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Nicht frei von Sünde
 
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Nicht frei von Sünde [Gebundene Ausgabe]

Benjamin Black , Christa Schuenke
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1. Aufl. (22. Februar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462037684
  • ISBN-13: 978-3462037685
  • Originaltitel: Christine Falls
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,2 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 703.056 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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John Banville
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Bereits nach dem ersten kurzen Kapitel ist klar: Auch das Pseudonym kann nicht verbergen, wer uns da so bild- und wortgewaltig in düsterste Schwingung versetzt. Die Pathologie in den Kellergewölben des Holy Family Hospitals, Quirkes Reich, der den Toten näher steht als den Lebenden. Malachy Griffin, Geburtsarzt der Klinik und zwielichtiger Schwager Quirkes, den dieser nach durchzechter Partynacht beim Fälschen von Totenakten antrifft. Das merkwürdige Interesse Malachys an der Leiche der jungen Christine Falls. Der Heimweg des sturzbetrunkenen Quirke durch ein morgengraues Dublin des Jahres 1950. Die karge Wohnung. Erinnerungsstücke an bessere Tage. Eine Atmosphäre zum Schneiden. Seiten, in denen beißende Kälte regiert. John Banville hat seine neue Visitenkarte vorgelegt.

Der Booker-Preis-Gewinner, der 2006 mit Die See sein Meisterstück vorlegte, verwendet auch im Thrillergenre, Banvilles literarischem Spielbein, Motive aus seinem bisherigen Werk. Verlust des geliebten Partners, Zusammenbruch und Sinnkrise, Flucht in Alkohol und Sarkasmus. Meisterlich verbandelt Black/Banville hierbei das mysteriöse Ableben von Christine Falls mit Schicksalsfäden, die in Quirkes eigene Familie führen. Verwirrende Zustände offenbaren sich. Quirke liebte einst Sarah, die ihm der verhasste Malachy wegschnappte. Trost fand der Pathologe in Sarahs Schwester Delia, bis der Tod auch sie ihm entriss. Von nun an regierte der Alkohol. Einzige Fürsprecher des einsamen Wolfes sind Phoebe, Sarahs und Malachys Tochter, die ihren Onkel heimlich anhimmelt und der über allem thronende Familienpatriarch, Großvater Garret, ein angesehener Dubliner Richter. Ein „nobler“ Familienverband, den der Tod einer jungen Frau nun jäh sprengen wird!

Neben dem sich leise voranschiebenden Plot um verschwundene Waisenkinder und einen alten Verschwörungsskandal der besseren Kreise Dublins und der katholischen Kirche, verwendet Black alle Sorgfalt der Welt, seinen Geschöpfen Leben einzuhauchen. Penibel genaue Charakter- und Milieuzeichnungen der Dubliner Gesellschaft machen den Roman zum reinsten Kammerspiel und bieten fast mehr Lesegenuss als die eigentliche Crimestory. Die Rechnung folgte auf dem Fuße. „Keine typische Thrillerstory“, tönte es aus amerikanischen Amazon-Leserkehlen. Stimmt genau, liebe Krimifreunde! Was ihr hier in Händen haltet, ist weit mehr!--Ravi Unger

kulturnews.de

Benjamin Black ist ein Schwarzseher. Romancier John Banville hat sich das Pseudonym also nicht nur mit fast persiflierender Plattheit, sondern auch als düsteres Omen für seinen ersten Krimi ausgesucht. Allerdings gelingt ihm mit "Nicht frei von Sünde" weder die tiefenpsychologische Literatur, die man von Banville gewohnt ist, noch fertigt er einfach eine spannende Geschichte an. Zu ausufernd erzählt er. Zu unspektakulär. Pathologe Quirke erwischt den hoch angesehenen Gynäkologen Malachy beim Fälschen der Akte einer Verstorbenen. Quirke vertuscht den Vorfall, da Malachys Vater ihn einst aus dem Waisenhaus holte und die Familienehre leiden könnte: Die Tote war Hausmädchen bei Malachy und ist anscheinend bei der Geburt eines Kindes verblutet. Bald plagen Quirke wegen dieses Akts der Loyalität Gewissensbisse, und er versucht auf eigene Faust, mehr über die Sache herauszufinden. Seine Nachforschungen nehmen allerdings nur einen kleinen Teil der gut sieben Stunden Spielzeit des Hörbuchs ein; zu wenig für einen echten Krimi. Für den großen Moralroman, den Banville/Black hier versucht - über Irland und Amerika, über Katholizismus, die Frage, wer Kinder haben darf und wer nicht, über die 50er-Jahre und ihr bürgerliches Patriarchentum -, ist der detektivische Handlungsstrang allerdings ein Störfaktor. Dass die Zerstreuung durchaus auch ein Stilmittel ist und erst am Ende die wahre Ungeheuerlichkeit und das große Ganze zutage treten, dem Hörer seine eigene Unterschätzung der Tragweite um die Ohren fliegt, ist ein psychologisch gelungener Kunstgriff. Richtig gut wird "Nicht frei von Sünde" dadurch aber nicht mehr. (kab) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ein Ausreißer mit Nachklang., 2. April 2008
Von 
Apicula (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Nicht frei von Sünde: Lesung (Audio CD)
NICHT FREI VON SÜNDE klang vom Klappentext her verführerisch. Weniger nach Kriminal- als mehr nach Roman, und so habe ich genau das bekommen, was ich wollte. Ein Hörbuch nach meinem Geschmack. Ein wenig Krimi, ein wenig Familiendrama. Eine angenehme Erzählung insgesamt. Wobei man unbedingt darauf hinweisen muss, dass die Handlung alles andere als überraschend ist. Zu einem großen Teil jedenfalls nicht. Der "stärkere" Teil dieser angenehmen Lektüre ist die Erzählung bei der man unweigerlich zum verhängnisvollen Ende geleitet wird. Als Zuhörer (oder Leser) vielleicht genau so unverhofft und ungewollt, wie Quirke, der Protagonist.
Von Vorteil für die getragene Stimmung in NICHT FREI VON SÜNDE ist auch Dietmar Bär als Vorleser. Ich finde ihn in dieser Vorleser-Rolle tausend Mal sympathischer, als beim Kölner "Tatort" (ARD), den ich nur noch kopfschüttelnd zur Kenntnis nehme. Dort spielt Bär den aufbrausenden "Bullen mit zu viel Herz" - doch wenn er Benjamin Blacks Kriminalroman vorliest, wirkt er wie Quirke, der in einen Strudel ungeahnten Ausmaßes gerissen wird und der im Leben nie so seinen rechten Platz fand. Ein bisschen trostlos, ein bisschen emotionslos, ein bisschen deplatziert - merkwürdig stimmig. Also der Dietmar Bär, den meine ich jetzt.

Seltsam, dass diese dramatische Erzählung bisher auf wenig Anklang stieß. Immerhin ein abwechslungsreicher, angenehmer Ausreißer aus der Masse an Thriller-Trash. Ein Ausreißer mit Nachklang.

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Hörbuch- /Hörspielbewertung:
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Inhalt: **** | Sprecher: **** | Hardware: ***** | Preis/ Leistung: *****
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auf meiner persönlichen Horchlatte: ****
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Gut erzählter Kriminalroman, 3. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Nicht frei von Sünde (Taschenbuch)
Es steht nicht Krimi drauf und auch nicht Thriller, denn dieses Buch ist genau das, was draufsteht, ein Kriminalroman. Nicht die Tat an sich steht im Vordergrund, sondern sein Ermittler Quirke, ein Pathologe, der durch Zufall hinter üble Machenschaften kommt und herausfinden muss, dass seine Familie seit Jahren Drahtzieher ist. Es geht also nicht um die Aufklärung eines einzelnen Mordfalles, sondern nach und nach werden die dunklen Seiten einer Familie und auch von Qurike selbst aufgedeckt. Sehr gut geschrieben, Benjamin Black alias John Banville schlägt eher die leisen Töne an, die man aus seinen Romanen gewöhnt ist. Und wer ihn kennt, erwartet auch keinen harten Krimi, sondern genau das, was das Buch ist: ein gut erzählter Kriminalroman und nebenbei noch eine Familiengeschichte.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Weniger Kriminal- und mehr Entwicklungsroman, 18. November 2008
Von 
Ewald Judt (Vienna, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Nicht frei von Sünde (Taschenbuch)
"Nicht frei von Sünde" (rororo 24817 - "Christine Falls", 2006) ist der erste Roman von "Booker Prize"-Träger Benjamin Black mit dem Pathologen Quirke. Dieser lebt in den 50er-Jahren des vorigen Jahrhunderts im düsteren Dublin. Quirke entdeckt wie Malachy Griffin, sein Adoptivbruder und Schwager, wie Quirke auch als Arzt, allerdings in der gynakologischen Abteilung, im Holy Family Hospital tätig, den Totenschein von Christine Falls fälscht. Quirke geht dem nach und findet heraus, daß sie nicht an Lungenembolie, sondern bei der Geburt eines Kindes gestorben war. Und dieses Kind ist verschwunden. Und der Vater ist unbekannt. Erste Auskünfte über Christine Falls gibt ihm Dolly Moran, deren Quartiergeberin. Doch seine Nachforschungen bleiben nicht unbemerkt. Er wird zusammengeschlagen. Quirk gibt dennoch nicht auf. Als Alleinstehender - seine Frau Delia ist bei der Geburt ihrer Tochter gestorben - versucht er verbissen, das Schicksal von Christine Falls und ihrer verschwundenen Tochter aufzuklären - ohne zur Polizei zu gehen. Schon bald zeigt es sich, daß die Spuren in seine eigene Familie zurückgehen und er sich der Familiengeschichte stellen muß. Er wuchs in einem Waisenhaus auf. Sein nachmaliger Stiefvater, der Oberste Richter und Mitglied des Boards des Waisenhauses Garret Griffin, nimmt ihn als Adoptivkind auf. Er wächst mit dessen leiblichem Sohn Malachy auf. Beide studieren Medizin. Bei einem Aufenthalt in Boston verlieben sie sich in die Geschwister Sarah und Delia Crawford. Quirk liebt Sarah, doch Delia verführt ihn. Er heiratet sie darauf. Und Sarah heiratet Malachy. Sie kehren nach Dublin zurück, wo beide als Ärzte am Holy Family Hospital arbeiten - der eine als Pathologe, der andere als Gynäkologe. Mit der Suche nach den verschwundenen Baby und dessen unbekannten Vater sticht er bei seiner Familie in ein Wespennest. Doch nur ein Teil der Antwort findet er in Dublin, die Aufklärung erfolgt in Boston. Alles in allem ist "Nicht frei von Sünde" weniger ein Kriminal- und mehr ein nicht uninteressanter Entwicklungsroman. Es bleibt abzuwarten, als was sich der ankündigte Folgeroman herausstellen wird.
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