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Nicht alle waren Mörder, 5 Audio-CDs [Audiobook] [Audio CD]

Michael Degen
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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Universal Music (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3829110251
  • ISBN-13: 978-3829110259
  • Größe und/oder Gewicht: 14,4 x 12,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (34 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.801.491 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Michael Degen
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Ende der Dreißiger wurde es für die jüdische Familie Degen in Berlin gefährlich. Den Vater brachte man ins KZ Sachsenhausen, die Folgen der Mißhandlungen überlebte er nicht. Der ältere Sohn entkam nach Schweden. Dem noch nicht einmal zehnjährigen Michael und seiner Mutter blieb nichts anderes übrig als unterzutauchen, um den Krieg irgendwie zu überstehen. Das jahrelange Verstecken konnte nur gelingen mit tatkräftiger Unterstützung couragierter, nichtjüdischer Mitbürger, die damit häufig genug ihr eigenes Leben riskierten. Der Kommunist neben der russischen Aristokratin, die Oma mit ihren anschaffenden Töchtern, der sozialdemokratische Hühnerzüchter, der Freund von der HJ und noch einige andere bildete die bunt zusammengewürfelte Helferschar, ohne die kein Überleben möglich gewesen wäre.

Merkwürdig nur, in welchem Gegensatz die schlimmen Ereignisse zu deren Schilderung stehen. Bei Degen hat man häufig den Eindruck, der Krieg sei so etwas wie ein großer Abenteuerspielplatz gewesen, auf dem sich das Gros der harmlosen Deutschen tummelte, eingeschüchtert oder verführt von den Nazis. Sogar der Antisemitismus erscheint nur als Hitlers Privatkrieg gegen den Lieblingsfeind. Die Geschichten kommen meist daher wie ein Kaffeeklatsch über den kürzlichen Zoobesuch am Raubtiergehege und sind entsprechend verharmlosend und verklärend.

Degen meint es gut und will jenen ein Denkmal setzen, die im Kleinen den Kampf gegen das Naziregime aufgenommen haben. Es steht jedoch zu befürchten, daß gerade der "Blick des Jungen", mit dem das Buch geschrieben ist, genau jenen entgegenkommt, die im "Tausendjährigen Reich" alt genug waren, um selber Dreck am Stecken zu sammeln.

Michael Degen ist ein beliebter Schauspieler, aus Theater und Fernsehen wohlbekannt. Ich denke, auch mit seinen Kindheitserinnerungen wird er sein Publikum glänzend unterhalten. --Jürgen Grande -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Als 1942 die ersten Bomben auf Berlin fielen, war Michael Degen zehn Jahre alt. Ein Jahr später mussten er und seine Mutter in den Untergrund. Zwei Jahre lang, immer auf der Flucht vor Verrat, Entdeckung und dem sicheren Tod verbrachte Michael Degen seine Kindheit.
Einfühlsam, ohne jede Sentimentalität und aus der Sicht des Jungen erzählt der bekannte Schauspieler seine Erlebnisse und erinnert sich liebevoll an die Menschen, denen er eigentlich sein Leben verdankt.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Auch ich habe das Buch von Michael Degen gelesen, und war wie auch die Leser vor mir absolut begeistert. Michael Degen ist es meiner Meinung nach gelungen, seine Erlebnisse ohne Bitterkeit aufzuschreiben. Mit einem gewissen Abstand, fallen ihm auch wieder komische und skurrile Dinge ein, die einem das Lesen bei diesem ernsten Thema erleichtern.

Bewundernswert ist auch die Sprachgewandtheit Degens, mit der er die Zufluchtsstätten und ihrer Bewohner beschreibt. Charme, der nicht selten in Sarkasmus umschlägt, ermöglicht es zudem, die geschilderte Angst, Einsamkeit und Stille leichter zu ertragen und zu überspielen. Herr Degen unterscheidet in seinem Buch sehr genau zwischen denjenigen Menschen, die sein Leben bedrohten, und denen die ihm, aus welchen Gründen auch immer, geholfen hatten >>> Nicht alle waren Mörder. Wie ich nun des öfteren hörte, wurde Herr Degen jedoch nicht mit diesem Buch, seiner Erinnerungsarbeit, befreit, sondern betrübt indem die so schmerzhaft gewordenen Erinnerungen wieder lebendig wurden. Dennoch würde ich es als sehr schade empfinden, wenn das Buch nicht existieren würde, da es eins meiner Lieblingsbücher geworden ist und ich es nur weiter empfehlen kann.

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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
"bis zum heutigen Tag werde ich das Gefühl der Minderwertigkeit nicht los, das ich als Kind eingeimpft bekam." Michael Degen, geboren 1932. Michael Degens Erinnerungen an seine Berliner Kindheit, an die Jahre zwischen 1942 und 1945 sind herzzereissende Bilder vom Kampf einer jüdischen Familie ums Überleben. Der gedächtnistrainierte Schauspieler nimmt mutig den Ariadnefaden ins Labyrinth der Erinnerung auf und erzählt: von seinem älteren Bruder, der gerade noch Deutschland verlassen konnte, vom Tod seines Vaters, der im KZ Sachsenhausen auf grausamste Weise gefoltert wurde und an den Folgen im Jüdischen Krankenhaus in Berlin starb. Er erzählt von Leuten - keineswegs ganz normalen, die ihn und seine Mutter auf den teils irrwitzigen Stationen des Lebens in Verstecken im Untergrund während der Berliner Bombennächte begleiteten. Zentrum seines Berichtes ist Degens Mutter Anna, deren Mut, Kraft und Lebensenergie sein Überleben ermöglicht haben, umgekehrt war er es, der seiner Mutter überhaupt den Willen dazu gab. Pointiert bis fast zur Unerträglichkeit sind Degens Schilderungen von Gratwanderungen existentieller Bedrohung - eine Mutter und 12-jähriger Sohn rennen um ihr Leben- die in beiden gleichwohl nicht die Fähigkeit des Lachens unter Tränen zerstört haben. Jeder Leser wird auf seine Weise und aufgrund der eigenen Biographie Verknüpfungen mit den Personen des Buches und ihrem Autor herstellen und niemand wird unberührt bleiben.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mareike VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Am Anfang war ich etwas skeptisch, als ich gesehen habe, dass das Buch nicht in Kapitel unterteilt ist und statt dessen eigentlich auf 300 Seiten ununterbrochen erzählt wird.
Doch kaum hatte ich angefangen zu lesen, da war mir der Grund auch schon klar: man kann diese Geschichte beim Erzählen einfach nicht unterteilen - und genau so wenig kann man mit dem Lesen aufhören. Man wird in das Leben des kleinen Michael Degen hineingezogen und kann sich nicht trennen.
Ehrlich und ohne zu beschönigen (so kommen mir die schlimmen Bilder jedenfalls vor, aber ich weiß es natürlich nicht!) erzählt Degen von seiner Kindheit in Berlin, vom Tod des Vaters, und von seinem Leben mit der Mutter, das von Angst geprägt war: als Juden in Berlin während des Zweiten Weltkrieges überlebten die beiden oft nur auf Grund von großem Glück!
'Nicht alle waren Mörder' erzählt von Menschen, deren Leben durch das NS-Regime verändert wurde. Von Menschen, die skrupellos wurden, aber auch von denen, die entweder darunter litten, oder sogar ihr eigenes Leben riskierten, um anderen zu helfen.
Degen schafft es dabei, so anschaulich zu erzählen, dass man bald glaubt, die Personen des Buches zu kennen, was das Lesen noch spannender und emotionaler macht.
Es gibt so viele Bücher über diese Zeit, aber dieses Buch ist wirklich herausragend! Wenn man es mit einem Satz zusammenfassen müsste, würde ich sagen: Ein Buch, das von Hoffnung in einer Zeit erzählt, in der es keine Hoffnung gibt.
Sehr bewegend - und garantiert eines von den Büchern, bei denen man sich am Ende fragt: Und was wurde aus ...?? (Mehr noch dadurch, dass hier von realen Personen erzählt wird!)
Nicht verpassen!
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Vor 13 Monaten von DerAltmärker veröffentlicht
Michael Degen: Nicht alle waren Mörder
Ich habe selten ein Buch gelesen, das mich so faszinierte wie das Buch von Michael Degen
"Nicht alle waren Mörder". Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Caroline Reifarth veröffentlicht
Ein Muss
Was für ein toller Geschichtenerzähler! Ein Buch, bei dem man trotz allerlei Grausamkeiten immer wieder schmunzeln muss! Sehr empfehlenswert!
Vor 19 Monaten von A. Wesp veröffentlicht
Interessant, witzig und spannend!
Habe schon etliche Erzählungen aus dieser Zeit gelesen, aber auch Michael Degens Geschichte hat mich bis zur letzten Zeile in Spannung gehalten.
Veröffentlicht am 27. Juli 2008 von Gernspieler
Tief bewegende Authentizität
Es gibt so viele Bücher zu diesem Thema, aber dieses muss als eines der herausragendsten angesehen werden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Februar 2008 von Bastet
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Veröffentlicht am 14. August 2007 von nic
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Veröffentlicht am 19. Juni 2007 von Kajuni
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