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Das Nibelungenlied: Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch
 
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Das Nibelungenlied: Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch [Taschenbuch]

Karl Bartsch , Helmut de Boor , Siegfried Grosse
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Die neue Reclam-Ausgabe des 'Nibelungenlieds' öffnet durch ihre unverschmockte Übersetzung und den klugen, immerhin 300-seitigen Kommentar im Anhang den Blick für die wahren Qualitäten dieser grandiosen Dichtung, für die archaische Kraft ihrer Figuren, die poetische Schönheit ihrer Sprache und den fremden, faszinierenden Reiz ihrer gedanklichen Grundlagen. "Original und Prosaübersetzung stehen sich gegenüber - eine hilfreiche Anordnung, erlaubt sie doch immer wieder den vergleichenden, prüfenden Blick auf den mittelalterlichen Urtext, der hier auf vorbildliche Weise auch für ungeübte Leser erschlossen wird. Das kompetente Nachwort, das den vorzüglichen Stellenkommentar ergänzt, informiert über die komplexe Stofftradition des Werks, über historische Bezüge, literaturgeschichtliche Einordnung, wichtige Probleme der Interpretation und Wirkungsgeschichte, Sprache und Form. Insgesamt ist der glänzend gelungene Band eine überzeugende Verführung zur Lektüre des 'Nibelungenlieds'." -- Badische Neueste Nachrichten

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
84 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Das um 1200 von einem oder mehreren unbekannten Dichtern niedergeschriebene Nibelungenlied ist in dieser Reclamausgabe als mittelhochdeutscher Text mit einer neuhochdeutschen Übersetzung abgedruckt, die so nahe wie möglich am originalen Text zu bleiben versucht. Die Edition folgt der Ausgabe von Karl Bartsch und Helmut de Boor, die sich im wesentlichen an der mittelalterlichen Handschrift B orientiert. Diese Edition ist unter anderem deswegen sehr gelungen, da sie im Anhang einen reichen Kommentar besitzt, der zu jeder der 39 Aventuiren der Dichtung, Erläuterungen, sowie eine Zusammenfassung des Geschehens enthält, um sich in der Handlungsdichte der Erzählung besser zurechtfinden zu können. Des weiteren enthält sie auch ein Nachwort, welches auf Probleme in der Übersetzung, Widersprüche und Merkwürdigkeiten, Angaben zur Form, den geschichtlichen Hintergrund und auf die frühere Sagenbildung des Nibelungenliedes verweist. Hilfreich ist, daß der mittelhochdeutsche und der neuhochdeutsche Text genau gegenüberliegend abgedruckt sind, so daß man die Textstellen schnell wiederfinden kann und so die Lektüre des mittelalterlichen Textes erleichtert wird. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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54 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Das deutsche Heldenepos des 39 Aventiuren umfassenden Nibelungenliedes ist beinahe Jedermann ein Begriff: Der starke Prinz Siegfried hilft den Königen Burgunds und wird schließlich erschlagen, sein Schatz fällt in die Hände der Könige Burgunds, jedoch nicht in die seiner Frau. Diese verheiratet sich mit dem Hunnenkönig im Osten und plant den Tod ihrer Brüder aus Rache und veranstaltet ein riesiges Gemetzel.

Die Erzählung ist, wie der Titel und die erste Seite schnell zeigen, in zwei Versionen abgedruckt, und zwar parallel zueinander. Links hat man die mittelhochdeutsche Versform aus den Urzeiten der deutschen Schreibweise und rechts sieht man eine freie neuhochdeutsche Übersetzung. Diese ist anfangs etwas seltsam, weil es eben kein Vers ist, wie auf der gegenüberliegenden Seite, aber auch keine durchgehende Erzählung wie in modernen Romanen. Vielmehr werden die Strophen in ebensovielen Zeilen, wie sie selbst verbrauchen, nacherzählt. Manchmal bringen einen die Formulierungen zum schmunzeln, alles in Allem ist es jedoch ganz angenehm zu lesen, wenn man beim Lesen ein wenig Gas geben will. Die mittelhochdeutsche Fassung habe ich die ersten 20 Seiten lang gelesen, was zwar äußert Spannend war, jedoch viel zu lange dauerte. Die neuhochdeutsche Fassung liest sich hingegen sehr flüssig, weil der Erzählstil nicht sehr ausgeschmückt ist.
Die Erzählung, auf die ich mich jetzt beziehe, ist deswegen immer die neuhochdeutsche.

Die 39 Aventiuren des Nibelungenliedes - nacherzählt - lassen sich ganz angenehm lesen. Das Geschehen ist im Großen und Ganzen relativ nüchtern geschildert, da die Personen nicht mit Gefühlen beschrieben werden, sondern einfach wie Figuren die man beobachtet. Spannung kommt trotzdem auf – zwar nicht in einer geordneten Spannungskurve, dafür aber bei den einzelnen Teilabschnitten zu ihrem jeweiligen Höhepunkt:
Siegfrieds zug nach Worms und der Kampf gegen die Sachsen, die eroberung der isländischen Brünhilde, Siegfrieds Tod, die Reise der Nibelungen zu Etzel und schließlich die große Schlacht, die über einhundert Seiten umfasst, jedoch mit vielen Beschreibungen und Dialogen gefüllt ist und nicht nur blindes Gemetzel beschreibt.
Siegfried Grosse, der Übersetzer, versuchte seinen knappen Sätzen und Zusammenfassungen durch mittelalterlich wirkende Formulierungen die nötige Stimmung zu verleihen - mit Erfolg zwar, jedoch schmunzelt man meist über die Floskeln und die, durch das Original und den Platz bedingten knappen Sätze, öfters mal. Die Handlung lässt sich aber gut verfolgen, ich kann nur sagen, dass die Übersetzung verständlich und insgesamt sehr gelungen ist.
Da ich persönlich eigentlich ein relativ schneller Leser bin, habe ich die gesamte Geschichte, die ich im Übrigen von Romanen wie Stephan Grundy: Das Rheingold sowieso schon kannte, ziemlich schnell in einem Tag durcharbeiten können, ohne mich damit sonderlich zu beeilen oder zu quälen. Für Interessierte in die Sage ist es, denke ich, eine gute Fassung, um nicht nur das Heldenepos Deutschlands, sondern auch die mittelalterliche Versform zu entdecken und dabei die schöne Geschichte lesen zu können.
Die Personen sind durch den Erzählstil wie gesagt nicht sonderlich plastisch ausgeführt, man kann sich jedoch sein eigenes Urteil von den Menschen bilden, was im Prinzip nur durch die Dialoge deutlich gemacht wird. Der angeblich so strahlende Held Siegfried wird in den Dialogen oft in seiner wahren Gestalt gezeigt, wenn man weiß, worauf man zu achten hat – und man kann den armen Hagen von Tronje vielleicht auch besser verstehen, wenn man sich die Zeit dazu nimmt.

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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Perfekte Ausgabe! 7. März 2004
Von P. Labus
Format:Taschenbuch
Diese Ausgabe eignet sich sehr gut für Studenten, aber auch interessierte Leihen. Die Übersetzung ins Neuhochdeutsche ist sehr genau und damit der ideale Ausgangspunkt für eine Beschäftigung mit dieser Sprache. Natürlich eignet sich diese Ausgabe auch für alle Laien, die sich nicht mit dem Mittelhochdeutsche beschäftigen wollen, denn das vollständige Niebellungenlied sollte man in dieser Form einfach einmal gelesen haben. Die Ausgabe wird mit allerhand Interpretationsmaterial abgerundet, was den Preis mehr als gut erscheinen lässt.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Sehr schön
Es war längst überfällig, dass ich die Nibelungen lese und dieses Buch ist die ideale Wahl. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2009 von Karl Kröber
Ein Klassiker, zugänglich gemacht für Alle
Seit ein paar Tagen habe ich jetzt "Das Nibelungenlied", aufgelegt von Reclam im Jahr 1997.

Schon immer hat mich eine vollständige Ausgabe interessiert, haben wir... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. April 2009 von Carsten Kohlmann
Grundlage für jeden Literaten und Germanisten...
...spannende Lektüre für viele. Insbesondere, wenn man Mittelhochdeutsch lesen und verstehen kann, ist die Lektüre des Nibelungenliedes ein absoluter Hochgenuss. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. August 2006 von Sophie
Spannend!
Das Nibelungenlied ist ein sehr spannender Text, den man nicht mehr aus der Hand legen kann wenn man sich erst auf ihn eingelassen hat. Lesen Sie weiter...
Am 10. Februar 2006 veröffentlicht
Stellt vieles in den Schatten
Hier sind die edlen Helden, hier sind die liebreizenden Frauen, hier weiss man die Feste zu feiern, hier wird die Liebe zelebriert, hier gelten Werte wie Treue und Ritterlichkeit,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. August 2004 von weisserstier
Immer noch aktuell. Das Nibelungenlied
Obwohl es im finsteren Mittelalter spielt es ist aktuell wie damals, denn es handelt vom Leben der Menschen. Das ganze Spektrum menschlicher Emotionen, Taten und Gedanken. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Oktober 2003 von "dagmarkamp"
Mittelalterliche Romantik und tragische Schicksale
Um zu zeigen, dass gute Literatur zeitlos ist, ist das Nibelungenlied ein sehr gutes Beispiel. Wenngleich es im sogenannten finsteren Mittelalter entstanden ist, so übt es... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. August 2003 von Andrea Mader
Liebe Kriemhild!
Was Du an dem zugegebenermaßen kühnen, wenn auch etwas tumben Siegfried gefunden hast....die Götter mögen es wissen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Juli 2003 von dennis rayden
hie hât daz maer ein ende: daz ist der Niebelunge nôt
Dem ist hinzuzufügen, dass Siegfried Grosse im Kommentar keine eigene Interpretation versucht, sondern die ziemliche viele, andere Interpretatoren zietiert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. März 2001 von C. Schwaderer
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