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Nicht ganz schlechte Menschen [Gebundene Ausgabe]

Helmut Krausser
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

21. August 2012
1915 kommt ein Zwillingspaar zur Welt, das gegensätzlicher nicht sein könnte: Max und Karl sind zeit ihres Lebens Kontrahenten und bleiben doch eng verbunden. Als es ihnen im Deutschland der dreißiger Jahre zu eng wird, fliehen sie mit der Prostituierten Ellie nach Frankreich. Als Illegale suchen sie in Paris ihr Glück – und finden das Leben. Zwischen liebeshungrigen Hoteliers und Schach spielenden Buchhändlern, zwischen Mordanschlägen und Affären geraten die drei in einen rasenden Reigen, der sie schwindelig werden lässt. Dass Karl aufbricht, um im Spanischen Bürgerkrieg für eine bessere Welt zu kämpfen, macht die Lage nicht einfacher. Helmut Kraussers neuer Roman verflicht meisterhaft die Erschütterungen der 1930er-Jahre mit den turbulenten Lebensläufen dreier Menschen.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
  • Verlag: DuMont Buchverlag; Auflage: 1 (21. August 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 383219682X
  • ISBN-13: 978-3832196820
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,6 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 168.698 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

eschreibung des Lebens als Folge von Unabwägbarkeiten. BERLINER ZEITUNG Ein packender, überaus interessanter Streifzug durch das Europa der fiebrigen dreißiger Jahre. KLEINE ZEITUNG EMSTAL Es ist ein origineller Blick auf die Phase vor dem Zweiten Weltkrieg. [ ] Besonders der Blick auf den Spanischen Bürgerkrieg als Vorläufer des Zweiten Weltkriegs bringt dem Leser viele wenige geläufige Einsichten. Auch verfolgt man gebannt die Schicksale der Hauptfiguren, die nie ganz gut, aber eben auch nie ganz schlecht reden und handeln: Schlichte Schwarz-Weiß-Malerei ist trotz klarer und einfacher Sprache Kraussers Sache nämlich nicht. MAIN ECHO Krausser erzählt von diesen Jahren mit Freude an kuriosen Wendungen, mit Lust an der Kolportage, durchaus auch mit großer Leichtigkeit und Witz ( ) eine stilistische Parodie und Hommage an die Literatur der Zwanziger- und Dreißiger Jahre. Als Vorlage für einen turbulenten Kostümfilm in den Kulissen des swingenden Berlin und Paris ist das Buch jedenfalls wunderbar geeignet. SÜDDEUTSCHE ZEITUNG Ein unterhaltsames Buch, geschrieben voller Witz und Leichtigkeit. Die Stärke des Romans ist sein Humor, die Beschreibung des Lebens als Folge von Unabwägbarkeiten. SCHWERINER VOLKSZEITUNG Ein lebendiges, mitreißendes Panorama der 20-er und 30-er Jahre. Ein sprachlicher und intellektueller Genuss! MDR DREI LÄNDER NACHT Wie Krausser die komplizierten menschlichen und sexuellen Verhältnisse und Winkelzüge seiner Protagonisten schildert, zeugt von großer psychologisch-analytischer Einsicht. BR DIWAN

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Helmut Krausser, geboren 1964, lebt in Berlin. Bei DuMont erschienen neben dem Gedichtband ›Plasma‹ (2007) die Romane ›Eros‹ (2006), ›Die kleinen Gärten des Maestro Puccini‹ (2008), ›Einsamkeit und Sex und Mitleid‹ (2009) ›Die letzten schönen Tage‹ (2011) und ›NIcht ganz schlechte Menschen‹ (2012) sowie die Tagebücher ›Substanz‹ (2010) und ›Deutschlandreisen‹ (2014) und der Kriminalroman ›Aussortiert‹ (DuMont Taschenbuch 2011). Seine Romane ›Der große Bagarozy‹ und ›Fette Welt‹ wurden fürs Kino verfilmt.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schade... 3. Oktober 2012
Von Rainer Herzog TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
...ich hatte mich durchaus sehr gefreut über den neuen Krausser, "Eros" und "Einsamkeit und Sex und Mitleid" sind für mich zwei großartige und umwerfende Romane, die ich beide mehrmals gelesen habe auch sein letzter Roman "Die letzten schönen Tage" - sehr gelungen.

Eigentlich bin ich deshalb bei diesem Autor fast schon davon ausgegangen, dass da nichts richtig schiefgehen kann, leider konnte ich mit "Nicht ganz schlechte Menschen" ganz und gar nicht warm werden. Ein interessanter Titel, ein ungewöhnliches und tolles Cover, das Thema "Lebensläufe zweier Brüder in den 20er und 30er Jahren" schienen mir auch ausreichend Stoff für einen typisch spannenden und gewohnt originellen Krausser Roman zu sein. Irgendwann hatte ich während des Lesens allerdings mehr und mehr den Eindruck, dass mich die Protagonisten (die Brüder, eine Geliebte, 2,3 andere Personen) völlig kalt lassen und ich hatte auch den Eindruck dass dem Autoren selbst seine Protagonisten ähnlich kalt lassen: Der Erzählstrom hat manchmal etwas leicht ermüdend chronologisches: Erst passiert das, dann kommt das, dann folgt dieses, ein Brief von Karl, dann ein Streit zwischen Max und Ellie, dann kommt wieder Pierre...Etwas allzu nüchtern und lakonisch die Sprache, das kann Krausser sehr viel besser.

Max, Karl und Ellie haben im Grunde etwas austauschbares, sie sind inkarnierte Randnotizen. Ich glaube, Krausser hatte vielleicht nur Lust, sein zugegebenermaßen profundes Wissen über den kulturell-intellektuellen Hintergrund (Nietzsche versus Marxismus, spanischer Anarchismus, u.a.) der 20er und 30er in einen Roman zu verewigen.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein ganz schlechter Roman 11. September 2012
Von Nihilisto
Format:Gebundene Ausgabe
Helmut Krausser schildert das bewegte Leben der Zwillingsbrüder Max und Karl Loewe im Europa der 1930er Jahre. Poetisch, ironisch und immer unterhaltsam werden die Ähnlichkeiten und vor allem die Unterschiede und starken Gegensätze der Brüder auf mehreren Ebenen beschrieben, was etwa Äußerlichkeiten, Charaktereigenschaften, persönlichen Lebenswandel und weltanschauliche Vorlieben in politischer und philosophischer Hinsicht betrifft (etwa Marx und Nietzsche), sodass eine facettenreiche Form des Doppelgänger-Motivs Verwendung findet und sich ein vielschichtiges Spannungsverhältnis zwischen den Protagonisten entfaltet. Dabei werden auch viele Bezüge zu den historischen Hintergründen und Entwicklungen der bedeutendsten Epoche der neueren Geschichte unter der Naziherrschaft detailliert und informativ hergestellt. Im Vordergrund steht jedoch stets die literarische Erzählung vom Schicksal und vom Lebensweg der Brüder. Krausser-Fans werden teils an THANATOS und teils an EROS erinnert, der Roman ist jedoch zugleich völlig eigenständig und sehr erfrischend und originell. Ein neues poetisches Meisterwerk!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anspruchsvolle Unterhaltungsliteratur ! 23. Juli 2014
Format:Gebundene Ausgabe
"1915 kommt ein Zwillingspaar zur Welt, das gegensätzlicher nicht sein könnte: Max und Karl sind zeit ihres Lebens Kontrahenten und bleiben doch eng verbunden. Als es ihnen im Deutschland der dreißiger Jahre zu eng wird, fliehen sie mit der Prostituierten Ellie nach Frankreich. Als Illegale suchen sie in Paris ihr Glück..." (Klappentext)
Großer und absolut süchtig-machender Roman von Helmut Krausser. Sprachlich knapp und gleichzeitig eindringlich wird die Lebensgeschichte der Brüder Karl und Max Loewe erzählt, die aus dem Nazi-Deutschland fliehen und sich im Paris der dreißiger Jahre eine neue Existenz ergaunern.
Der Autor legt ein großes Tempo vor und versteht dieses über knapp 600 Seiten hinweg zu halten. Die Charaktere werden, bis in die Nebenfiguren, exzellent herausgearbeitet. Zwischenzeitlich gibt es immer wieder kurze historische Einblendungen der Außenwelt, während die Protagonisten ihren eigenen faszinierenden Kosmos erschaffen.
Das Ende - obwohl man eigentlich nicht loskommt von den nicht ganz schlechten Menschen - ist in der Sache konsequent und überzeugt.
Fazit:
für mich eins der besten Bücher der letzten Monate!
Empfehlung !
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3.0 von 5 Sternen Der Versuch einen historischen Roman zu schreiben 13. Oktober 2014
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Helmut Krausser erfindet sich oft neu und geht gerne neue Wege. Er schreibt beispielsweise einen Krimi unter einem Pseudonym, schreibt eine Bio über Puccini und so weiter. Mit diesem Buch hat er wohl versucht, einen Roamn ála "1913: Der Sommer des Jahrhunderts" zu schreiben. Das nervt etwas. Das "Zwischenmenschliche" und seine Figuren sind perfekt gezeichnet, komplex wie immer. Diese historischen Verweise (Spanischer Bürgerkrieg, Weltkriege, Hitler und Co.) sind einfach unnötig.

Der Leser bekommt das Gefühl sechs Jahre alt zu sein und im Geschichtsunterricht zu sitzen. Womöglich sind diese Teile dieses Buches für Menschen gedacht, die nie den Geschichtsuntericht besucht haben oder in Asien oder Südamerika leben - und zudem einer bildungsfernen Schicht angehören. Die Story jenseits dieser unnötigen Belehrung ist aber toll. 20 Prozent des Buches sind überflüssig, werden von mir aber doppelt gewertet, deswegen auch nur 3 Sterne.

Allgemein möchte ich festhalten, dass jeder Krausser absolut lesenswert ist. Ich hab bislang über zehn Werke von ihm gelesen und war stets gut unterhalten. Und auch hier sind rund 80 Prozent des Buches genial!
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