"Wenn der Himmel sich teilt" von ist ein Roman von Nicholas Evans, dem Autor von "Der Pferdeflüsterer".
In der Wildnis Montanas wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Bald schon finden die Ermittler heraus: die Tote ist eine vom FBI wegen Mordes gesuchte Umweltaktivistin, Abbie Cooper. Bei den Eltern löst die Nachricht große Erschütterung aus. Sie haben ihre Tochter seit Jahren nicht mehr gesehen, seitdem diese mit ihrem Freund untergetaucht war. Doch hinter dem Familiendrama stecken noch viel mehr tragische Ereignisse, die die Familie erschütterten, auseinanderrissen, von einander weg bewegten. Werden sie es schaffen, sich auch wieder aufeinander zu zubewegen? Oder wird das Drama die Familie endgültig zerbrechen.
Und welche Ereignisse waren überhaupt die Auslöser zu all den tragischen Entwicklungen?
Am Anfang war ich etwas skeptisch, wie mir der Roman wohl gefallen würde. Er beginnt mit dem Auffinden der Leiche und den ersten Reaktionen der geschiedenen Eltern von Abbie. Da dachte ich noch, oh je, was soll denn nun über 400 Seiten lang passieren? Vor allem, wo doch das Buch kein eigentlicher Krimi ist.
Doch nach dem Einstieg beginnt der Rückblick in überwiegend chronologischer Reihenfolge. In den Zeiten kann man sich schnell orientieren, und so entwickelt die Handlung schnell eine Eigendynamik, der man sich im Laufe der Handlung kaum mehr entziehen kann. So entwickelte sich dann doch noch richtige Spannung und ich fand immer mehr Gefallen an dem Buch.
Die Personen entwickeln sich mit der Handlung weiter, sind interessant und individuell dargestellt, alle auf ihre Art sympathisch.
Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt, die Perspektive wechselt zwischen den vier Familienmitgliedern der Familie Cooper: Eltern Ben und Sarah sowie die Kinder Abbie und Josh.
Wer Gefallen findet an diesem Typ Roman, Familiendrama mit Krimi-Anteilen, dem kann ich diesen Roman durchaus empfehlen.
Zu Beginn wollte ich drei Sterne geben, dann wurden es dreieinhalb, mit deutlicher Tendenz zum vierten Stern.