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Nicht klagen, kämpfen! [Taschenbuch]

Roland Kehr
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

21. April 2006
Die Stimmung in Deutschland ist am Boden, fast fünf Millionen Arbeitslose und die ständige Angst, eines Tages dazuzugehören. Das wichtigste in einer sozialen Marktwirtschaft ist aber der Mensch als Endverbraucher und Konsument. Dieser braucht Kaufkraft durch sichere Arbeitsplätze, ohne ihn stirbt die Konjunktur und damit die Wirtschaft. Das begreifen viele Unternehmer nicht, sie denken nur an Gewinnmaximierung. Den Hauptanteil der Arbeitsplätze stellt mit 80 % der Mittelstand, der kränkelt aber seit Jahren zunehmend an fehlendem Eigenkapital durch das restriktive Verhalten der Banken, die früher 80 % der Investitionen in Arbeitsplätze finanzierten. Dadurch können kaum noch Investitionen zur Arbeitsplatzschaffung getätigt werden. Den 3,3 Mio. Klein- und Mittelständlern möchte Roland Kehr Mut zu alternativen Finanzierungen machen und die privaten deutschen Haushalte - mit 4,32 Billionen EURO Ersparnissen - zu Geldanlagen in den Klein- und Mittelstand raten. Alle zusammen haben dann die Kraft, wieder fast Vollbeschäftigung und gute Renditen für Kleinanleger zu schaffen. An Hand seiner eigenen ungewöhnlichen Firmengeschichte möchte er beweisen, dass das geht und beide Teile zu Wohlstand kommen können. Roland Kehrs Lebensgeschichte erzählt Ihnen aus der frühen Kindheit im Wirtschaftswunderland und anschließendem unfreiwilligen Leben von den Eltern getrennt in der Mangelwirtschaft der DDR. Obwohl es eine ständige Jagd nach irgendwelchen Dingen war, hatte man aber trotzdem das Gefühl der sozialen Sicherheit, nicht alles war schlecht in der DDR. Die schlimme NVA - Zeit im Seelanderegiment Prora wird geschildert, das Verbot, seinen tödlich verunglückten Eltern als einziger Sohn die letzte Ehre zu erweisen. Kurz vor der Verhaftung durch das Hobby Modelleisenbahn wegen „Devisenvergehen“ durch Modellbahntauschpartner im Westen, sein abenteuerliches Leben präsentiert sich wie ein Krimi. Aber auch Gefühle spielen eine große Rolle, der Mut aufzubegehren trotz eines vollbewaffneten Staates. Erzählt wird von den Hoffnungen der Wende und vom Firmenaufbau trotz Vorurteile des Westens gegen „Ostprodukte“, kalten Bankern und endlosem Bürokratismus. Dies alles war trotzdem ein erfolgreicher Kampf, an seinem Beispiel der Lösungswege für Probleme und Finanzierungen sowie Tipps für Geldanlagen können die Leser für sich eigene Schlüsse ziehen, die ihnen helfen. Modellbahnfreunde erhalten zudem einen Blick hinter die Kulissen der Branche. Das Buch ist untermalt mit Fotos und Originaldokumenten, die sicher viele staunen lassen. Darunter der Ministerratsbeschluss der DDR Regierung zur Lohnerhöhung von 1,88 M auf 2,06 M bei damals schon 1,56 M Literpreis für „Extra“, dem Superbenzin der DDR; die Genehmigung der Betriebs- und Gewerkschaftsleitung, sich ein Farbfernseher kaufen zu dürfen und vieles mehr. So ein breites Themenspektrum in diesem einzigartigen Buch ist sicher ungewöhnlich. Aus dem Inhalt: Meine frühe Kindheit, bestimmt durch die deutsch-deutsche Teilung. Zwischen Pionierhalstuch und FDJ-Hemd. Lehrjahre Arbeitslos in der DDR. Mein neues Berufsleben in einem noch privaten Betrieb. Auf Freiersfüßen. Meine Verwandtschaft väterlicherseits. Grundwehrdienst im einzigen Seelanderegiment der DDR. DDR Alltag. Unfalltod meiner Eltern, Verweigerung der letzten Ehre durch die Stasi. Das Hobby gewinnt an Bedeutung, erste Gewerbeversuche und drohende Verhaftung. Der erste Besuch im Westen seit der Kindheit. Wir lernen, aufrecht zu gehen durch Widerstand. Endlich selbständig. Firmenaufbau, ein unglaublicher Kampf gegen Ostvorurteile. Eine gewaltige Umstrukturierung im Osten. Natürliches Wachstum. Firmenerweiterung und Schaffung von Immobilienwerten 1998. Neue Produkte werden 2001 für den westeuropäischen Markt nötig, Darlehens- und Fördermittelverweigerung. Firmenerweiterung durch Ladengeschäft mit Immobilienzuwachs, Darlehens- und Fördermittelverweigerung. Bilanz nach 15 Jahren Selbständigkeit. Wir sind das Volk, wir müssen handeln, sonst geht uns die Zukunft verloren.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 159 Seiten
  • Verlag: Mecke Druck und Verlag (21. April 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3936617554
  • ISBN-13: 978-3936617559
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.518.853 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Roland Kehr hat in seinem Leben offensichtlich viel durchmachen müssen. Die schiere Masse der beschriebenen Rückschläge, die er mit seinem kleinen Unternehmen in der zweiten Hälfte des Buchs erleiden muss, ist schon fast irreal. Erstaunlich, wieviel Pech ein Mensch haben kann, wobei einige Schnitzer durchaus auch auf die bereits erwähnte Blauäugigkeit zurückzuführen sein könnten. Mit seinem eisernen Durchhaltevermögen angesichts soviel Unglücks und mit den Erzählungen über das harte Leben in der DDR möchte Kehr dem Leser jedenfalls augenscheinlich Mut machen. Das Zynische daran ist, dass all dieses Durchhalten offensichtlich nicht zu viel geführt hat - am Ende des Buchs scheint es Kehr nicht wirklich besser zu gehen als am Anfang. Mut macht das keinen. Die erste Hälfte seines Buchtitels beherzigt er dagegen nicht wirklich, denn geklagt wird in diesem Buch an allen Ecken und Enden - über die arroganten Wessis, über die Rauheit der Gesellschaft, über das Unverständnis gegenüber der eigenen Vergangenheit und so weiter. Auf die zahlreichen Abschweifungen und Tipps, wo man denn nett Essen gehen und Urlaub machen kann, hätte man dabei übrigens gut verzichten können. Das Ganze hat so ungefähr den Charme einer Stammtischrunde in der Kneipe, wo Opa Anekdoten aus dem eigenen Leben erzählt - jaja, so war das damals, im Osten. Nun wird jeder, der ebenfalls in der DDR aufgewachsen ist, eine ähnliche Geschichte erzählen können, zumindest, was die erste Hälfte des Buchs angeht. Oder man kann seine Eltern fragen. Wessis bekommen zwar einen Einblick erster Hand in den Arbeiter- und Bauernstaat, sehen sich aber gleichzeitig stets unterschwellig oder offen mit dem anklagenden Zeigefinger konfrontiert - und will man sowas lesen? Eher nicht, allein schon deswegen, weil Kehrs Schreibstil einfach unerträglich ist. Wortwiederholungen an allen Ecken und Enden, mieser Satzbau, staubtrockene Erzählungen, kein Sinn für das geschriebene Wort. Man hätte nicht gedacht, dass dieses Buch jemals an einem Lektor vorbeigetragen worden wäre, am Anfang ist jedoch jemand aufgeführt - wie peinlich! Als Beispiel soll einfach mal folgender Satz von Seite 104 dienen: “Frau Günther war eine ganz liebe Kollegin, leider verlor sie durch Tod ihren Mann auf der Messe viel zu früh.“ Ohne Worte!

Wer über sowas hinwegsehen kann und sich für das Leben in der DDR oder als Selbstständiger im wiedervereinten Deutschland interessiert, der könnte “Nicht klagen, kämpfen!“ eine Chance geben. Als Stück echter deutscher Zeitgeschichte hat das Buch durchaus einen gewissen Wert, und es ist auf morbide Weise faszinierend, zu lesen, was einem einzelnen Menschen alles an Unglück widerfahren kann. Doch leider wird sich dieses Buch letztendlich nur in die lange Reihe der Rückschläge und Fehltritte des Roland Kehr traurig einreihen.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wehklagen und gegen Windmühlen kämpfen 7. September 2006
Von Jens Kaup
Zum Buch - es hat durchaus Unterhaltungswert, ich habe es schnell weggelesen. Der erste Teil zur DDR-Zeit war für mich interessanter und angenehmer. Es nerven die Familienstreitigkeiten, die "Urlaubstipps" und die persönlichen Abrechnungen. Die 15 € waren aber ein akzeptabler Gegenwert für den Lesespaß.

Aber inhaltlich deutet der Titel ja schon Selbstgefälligkeit und missionarischen Eifer an - und so besteht das Buch passend zu Rolands erstem Auftritt hier gerade aus ununterbrochenen Wehklagen, der Bereich des Kämpfens erinnert stark an Don Quixote. Ich bin auch selbstständig und kenne die Schwierigkeiten - aber wer so oft "in die Scheiße greift", der hat irgendwann denn auch selbst schuld, auch wenn das hart klingen mag.

Sind jetzt die beiden Ladengeschäfte um die es in dem Schlußteil des Buches geht, wirklich wieder abgebrannt? Unglaublich!
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mittelstandengagement schafft Arbeitsplätze! 24. September 2007
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Der Autor Roland Kehr hat in seinem Buch NICHT KLAGEN, KÄMPFEN! Seine Erfahrungen in der ehemaligen DDR und sein Weg in die Selbstständigkeit verarbeitet. Seine Erfahrungen und seine Sicht der Dinge geben ein sehr persönliches Bild seiner damaligen und heutigen familiären Situation wieder und zeigen auf, wie schwer es war, gegen alle Widerstände, eigenen Erfolg aufzubauen - doch letzten Endes war es möglich!

Die ersten Jahre Roland Kehrs in der DDR waren sicherlich nicht leicht, doch war die Gemeinschaft sicherlich besser strukturiert und hilfsbereiter als wie es zum gleichen Zeitpunkt in der BRD war. Organisationstalent und Ausdauer waren von Nöten, um Erfolg zu haben.

Roland Kehrs Geschichte zeigt auf, das man mit Durchhaltewillen und Ideen auf mittelständischer Basis Erfolg haben kann. Man benötigt natürlich einen langen Atem und viel guten Willen, doch den beweist Roland Kehr in seinem Buch, welches fast autobiographische Züge zeigt.

Besonders in Erinnerung ist mir die Genehmigung für einen Farbfernseher 1979 geblieben, welcher von drei offiziellen betrieblichen Kollegen/Vorgesetzten genehmigt werden musste. Das der Fernseher dann auch noch den Gegenwert von 15 Monategehältern umfasste, machte die Geschichte seines Erwerbs, um so brisanter.

Das Modell der Selbstständigkeit mit dem Trendthema Modelleisenbahn, schaffte aber auch Probleme für Roland Kehr, den als Ostler hatte er einige Schwierigkeiten und mit Vorurteilen zu kämpfen.

Der Erfolg seiner Firma und das Schaffen von Arbeitsplätzen aber, geben ihm Recht, seinen Weg richtig gegangen zu sein.

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