genauso wie den Staatsanwalt und seinen eigenen Rechtsanwalt Peter Rohm. Kai Wiesinger lässt Rohm ganz bewusst nur wenig individuelle Züge, schließlich ist er ein moderner Jedermann, einer, in dessen Ehrgeiz wir uns genauso wiederfinden können wie in seinen guten Absichten. So zurückgenommen und kontrolliert wie als Dr. Mengele hat man Götz George noch nie gesehen, selbst in Der Totmacher nicht. Man spürt noch in der kleinsten Szene, wie viel ihm diese Rolle und dieser Film, den er mitfinanziert hat, bedeutet.

Mit Nichts als die Wahrheit nähert sich der deutsche Film zumindest in inszenatorischer Hinsicht dem internationalen Format, von dem er schon so lange träumt. Auf eindrucksvolle Art verbindet Roland Suso Richter Elemente des klassischen Politthrillers mit denen des Kammerspiels zu einer intensiven Reise in die dunkelsten Regionen der Seele. Es gelingt ihm, mit den Mitteln des Unterhaltungskinos noch einmal die Frage aufzuwerfen, wie beinahe ein ganzes Volk seine Menschlichkeit verlieren konnte. Dabei geht es Suso Richter nicht um moralische Urteile, sondern nur um die Wahrheit über uns selbst. Das gibt Nichts als die Wahrheit eine Kraft und Intensität, die im deutschen Kino der letzten Jahre ihres gleichen sucht. --Sascha Westphal

Kurzbeschreibung

Der berüchtigte SS-Arzt Dr. Josef Mengele, der als "Todesengel von Auschwitz" persönlich über 300.000 Menschen in die Gaskammer geschickt hat, kehrt als 87-jähriger aus seinem Versteck in Argentinien nach Deutschland zurück. Er muss sich vor Gericht für seine abscheulichen Handlungen verantworten. Und der junge Anwalt Peter Rohm soll ihn verteidigen. Rohm, der seit Jahren an einem Buch über Mengele arbeitet, wird in einen tiefen Gewissenskonflikt gestürzt. Nicht nur seine Ehe, sondern auch das Leben seiner Familie gerät in Gefahr, als er sich schließlich entscheidet, Mengele zu vertreten. Und vor den Augen der Weltöffentlichkeit werden vor Gericht Taten verhandelt, deren Grausamkeit jenseits der menschlichen Vorstellungskraft liegt.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts als Manipulation 11. April 2003
Von Kisaki
Format:Videokassette
Dies ist einer der faszinierendsten Filme, die ich jemals gesehen habe - ein Film ohne billige Effekthascherei und frei von jeglichem Ansatz das Thema zu verkitschen. Seine ruhige Erzählweise zieht zuerst in seinen Bann, lässt einen nicht mehr los, manipuliert Gefühle und Verstand des Zuschauers und führt uns in einer erschütternden Schlussszene schonungslos vor Augen, wie verführbar wir alle sind. Den letzten Satz dieses Films trug ich tagelang mit mir herum. Bis dahin war es mir immer unerklärlich, wie so etwas Schreckliches wie der Nationalsozialismus in einem Land mit denkenden Menschen passieren konnte - dieser Film gibt eine mögliche Antwort darauf und ist im Ganzen betrachtet nicht vorrangig ein Film über den Nationalsozialismus sondern eine erschütternde Studie des menschlichen Geistes.
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31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk 6. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Format:Videokassette
"Nichts als die Wahrheit" war der erste Film bei dem ich im Kino am Ende einfach nicht in der Lage war aufzustehen oder mit jemanden zu reden. Komischerweise ging es allen Leuten im Kino so. Es herrschte eine unheimliche Stille. Und genau das ist es, was den Film ausmacht. Er reißt mit, er manipuliert und schockt. Man erfährt unwissentlich die Propagandamaschinerie des NS-Regimes am eigenen Leib, fällt unwillkürlich darauf rein und wird am Ende des Films gnadenlos damit konfrontiert. Durch die ruhige, heimische Atmosphäre wird das Video zum Psychotest. Der beste deutsche Film aller Zeiten!
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Andreas Suchanek (Media-Mania) TOP 1000 REZENSENT
Format:DVD
"Nichts als die Wahrheit" erschafft ein fiktives Szenario, in dem Doktor Josef Mengele, der am 7. Februar 1979 in Bertioga starb, überlebt hat. Götz George schlüpft in die Maske des alternden Nazis und liefert ein ausgezeichnetes Stück Schauspielkunst ab. Er schafft es, den "Todesengel von Auschwitz" wiederauferstehen zu lassen und durch Gestik, Mimik und Sprache einen beängstigenden Charakter zu zeichnen. Die Handlung konzentriert sich auf die Hintergründe der damaligen Taten von Mengele und wie dieser sie wohl gesehen haben muss. So verteidigt der Arzt seine grausamen Versuche als "Experimente für die Wissenschaft". Damit wirft der Film auch die stets aktuelle Frage auf, wie weit ein Forscher im Namen der Wissenschaft gehen darf.
Neben George liefern auch die anderen Hauptdarsteller eine gute Leistung ab. Kai Wiesinger spielt den hin- und hergerissenen Junganwalt Rohm sehr überzeugend, der in fanatischer Manier endlich Antworten auf so viele Fragen haben will. Die Geschichte ist einfach aufgebaut und besticht nicht durch überraschende Handlungswendungen, was bei dem vorliegenden Material jedoch auch nicht notwendig ist. Die Verbrechen von Mengele, die in der Anklageschrift des Staatsanwaltes Erwähnung finden und von den vor Gericht aussagenden Opfern bestätigt werden, haben an Grausamkeit nichts verloren. Durch den Auftritt der ehemaligen KZ-Insassen wird dem Zuschauer mit einem Schlag die kalte Realität der damaligen Geschehnisse bewusst, die von dem hellen, freundlichen Gerichtssaal zuvor auf bloße Worte reduziert wurden. Das Ende schafft es dann trotzdem noch zu überraschen und macht klar: "Nicht nur Mengele hat seine ganz eigene Überzeugung."

Fazit:
Eine interessante fiktive Geschichte und gut spielende Schauspieler machen den Film zu einem kleinen Kunstwerk des deutschen Films. Die Verhandlung um Mengele wird realistisch beschrieben und zeigt dem Zuschauer die andauernde Aktualität des Themas "Nationalsozialismus".
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5.0 von 5 Sternen So gut kann deutsche Nazi-Aufarbeitung sein
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Vor 5 Monaten von T. Karrasch veröffentlicht
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Vor 15 Monaten von The Foff veröffentlicht
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Vor 16 Monaten von West Nicole veröffentlicht
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Normalerweise mag ich es ja nicht wenn historische Fakten mit Fiktion gemischt wird. Allerdings kommt es dabei aber auch darauf an, worin der Zweck einer solchen Konstellation... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Bryllyant veröffentlicht
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Ich hatte diesen Film vor knapp 10 Jahren einmal im TV gesehen und war fasziniert von dieser fiktiven Geschichte über Mengele und vor allen Dingen von der Darstellung... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. November 2010 von Jalla
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Nichts als die Wahrheit ist ein solider deutscher Film. Götz George spielt Dr. Josef Mengele überragend. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Juni 2010 von Jim Pansen
5.0 von 5 Sternen durchaus sehenswert
über sinn oder unsinn der erschaffung eines hypothetischen szenarios in dem der berüchtigte kz arzt joseph mengele überlebt hat - sich freiwillig der deutschen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Mai 2010 von Martin Schmidl
5.0 von 5 Sternen Was lange währt...
Es hat sehr lange gedauert bis der Film auf Dvd erschien. Ich rechnete nicht mehr damit um so mehr freute ich mich über die nun erfolgte Umsetzung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. März 2010 von Kerstin Seibert
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Veröffentlicht am 30. August 2008 von Findus
1.0 von 5 Sternen Sakralisierung eines Nazi
Ein höchst unangenehmer Film, der Mengele mit suggestiven filmischen Mitteln zu einem charismatischen Monster hochstilisiert und dabei die historische Realität... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. August 2008 von Ein Leser
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