Ehrlich gesagt weiss ich nicht so recht, was ich von diesem Roman halten soll.
War es ein Buch über das Schicksal zweier Frauen? Sollte es ein halber Thriller sein?
Ein Krimi?
Er handelt in erster Linie von zwei Frauen, Addie und Valerie, die in ihrer Kindheit
Freundschaft schliessen.
Addie ist recht dick und schüchtern, Valerie hingegen selbstbewusst und aufgeschlossen.
Erzählt wird die Geschichte von Addie in der "Ich-Form".
Sie erzählt im ersten Teil des Buches über die zusammen erlebte Kindheit und Freundschaft, die
ihr unsagbar viel bedeutet, da sie ausser ihrer Familie niemanden hat, was zum grossen Teil
an ihrem Äusseren aber auch an ihrern Familienumständen liegt.
Doch es folgt im Teenageralter ein Ereignis, das zum Zerwürfnis führt und ihre Freundschaft
beendet.
Nach 15 Jahren steht die inzwischen öffentlich bekanntgewordene Val wieder vor der Tür ihrer
einstigen Freundin Addie, die im Gegensatz zu ihr immer noch sehr unscheinbar ist und zurückgezogen
lebt. Sie bittet sie verstört um Hilfe.
Vielmehr darf man eigentlich schon gar nicht von der Handlung erzählen.
In der Geschichte spielt noch ein Polizist eine Rolle, der ebenfalls einen Teil des Romans
aus der "Ich-Perspektive" erzählt.
Mit ihm wurde ich so gar nicht warm.
Ehrlich gesagt, fand ich seine Rolle in diesem Buch irgendwie unpassend und überflüssig.
Ich kam mit den einzelnen wechselnden Handlungssträngen nicht richtig klar.
Addies Leben, Vals Leben, das des Polizisten, Kindheitserinnerungen und die Geschichte in
der Gegenwart....irgendwie alles durcheinander.
"Diese perfekte Urlaubslektüre wird alle Leser mit ihrem Witz und ihrer Lebensweisheit begeistern",
so schreibt der Publishers Weekly über dieses Buch.
Also "Witz" hab ich auf 380 Seiten absolut nicht gefunden.
Aber wie gesagt...das Buch war irgendwie nicht so ganz meins.
Die 3 Sterne vergebe ich ganz alleine für die Geschichte der Protagonistin Addie Downs, die ich
als einzige der Personen mochte und über deren persönliches Schicksal ich gerne gelesen habe.