Kurzbeschreibung
Bernd Wulffen war zweiundzwanzig Jahre im Ausland tätig und erzählt von besonderen Erlebnissen während seiner Einsätze in Italien, Spanien, Argentinien, Paraguay, Mexiko, Indonesien, Kuwait, China, dem früheren Jugoslawien und Kuba. Gelegentlich gewährt er auch einen Einblick in die Tätigkeit der Zentrale des Auswärtigen Amts, in dem er nach seiner Attachézeit dreimal gearbeitet hat. Damit ist eine Autobiografie eigener Art entstanden, die sich auf Episoden stützt, nicht auf alle Details, die aus dem Leben des Autors berichtenswert wären. Überleitungen erleichtern es dem Leser ein bewegtes Leben nachzuvollziehen, dass mit dem verbreiteten Klischee des Cocktail schwenkenden Diplomaten mit Frack und Orden wenig gemein hat. Sein Buch ist ein Bekenntnis zum modernen Beamten des auswärtigen Dienstes, der sich sprach- und landeskundig - in gefährlichen Situationen zurechtfindet und Krisen bewältigt. Es ist aber auch ein Plädoyer für die Zusammenarbeit mit den Staaten der Dritten Welt, die, wie der Leser erfahren wird, keinesfalls eine Einbahnstraße ist.
Über den Autor
Bernd Wulffen, geb. 1940 in Klosterheide/Kr. Neuruppin studierte Rechtswissenschaften, Politologie und Fremdsprachen in Frankfurt (Main), Berlin, Marburg und Pisa. 1967 promovierte er mit einer verfassungsgeschichtlichen Arbeit in Frankfurt. Nach dem Assessorexamen 1968 und kurzer Anwaltstätigkeit trat er 1969 in den auswärtigen Dienst ein und war zunächst an den Botschaften Madrid, Buenos Aires, Asunción und Mexiko tätig. 1976 wurde er in die Zentrale des Auswärtigen Amtes nach Bonn zurückversetzt und studierte nebenher am Seminar für Orientalische Sprachen in Bonn. 1980 bis 1991 war er als Leiter der Wirtschaftsdienste in Jakarta und Peking sowie als Botschafter in Kuwait und Bahrain tätig. 1991 und 1992 koordinierte er als Botschafter den Weltwirtschaftsgipfel in München. Von 1992 bis 1999 leitete er das Umweltreferat des Auswärtigen Amts. Nach einjähriger Tätigkeit als ziviler Koordinator im Kosovo wurde er Ende 2000 mit der Leitung der Botschaft Havanna beauftragt. Seit Juli 2005 lebt er im Ruhestand in Berlin.