Gerade eben sah ich diesen Film zum ersten Mal. Ich mag Max Riemelt gern und dachte mir, ich schaue mal, wie Max sich in die Rolle des Arnold eindenkt und Diese darstellt. Und ich muss sagen, dass er mir sehr gut gefallen hat. Seinen inneren Konflikt habe ich als glaubwürdig empfunden, seine Figur als sympathisch. Armin Rohde als absolut liebenswürdigen und aufopferungsvollen "Freund" Emil und Ida, die "Frau, die sich Mutter nennt", gespielt von Katja Riemann fand ich stimmig und gut besetzt. Meine Probleme hatte ich mit der Wanda, dargestellt von Anneke Kim Sarnau. Es gab keinerlei Chemie zwischen ihr und Arnold (Riemelt), ihre Zerissenheit und Zweifel waren kaum spürbar.
Der Film als Ganzes pendelt zwischen Fiktion und Realität hin und her. Man kann tiefgreifenden Interpretationen vornehmen oder ihn einfach aufnehmen und Punkt. Einige der Botschaften sind löblich, einige der im Film geäußerten Kritiken (Psychopharmaka z.B.) berechtigt.
Alles in Allem habe ich schon schlechtere Filme gesehen. Er hat durchaus schöne und poetische Momente, wenngleich sich das Ende für mich nicht erschließt. Entweder habe ich es nicht verstanden oder es ist einfach wirklich so und es steckt sonst nichts dahinter.Hmm?!
Ich ziehe also einen Punkt für die fehlende Chemie zw. Arnold & Wanda und einen Punkt für das verdüdelte und überhastete Ende ab.