Story: Nachdem auf den Präsidenten der USA einen Attentat verübt wird, findet die CIA "stichhaltige Beweise", dass Venezuela in das Attentat verwickelt ist. Die USA startet daraufhin einen Militärschlag gegen das Land. Die junge und aufstrebende Journalistin Rachel Armstrong (Kate Beckinsale) erfährt mittels anonymer Quellen, dass dem CIA vor dem Militätschlag Beweise vorlagen, die Venezuela entlasten und sich damit die Entscheidung der Regierung für einen Gegenschlag als unbegründet herausstellt. Rachel enthüllt dies in einem Artikel, in der Hoffnung die Regierung zum Rücktritt bewegen zu können und selbst ihre Karriere voranzutreiben. Als sie sich weigert ihre Quellen preiszugeben, erfährt sie mit aller Härte was es bedeutet, sich mit der Regierung anzulegen...
Die Geschichte des Films beruht zum Teil auf wahren Begebenheiten und zeigt deutlich auf, dass die Regierung jederzeit in der Lage ist, zum "Wohle der Wahrheitsfindung" und ihres eigenen Machterhalts, festverankerte Prinzipien und Grundrechte der Menschen außer Kraft zu setzen. Die höchsten Güter der Demokratie, Meinungsfreiheit und Pressefreiheit werden einfach mit Füßen getreten. Dies macht das Thema sehr brisant und emotional. Vor dem Hintergrund ähnlicher Vorkommnisse vor dem 2. Irakkrieg wirkt die Story zudem sehr aktuell und realistisch. Wichtig ist zu erwähnen, dass es sich hierbei um ein reines Drama und nicht um einen Thriller á la "State of Play" handelt. Es stehen Einzelschicksale im Vordergrund und keine Verschwörungstheorien.
Das Aufgebot ist mit vielen bekannten Schauspielern bestückt. Neben Kate Beckinsale spielen Matt Dillon, Angela Basset, David Schwimmer und Alan Alda mit. Besonders überzeugen können in meinen Augen Kate Beckinsale als Protagonistin, sowie Alan Alda als ihr Anwalt. Die übrigen Schauspieler werden ein wenig zu Statisten degradiert und man hat das Gefühl, dass sie jederzeit austauschbar wären (und das es eine bessere Besetzung für ihre Rollen gegeben hätte). Dies gilt sowohl für Matt Dillon (Patton Dubois), Angela Basset (Bonnie Benjamin) und besonders für David Schwimmer (als Rachels Ehemann Ray).
Wie soll man diesen Film nun bewerten? Der Film wird in meinen Augen von der Emotionalität des Themas getragen. Die Umsetzung ist jedoch diesbezüglich nicht angemessen geglückt. Der Regisseur (Rod Lurie) hat es nur stellenweise geschafft, die Handlung in eindringliche, berührende Bilder zu transportieren und somit eine hohe Intensität zu erzeugen. Besonders gut wird die Rolle der Medien dargestellt, die sich nur so lange für eine Story interessieren, so lange sie noch aktuell ist und Quote bringt. Die Schicksale die mit diesen Geschichten verbunden sind, verblassen zusehend. Die Charaktere wirken jedoch zeitweise (bis auf Kate Beckinsale und Alan Alda) zu steril und stereotypisch. Die Dialoge teilweise vorhersehbar und bedeutungslos. Daher ist der Film an manchen Stellen eine wenig langweilig und spannungsarm.
Trotz der genannten Kritikpunkte ist der Film recht gut. Man hat nur leider das Gefühl, dass mit eine paar Änderungen ein "sehr guter" Film hätte entstehen können. Der Film ist definitiv besser als Durchschnitt und daher vergebe ich 4 Sterne.
Fazit: Gutes Drama mit emotionalem Thema aber nur mäßiger Umsetzung. Ob die DVD "ein Muss" in jeder Sammlung sein sollte, wage ich jedoch zu bezweifeln. Lieber ausleihen.