| ||||||||||||
![]() Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Nicht Anfang und nicht Ende. Roman einer Rückkehr gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 8,15 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.
|
Produktinformation
|
Tags(Was ist das?)Bei einem Tag handelt es sich um ein Schlagwort, das zum Produkt passt.
Tags erleichtern allen Kunden die Suche und die Sortierung ihrer Lieblingsprodukte. |
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lago Maggiore mal anders,
Von
Rezension bezieht sich auf: Nicht Anfang und nicht Ende. Roman einer Rückkehr (Gebundene Ausgabe)
"Nicht Anfang und nicht Ende" ist mit Sicherheit einer der schönsten Romane, die sich jemals dem Tessin widmeten. Plinio Martini, 1979 verstorbener Volksschullehrer aus dem Maggiatal, schildert in einer kraftvollen und klaren Sprache ein Auswandererschicksal, bis in die 50er Jahre häufige Biografie der Bewohner der bitterarmen Bergtäler um den Lago Maggiore. Gori, der Protagonist des Buches, entflieht Hunger und Armut des Maggiatals nach Kalifornien und lässt Familie und Freunde, Sprache, Kultur und seine Liebe Maddalena zurück. Nach zwanzig Jahren kehrt er zurück; Maddalena ist tot, der Vater gebrechlich, die Mutter behindert und auch sonst ist in der erträumten Heimat nichts mehr wie es war: einsame Almen, auf denen er die wenigen versteckten romantischen Momente mit Maddalena verbrachte sind neuerdings bevölkert von Sommerfrischlern mit Autos und Kofferradios. Der entwurzelte Bauernsohn ist doppelt heimatlos geworden, er kehrt zurück in eine "Heimat", die nach dem Schlusssatz von Adornos Prinzips Hoffnung "allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war".Mit von unterdrücktem Zorn vibrierender Sprache dekonstruiert Martini das folkloristische Zerrbild vom Tessin als Sonnenstube der Schweiz. Stattdessen schildert er in sich einbrennenden Bildern ein Leben in Armut und religiös-bigotter Einengung, die Allgegenwärtigkeit des Todes und die Willkür der lebensfeindlichen Natur. Heimat hat nun aber nichts damit zu tun, ob einem diese Heimat Ihre Zuneigung gastfreundlich ausbreitet oder sich diese hart erkämpfen lässt. Womöglich sehnt sich Gori - niemals wirklich angekommen im kalifornischen Exil - umso mehr nach einer Heimat, weil er diese verlassen musste, nachdem er diese in zähem Ringen, mit durch die Zähne gepresstem Fluch, akzeptiert hatte. Während er im fernen Kalifornien seine Zugehörigkeit zum Tessin mit sich herumtrug, fühlt er sich nun, zurückgekehrt, als Amerikaner. Und so zieht das Buch seine stärksten und bewegendsten Momente aus den zärtlichen Momenten mit Maddalena, scheuen Begegnungen, immer unter dem strengen Auge von Familie und Kirche, Blicken, Gesten und mehr Neugier als tatsächlich erfüllte Liebe. Gori geht nach Amerika mit der Hoffnung, Maddalena würde ihm nachfolgen und kehrt wieder in ein ihm fremd gewordenes Land - lebensfreundlicher aber nicht mehr seines. Und diese altersmilde Rückschau auf eine aufkeimende Liebe macht den Roman, bei aller Wut, weitaus weniger bitter und unversöhnlich als beispielsweise Bianconis "Stammbaum". Plinio Martinis Roman ist eine Pflichtlektüre für den wirklich interessierten Lago Maggiore-Urlauber mit dem Wunsch, etwas über die tatsächlichen Lebensbedingungen in den ach-so-romantischen Bergdörfchen zu erfahren. Den es womöglich bewegt, dass von neun Kindern einer Familie vielleicht zwei überlebt haben, von denen dann eines auswanderte und das andere als Schornsteinfeger in Mailand verreckte. Der Autor ist soweit entfernt vom Alpbauern-Folklore-Kitsch wie die Übernachtung auf einem verfaulten Strohsack in einem zugigen Steinhaufen von einer Almhütte von einem Hüttenabend im 4-Sterne-Hotel in Ascona. Aber "Il fondo dell sacco", so der Original-Titel, ist eine der ganz wenigen Liebesgeschichten, die mich an irgendeiner Stelle berührt haben. Das mag gegen mich sprechen, aber mit Sicherheit für das Buch. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein eindrucksvolles, trauriges und dabei doch so leidenschaftliches Buch,
Von Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen (HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 10 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Nicht Anfang und nicht Ende. Roman einer Rückkehr (Gebundene Ausgabe)
Dieses außergewöhnliche Buch zu lesen über das Tessin vor dem Zweiten Weltkrieg gleicht einer überraschenden Entdeckungsreise in ein Land, das mir bisher nur als Urlaubs- und Zweitwohntort der Reichen ein Begriff war, ein Ort, an dem oft die Sonne scheint und wo es gutes, ja hervorragendes Essen und sensationelle Weine gibt. Und es ist eine Entdeckungsreise durch das Leben der Bewohner der Täler, der Bergler, denen ihre Tiere und Almen kaum zum Leben reichen und zum Sterben zu viel sind.Die Geschichte von Gori, die Plinio Martini erzählt, ist in den zwanziger Jahren mitten in der großen Weltwirtschaftkrise im Tessin wohl tausend Mal geschehen. Der Hunger, die Armut und die Allgegenwart des Todes treiben Gori zur Auswanderung nach Amerika, wo ihn aber auch nur ein tristes Leben als Kuhhirt auf einer Farm weitab von aller Zivilisation erwartet. Keine Rede vom schnellen Reichtum, keine Rede von der triumphalen Heimkehr ins Tal als gemachter Mann. Dabei hätte es Gori selbst im armen Maggiatal gut haben können. Maddalena, Tochter einer gutsituierten Familie, hat sich schon in frühen Jugendtagen in ihn verliebt. Doch als sie beide soweit sind, nach Jahren vorsichtigen Sich-Beriechens und des sanften Werbens umeinander, sich ihre Liebe zu gestehen und sie ihm ernsthaft klarmacht, dass sie ihn heiraten und eine Familie mit ihm haben möchte, da ist sein Antrag auf Einwanderung in die USA schon unterwegs zu den Ämtern. Da er nicht der einzige aus dem Tal ist, der beschlossen hat, sein Glück in Übersee zu versuchen, kann auch der deutliche Hinweis Maddalenas, dass er als ihr Mann ausgesorgt hätte, in der Firma ihres Vaters in dessen Rolle langsam hineinwachsen könne, seinen Stolz und seine Ehre nicht mehr überzeugen. Gegen seine tiefe Liebe entscheidet er sich zu gehen. Er wird diese Entscheidung sein Leben lang bereuen und betrauern, und schon einige Wochen nach seiner ernüchternden Ankunft in der Neuen Welt beginnt sich seine Seele zu verdüstern, als er die Nachricht vom plötzlichen und überraschenden Tod Maddalenas erhält. Plinio Martini lässt seinen Gori erzählen im Rückblick, als er nämlich 20 Jahre später, 1949, aus dem fernen Kalifornien krank vor Heimweh zurückkehrt in sein geliebtes Tal. Bei seiner Rückkehr ist nicht nur Gori verändert, sondern alles, was er kennt von früher, es ist vorbei oder verschwunden. Seine Mutter ist behindert, sein Vater alt und zerbrechlich, und selbst seine geliebten Berge scheinen ihn niederzudrücken. Zwar ist er nach insgesamt 20 Jahren in der Fremde zu einem bescheidenen Wohlstand gekommen, doch mit jedem neuen Tag in der alten Heimat, mit jeder Begegnung mit der Geschichte der Toten, mit jedem erinnernden Gespräch mit noch lebenden Freunden oder Bekannten wird schmerzhaft deutlich: er hat sein Glück geopfert, und dieses Opfer begann mit seiner Weigerung, Maddalenas Bitte zu folgen und die Bewerbung um die Auswanderung zurückzunehmen. "Nicht Anfang und nicht Ende" ist ein trauriges und leidenschaftliches Buch. Ein Buch eines Autors, der völlig zu Unrecht über Jahrzehnte unbeachtet geblieben ist und somit ein ähnliches Schicksal erlitt wie die Menschen, über die er schrieb und wie das Land, das er liebte und an dem er litt. Es kommt daher wie ein einziger Wutschrei und ich stelle mir vor, wie Plinio Martini all die leidvollen Erfahrungen und Begegnungen mit den Menschen seiner Heimat, die er über lange Jahre als Volksschullehrer machte, in diesem ersten Roman verdichtete und zum Ausdruck brachte. Ein eindrucksvolles Buch von einem Autor, der viel zu lange unbeachtet geblieben ist. Dem Limmat Verlag ist zu danken, dass er dem mit der Veröffentlichung der Werke Martinis ein Ende bereitet hat. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
|
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|