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Nicht mein Tag
 
 
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Nicht mein Tag [Taschenbuch]

Ralf Husmann
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (89 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Scherz Verlag, Frankfurt; Auflage: 1 (1. Mai 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3502110387
  • ISBN-13: 978-3502110385
  • Größe und/oder Gewicht: 21,5 x 14 x 2,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (89 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 217.741 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ralf Husmann
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Der Pate des deutschen Humor (DIE WELT online) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Kurzbeschreibung

Das Leben ist wie Lotto, man verliert fast immer ...
Till Reiners ist einer, der so ist wie alle und bislang hat er das für etwas Positives gehalten. Da wo Till ist, ist es nicht trendy. Schon sein Name ist nicht hip, und dann wohnt er auch noch am Rande des Ruhrgebiets und trägt einen Seitenscheitel. Er hat eine Frau und ein Kind und ein Leben wie eine Tatort-Folge: ziemlich deutsch, mäßig spannend, mit wenig Sex, und man ahnt nach der Hälfte, wie es ausgehen wird. Bis Nappo auftaucht, ein Kerl mit einer Tätowierung, einer Sporttasche und einer echten Waffe. Plötzlich ist alles anders: Ein Kaninchen stirbt, ein Mann wird zusammengeschlagen, ein unflotter Dreier findet statt und Bruce Springsteen spielt dazu. Außerdem fehlen der Dresdner Bank 30 000 Euro. Und Till Reiners ist auch nicht mehr, was er mal war ...

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

65 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Anfangs lässig, dann nervt es nur noch, 7. Juli 2008
Von 
Thomas Liehr (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Nicht mein Tag (Taschenbuch)
Till Reiners ist Ende dreißig, trägt langweilige Klamotten und einen Seitenscheitel, arbeitet bei der Dresdner Bank und träumt davon, mit seiner jungen, leicht merkbefreiten Kollegin Jessica nach Paris durchzubrennen. Zu Hause, in der fast bezahlten Eigentumswohnung am Rande von Osthofen, warten Miriam, mit der Till nur noch selten Sex hat, und Nico, dessen Geburt den Anfang vom Ende des Glücks markierte. Folgerichtig unterteilt sich die Geschichte des Ehepaars in die Zeit vor und nach Nico. Vor Nico spielte Till Gitarre, nach Nico hört er nur noch Rolf-Zuckowski-CDs. Mit Nico.

Dann betritt Nappo die Bank, ein junger Prolet mit riesiger Sonnenbrille auf der Nase und einer Waffe in der Hand. Nappo überfällt die Bank, Till sieht die Chance, sich vor Jessica zu beweisen, und drängt sich quasi als Geisel auf, bevor er den Gedanken in aller Konsequenz zu ende denken kann. Es beginnt eine seltsame Odyssee, die das ungleiche Paar in eine Kleingartenkolonie, später nach Holland und schließlich nach Frankreich führt, und während dieser Tour de Force entdeckt Till nach und nach ungeahnte Charaktereigenschaften an sich selbst, sogar den Hang zur Gewalttätigkeit. Aber zu Hause, in Osthofen, wächst gleichzeitig der Verdacht, dass Till mit dem Überfall etwas zu tun haben könnte. Schlimm wird es, als die dusselige Jessica ihre Chance wittert, das unerwartete Medieninteresse für sich zu nutzen.

Der Roman beginnt lässig und amüsant, ist sehr lesbar, spannend und wirklich komisch. Es sind die kleinen, manchmal gemeinen Wahrheiten über das Leben, die liebevolle Figurenzeichnung und der immerwährende Vergleich zwischen Realität und fast vergessenen Träumen, die die Geschichte interessant und bemerkenswert gestalten. Zudem bereitet Husmanns flockige, sehr authentische Erzählsprache großes Vergnügen. Aber irgendwo in der Mitte stolpert der Autor in die Falle, die er sich selbst gestellt hat: Tills Veränderung darf nicht so weit gehen, dass es kein Zurück mehr gibt, und diese dramaturgische Vorgabe wirkt sich in fataler Weise auf den zweiten Teil aus. Irgendwann gehen Husmann die plausiblen Gründe dafür aus, warum der immer apathischer werdende Till nicht einfach abhaut, während die Daheimgebliebenen (Miriam, Jessica, ein Kommissar) im Dutzend billiger Klischees einsammeln, bis hin zu den Nacktfotos, die Jessica für eine Boulevardzeitung schießen lässt. Die Geschichte beginnt, zu nerven, weil sie sich kaum mehr entwickelt, und wenn, dann in absolut vorhersehbarer Weise. Das ziemlich fade Ende verbraucht den Rest vom Vorschuss, den der Anfang erzeugt hat, und schließlich ist man froh, das Buch weglegen zu können. Schade, weil es wirklich originell und überzeugend begonnen hatte.
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64 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Bin das nur ich?, 16. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Nicht mein Tag (Taschenbuch)
Interessant, wie weit Meinungen auseinander gehen können! ;o)

Habe "Nicht mein Tag" in der letzten Woche gelesen und konnte es gegen Ende kaum erwarten, bis das Leid endlich aufhört! Till Reiners ist mir schrecklich auf die Nerven gegangen, sein Selbstmitleid und Unfähigkeit etwas zu unternehmen haben mich beim Lesen schier wahnsinnig gemacht und mehr als einmal habe ich gedacht "Das kann doch jetzt nicht Dein Ernst sein!!".

Und gelacht? Sorry, habe ich nicht. Kein einziges Mal. Im Gegenteil, ich fand das Buch in seiner Gesamtheit eher deprimierend. Lauter unglückliche Menschen überall!

Die Serien "Stromberg" und auch "Dr. Psycho" finde ich super! Aber "Nicht mein Tag" hat mich fertig gemacht und ich war erleichtert, als Till Reiners Trip endlich vorbei war.

Aber wie gesagt: Vielleicht bin das nur ich? Vielleicht war ich in schlechter Stimmung?

Fand es nur wichtig, hier auch mal eine ganz konträre Meinung abzugeben.

Am besten also, Ihr bildet Euch Eure Eigene! ;o)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Stromberg mit Scheitel, 16. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Nicht mein Tag (Taschenbuch)
Wir alle kennen Stromberg, den hochgeschossenen Kleingeist mit Führersyndrom, cholerisch, unausgeglichen, rechthaberisch. Aber wir kannten nicht das Format des Angestellten unter ihm.

Bis wir Till Reiners kennen lernten. Das Paradebeispiel eines Menschen in der Mitte seines Lebens, der sich mit eben diesem abgefunden hat. Obwohl rebellisches und neugieriges Verhalten der Vergangenheit noch als Erinnerung nachschwingt, gibt sich Till Reiners voll und ganz den Rahmen einer durch und durch traditionierten Welt hin. Dazu gehört der sich langsam ins Nirwana verziehende Geschlechtsverkehr, sowie die obligatorische Bratwurst garniert mit sich mit Gurkensalat vermischenden Kartoffelbrei.

Dass dies nicht wirklich glücklich macht, ist klar, aber das er aus diesem Trott herausgezogen wird, von einer Person, die ihn sicher ganz und gar nicht glücklich machen will, das überrascht.
Denn eigentlich wollte Nappo nur ein paar Euros für eine neue Karre klar machen, mit der er, Scheiße!, seine Olle beeindrucken wollte. Dass der Spießer mit Scheitel mitkommt, war nicht geplant, ebenso wenig wie ... nun, bis auf die Tatsache, dass Nappo das Geld klarmacht und die Karre kauft, gibt es nicht wirklich viele Punkte die von seinem nicht vorhandenen Plan erfüllt wurden. Und so begeben sich Till und Nappo auf einen nervenstrapazierenden Trip, der das Leben von Till deutlich verändern sollte, während daheim Till für einen Verbrecher gehalten wird.

Also ich persönlich finde die Lektüre durchaus unterhaltend und vor allem gefällt mir die Art und Weise wie mit Sprache umgegangen wird. Ralf Hussmann ist wirklich ein Meister der Sprache des Alltags und es ist erstaunlich, wie sich fiktive Charaktere mit der Umwelt des Lesers überschneiden.
Eine deutliche Leseempfehlung meinerseits.
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