Ephraim Kishon ist unser Chronist, unser Gewissen, die Instanz, die uns unsere kleinen und grossen Schwaechen vorfuehrt, im kleinen (Familie, Ehe), wie im grossen (Gesellschaft). Er macht sich zum Beobachter, wird fuer uns zum Spiegel, in den wir schauen, in dem wir den anderen sehen, uns ueber ihn amuesieren, uns totlachen, miitendrin stocken, um zu erkennen, dass wir es ja selbst sind, den wir da sehen. Seine Botschaft: Leben ist goettlich, einzigartig, etwas besonderes. Und Fehler gehoeren zum Leben, auch wenn es manchmal geradezu absurd anmutet, wie wir diese Fehler immer und immer wieder begehen. Selbst die beste Ehefrau der Welt ist davor nicht gefeit, ebenso wenig wie der Chef oder der Mitarbeiter einer Behoerde, deren Effizienz eigentlich jenseits dessen liegt, was noch messbar waere. Sich angesichts der besonderen geographischen Lage Israels im Spannungsfeld von Arabern und Oelfeldern und der damit einhergehenen Unwegsamkeiten des taeglichen Lebens den Humor zu bewahren, ist nicht nur eine Kunst, nein, ganz sicher auch eine Frage des Ueberlebenswillens. Die Satire scheint die einzig erfolgversprechende Form der Kritik zu sein, mit der sich menschliches Handeln veraendern laesst. Kishon sei Dank.