tja, nun, nach monate-, wenn nicht sogar jahrelangem warten aufgrund immer wieder verschobener erscheinungstermine lag das gute schätzchen dann gestern in meinen händen. doch schon nach wenigen seiten musste ich feststellen, dass joscha sauer die von buch zu buch gestiegenen erwartungen nicht mehr ganz erfüllen. die spritzigkeit ist raus, manche witze hat sauer einfach noch mal "umgedreht" (siehe pinkelnder yeti, der sich im kreis dreht) und auch die neugeschaffenen charaktere, wie der klempner und zauber fäkalini haben kein richtiges kultpotenzial.
die größte enttäuschung besteht jedoch zweifelsohne in der geschichte. obwohl die einzelnen szenen deutlich länger sind als noch in band 2 und 3, bleibt leider die vielschichtigkeit der handlung ein wenig auf der strecke. auch inhaltlich kommt die geschichte nicht mehr an ihren vorgänger heran. zwar hat sauer wieder einmal raffiniert sämtliche geschehnisse mit einander verwoben, jedoch tat er dies in band 4 total offensichtlich, anders als in band 3, wo jeder teil der geschichte auch einzeln zündete und schlüssig war und die zusammenhänge erst auf den zweiten blick auftauchten. im vierten band wirkt das handlungskonstrukt sehr plump und absolut hanebüchen - wobei eine große vorstellungskraft natürlich schon immer grundbedingung für den leser war - hinterlässt den leser teils ratlos ("wieso war es für die rettung der welt von bedeutung, dass die ente riebmanns telefonkabel durchtrennt hat?").
alles in allem ist "nicht lustig 4" natürlich immernoch ein urkomisches, unvergleichliches buch. jedoch ist zu hoffen, dass sich sauer für den nachfolger wieder stärker auf seine alten qualitäten besinnt und die agenten-ente hendersson, die bestenfalls als kleiner running-gag dient (tarnung als milchflasche, etc.) höchstens noch als sidekick einbringt, um im gegenzug den tod nach dessen tod wieder stärker ins geschehen einzubinden.