Aus der Amazon.de-Redaktion
Böse Zungen nennen ihn den Herbert Grönemeyer für Arme, andere halten ihn für den Newcomer des Jahres 1998 und die derzeit größte deutsche Pop-Hoffnung. Die Rede ist von Xavier Naidoo, der im letzten Frühjahr plötzlich auf der Bildfläche auftauchte und die Ohren und Herzen tausender Arzthelferinnen und Floristinnen im Sturm eroberte. Anfangs oft von der Musikpresse belächelt, ist der Mannheimer mittlerweile in nahezu jeder Fernsehshow und bei allen wichtigen Musikfestivals präsent gewesen.
Er selbst sieht sich als Erlöser, wobei man das eher auf die Situation seiner Plattenfirma 3p, dem Label von Rapper und Produzent Moses Pelham beziehen sollte. Platin für die Debütsingle und Gold für sein erstes Album Nicht von dieser Welt lassen auf nicht gerade unbeträchtliche Erlöse schließen. Seine Freunde und Kollegen wie Sabrina Setlur, Illmatic oder Bruda Sven unterstützt Xavier laufend, indem er ihren Produktionen mit seiner Stimme noch den letzten Schliff verleiht. Bei seinem ersten Solo-Werk hat ihm die Rödelheimer Familie jedoch weitgehend freie Hand gelassen. Sabrina Setlur hat ihn auf "Frei sein" trotzdem gesangeskräftig unterstützt und damit den Grundstein zu seinem Erfolg gelegt.
Die besten Stücke sind das mittlerweile zur deutschen Soul-Hymne avancierte "Nicht von dieser Welt" sowie das zeitlos schöne "Sag es laut". Der Mann kann tatsächlich was und davon werden wir in den nächsten Jahren mit Sicherheit noch einiges zu hören kriegen. --Sascha Mennel
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Er schuftete schon als Koch oder Türsteher, doch nun trägt Xavier Naidoo feines Tuch. Seine CD schaffte auf Anhieb den Sprung in die deutschen Top 20 - dank eines Konzepts, das bislang als unrealisierbar galt: schwarzer Soul mit deutschen Texten. Der gebürtige Mannheimer hat Mut; vor allem aber einen Produzenten, der die betörenden Beats an die richtige Stelle setzt: Moses Pelham (Sabrina Setlur, Rödelheim Hartreim Projekt). Mit Grönemeyers "Flugzeuge im Bauch" freilich stürzt Shooting Star Naidoo bös ab. ** Klang: 03-04
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Wer älter als 25 ist, durfte bislang getrost weghören, wenn es um deutsche Rap- und HipHop-Produktionen mit plappernden Gierlies und finsteren Dunkelmännern als Hauptdarsteller ging. Der gebürtige Nigerianer Xavier Naidoo, auch er eine Entdeckung der nicht unumstrittenen Herren Moses P. und Thomas H., öffnet dieses Genre jetzt einem erwachsenen Publikum: mit einer smarten Produktion voll kühler, souliger Stimmungen. Zwar geht mancher Reim daneben, doch gilt ähliches für die US-Konkurrenz. Und die klingt auch nicht professioneller.
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