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Nicht immer nur meckern [Broschiert]

Sven Himmen
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

17. Februar 2011
Ein Mann kauft sich ein Tagebuch. Aber nicht, um darin die schönen Momente seines Lebens festzuhalten, sondern um durch das Schreiben seinen Hass auf die Außenwelt zu verarbeiten. Woche für Woche stürzt er sich auf alles, was ihn an seinen Mitmenschen aufregt. Allerdings hat dies eine alles andere als beruhigende Wirkung auf ihn.

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Produktinformation

  • Broschiert: 236 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (17. Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3842318634
  • ISBN-13: 978-3842318632
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 928.295 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zynisch, witzig, lesenswert! 28. März 2011
Eine amüsante und zynische Gesellschaftskritik in Tagebuchform, in der viele befremdende Phänomene der modernen Zeit aufgegriffen und erschreckend treffend beschrieben werden. Diese expliziten Beschreibungen, mit einer guten Portion Sarkasmus angehaucht, geben immer mehr Einblicke in die Persönlichkeit des Protagonisten, die vor allem durch seine allmählich immer häufiger berichteten Interaktionen mit der Außenwelt dem Buch zu einer interessanten und unterhaltsamen Geschichte verhelfen. Die Charakterentwicklung des Protagonisten ist dabei abschreckend und faszinierend zugleich. "Nicht immer nur meckern" ist ein Lesevergnügen der ganz anderen Art!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Zuckerl mit bitterer Medizin zum Lesen 26. April 2011
Von Amazon bestätigter Kauf
Ein namentlich nicht genannter Alltagsmensch, sozusagen der Held dieser Geschichten, besorgt sich ein Tagebuch. Oder sagen wir besser Wochenbuch, denn jede Woche schreibt er in seinen neuen besten Freund hinein. Wo andere jedoch schöne Erlebnisse, interessante positive Begebenheiten und ähnliches hineinschreiben, knallt der Autor seine Verbitterung über die Mitmenschen, seine "Außenwelt", auf Papier. Pro Woche nimmt er sich eines bestimmten Themas an, welches aus dem Alltag stammt und zerpflückt wird. Ob Umweltverschmutzung, rücksichtslose oder sonstwie beschränkte Menschen, Feiertagsterror in der Großstadt oder unverständliche Trends - der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund und wendet seine Tagebucheinträge mehr oder minder als Aggressionsbewältigungsmaßnahme an, doch es endet nicht so wie gewünscht.

Das Debüt von Sven Himmen - zum ersten Mal in der Welt der Bücher in Erscheinung getreten, allerdings jahrelang schon als fleißiger Kolumnenschreiber im Internet tätig - ist kein klassischer Roman sondern liest sich eben auch wie ein Tagebuch. Dabei bleibt dem Leser selbst überlassen, ob er sich eher mit dem Autor identifizieren will oder die Rolle des Tagebuchs einnimmt, das fortan alleiniger "Zuhörer" für Sorgen und Nöte darstellt.

Was die Identifikation angeht, wird es dem Leser leicht gemacht: der Text wurde in der 1. Person (Ich) verfasst und da nur bekannt ist, dass es sich um einen jungen Mann in einer Großstadt handelt, dürfte sich das Hineinversetzen in diese Person nicht als schwierig gestalten.
Jeder Eintrag zu jeder Woche ist etwa drei bis fünf Seiten lang und daher praktisch in Lesehäppchenform.
Das Spektrum der angesprochenen Themen ist groß, einige hab ich vorhin schon erwähnt. Aber auch Ernährung, Ärger im Straßenverkehr, schlechte Witze und das gute alte schlechte Fernsehen werden angesprochen. Wie vieles andere auch. Eine Liste will ich nun echt nicht niederschreiben, man sollte wie mit einer Schultüte verfahren - sich einfach überraschen lassen.

Der rote Faden durch alledem ist der Ärger, den die Hauptfigur auf die scheinbar lebensfeindliche Umwelt verspürt und der sich durch alle möglichen Lebensbereiche zieht. Der Titel "Nicht immer nur meckern" ist einerseits also (gewiss mit Absicht) blanker Hohn. Dabei sagt die Hauptfigur nicht nur "dieses und jenes finde ich einfach furchtbar", sondern begründet auch, relativiert wo es sein muss (aber auch nur dann) und stellt desöfteren eine seiner Meinung nach bessere Alternative vor (z.B. wozu Weihnachtseinkaufsstress, wenn man früh genug Dinge einkaufen könnte). All das mag nicht neu klingen, dennoch ertappt man sich immer noch mindestens ein paar Mal beim zustimmenden Nicken, denn es GIBT nunmal etliche kleine Dinge im Alltag, die müssten nicht sein, allein schon weil der gesunde Menschenverstand sowas eigentlich nicht hätte zulassen sollen.
Dann gibt es wieder Themen, die banalerer Natur sind und an sich bestenfalls unfreiwillig komisch (wenn Leute z.B. mit Phrasen dreschen, sich dabei aber ordentlich verhaspeln).

Am Ende gibt es sowas wie einen Höhepunkt dieser Tagebucheinträge, sodass sich "Nicht immer nur meckern" nicht nur wie ein privates Büchlein ohne jede Wendung liest.

Wozu ist dieses Buch gut? Es entführt den Leser nicht vom Alltag weg in eine andere Welt oder stellt neue Ansichten/Tatsachen vor.
Doch muss das sein? In meinen Augen dient Himmens Buch vor allem als amüsante wie bittere Gelegenheit, mal ein wenig mehr über das Abenteuer Alltag nachzudenken. Vielleicht wird es jeden so gehen, dass er zum einen sich voll und ganz mit dem Autor einverstanden fühlt, zum anderen aber ehrlicherweise sich eventuell als Teil der ihm verhassten Außenwelt ertappt. Vielleicht als gestresster, herumschubsender Kunde in einem Kaufhaus oder als Radfahrer auf dem Gehweg? Oder man teilt die Ansichten mit dem Tagebuchschreiber einfach nicht. All dies wird unvermeidlich sein und das soll man sich beim Lesen am besten vor Augen führen.
Ebenso ist "Nicht immer nur meckern" kein faschistischer Wälzer, der anderen unbedingt die Meinung der Figur aufdrängen will nach dem Motto "Da habt Ihr die einzige richtige Meinung! Geht und verbreitet sie!". Ich sehe das Buch als eine Reihe von Denkanstossmöglichkeiten mit Lesespaß.

Positiv hervorzuheben sind knapp gesagt schonmal die bilderreiche und klare Sprache, die eben erwähnten Denkanstösse, die das Buch erzeugen könnte, den Höhepunkt des Buches und für ein Tagebuch voller Zorn ist es erstaunlich flüchefrei geschrieben (dennoch mögen manche Leser sich eventuell an so manchen eher ekligen Beschreibungen stören).
Hier widersetze ich mich dem Buchtitel einmal und meckere doch ein paar mal: ein wenig kurzer Lesespaß ist das und etwas zu exzessiv werden Sätze wie "Aber zurück zu...", "Jetzt aber genug von..." wenn auch leicht variiert verwendet. Es fällt halt auf und kann beim Lesen etwas stören.

Rundherum ist "Nicht immer nur meckern" ein gelungener Erstling von Sven Himmen, der kurzweiligen, etwas anspruchsvolleren Lesespaß verspricht. Gerne würde ich in Zukunft mehr von Himmen auf dem Buchmarkt sehen.
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4.0 von 5 Sternen Sehr lesenswert mit kleinen Abstrichen. 31. Juli 2011
Von Leopold
Normalerweise verfasse ich keine Rezensionen, mache aber einmal eine Ausnahme, da ich mich dessen als langjähriger Besucher von diepinguine.de verpflichtet fühle.

Der Kern des Buches ist die boshafte Darstellung des Antagonisten - der Außenwelt - durch den Protagonisten in Tagebuchform. Dies geschiet kreativ, treffend und gibt dem Leser den ein oder anderen Denkanstoß. Auch der Verzicht einer moralischen Reflektion passt gut zum Stil, sodass das Buch zunächst eine volle Punktzahl verdient.

Dass die Geschichte für sich nicht sonderlich interessant ist, sehe ich nicht als Kritikpunkt. Sie steht nicht im Vordergrund. Leider gibt es aber einige sprachliche Auffälligkeiten und die Abschlüsse der Kapitel/Wochen wirken etwas übertrieben, was für mich die Vergabe von vier Sternen begründet.

Rundum war das Buch durch seinen intelligenten Zynismus aber durchaus unterhaltsam.
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