Betty lebt mit ihrer Tochter Mahtab und ihrem Mann Moody in den USA. Moody, der gebürdige Persier und Gläubige, hat sich an den westlichen Lebensstil gewöhnt, zumindest denkt dies Betty. Er ist Arzt und ermöglicht seiner Familie ein recht gutes Leben. Da Moody lange nicht bei seiner Familie in Persien war, schlägt er seiner Frau vor, einen zweiwöchigen Urlaub mit seiner Frau und der Tochter Mahtab zu machen. Betty ist von Anfang an skeptisch, wird von ihrer Familie gewarnt, stimmt jedoch Moody zu liebe dem Urlaub zu. Dort angekommen, merkt Betty, dass sie nicht "für voll" genommen wird und die Frau sich eindeutig unter zu ordnen hat. Die Reisepässe werden sofort nach der Ankunft entzogen. Die vierzehn Tage Urlaub vergehen und Betty merkt, dass Moody keine Anstalten macht, sich Richtung Amerika zu bewegen. Er kommt mit Ausflüchen, warum dies nicht möglich ist. Betty merkt sie ist in der Falle. Sie wird von ihrem Mann immer mehr in die Enge getrieben und nicht mehr liebevoll behandelt, sondern muss sich unterordnen. Die Lebensverhältnisse sind sehr schlecht, sie wohnen bei Moodys Familie. Betty hat nix zu sagen, muss machen, was hier vorgeschrieben wird. Betty muss feststellen, dass es für sie ohne Flucht keinen Weg mehr aus dem Iran heraus gibt. Aber nicht allein, nur mit ihrer Tochter. Nur bis dahin ist es ein sehr schwerer Weg, Betty muss so tun, als wäre alles in Ordnung, dass sie sich mit ihrem Schicksal abgefunden hat (Moody behandelt sie wie den letzten Dreck, vergewaltigt sie sogar). Jedoch findet Betty Möglichkeiten, Kontakt mit der Außenwelt aufzunehmen, auch wenn dies sehr gefährlich und schwierig ist.
Das diese Geschichte eine wirklich reale ist, hat mich echt erschreckt. Da Betty diese Geschichte am eigenen Leib erlebt hat, wird man in ihre wirklichen Ängste und Erlebnisse hineinversetzt. Einem wird vor Augen geführt wie es ist, von jetzt auf dann sein Leben von anderen bestimmen lassen zu müssen und selbst nichts eigenes machen zu können, was einen interessiert und wichtig ist. Schwierig ist der Konflikt zwischen den verschiedenen Religionen.
Dieser Film ist direkt an das Buch angelehnt. Jedoch wurden viele Passagen, gerade die Flucht sehr verkürzt und vereinfacht. Auch wenn der Film Gefühle und Ängste rüberbringt, bin ich der Meinung, um wirklich zu erfahren, was Betty ausstehen musste, sollte man das Buch gelesen haben. Der Film ist die Light-Version des Buches, aber um zu erfahren, was passiert ist, voll in Ordnung. Sehr gut wurde die Liebe von Betty zu Ihrer Tochter dargestellt. Schade ist, dass der Film nicht ganz die Verhältnisse u. a. der Hygiene rüberbringt, dass fand ich im Buch sehr erschreckend, im Film sah alles relativ ordentlich und sauber aus. Auf jeden Fall ist der Film empfehlenswert, nicht langweilig und auch nicht in die Länge gezogen. Das Ende hätte etwas mehr ausgearbeitet werden können, ich fand es etwas zu kurz, in der Realität hat Betty noch etwas mehr erlebt.