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Next [Gebundene Ausgabe]

Michael Crichton , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (100 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

15. Januar 2007
Die Jagd auf deine Gene hat schon begonnen

Noch nie war die Zukunft so bedrohlich nah wie in Michael Crichtons neuem Bestseller NEXT. In dieser Welt zählt nur eines: gutes Genmaterial. Und Gentechnologie-Unternehmen setzen alles daran, sich die Rechte an profitablem Gewebe zu sichern. Genau das wird Frank Burnet zum Verhängnis. Die Rechte an seinen Immunzellen hat BioGen Research erworben. Doch Burnet hat nicht vor, sein Gewebe zur Verfügung zu stellen, und so bleibt ihm nur die Flucht. NEXT ist ein rasanter Gen-Thriller, hochbrisant und brandaktuell.

3 Milliarden Dollar sind Frank Burnets Zellen wert. 3 Milliarden, von denen kein einziger Cent in seine Tasche fließen wird. Denn Burnet, gerade vom Knochenmarkkrebs geheilt, ist auf hinterhältige Weise von der Universitätsklinik in Los Angeles betrogen worden. Die Forscher entwickelten aus seinen Immunzellen eine Zelllinie, die zum Sieg über den Krebs beiträgt. Für viel Geld verkaufte die University of California die Rechte an dieser Zelllinie an BioGen Research Inc., ohne Frank Burnets Einverständnis einzuholen. Wütend zieht er nun gegen das Unternehmen vor Gericht – erhält aber nicht Recht.
Eines Tages sind plötzlich alle Burnet-Zelllinien im Labor der BioGen kontaminiert. Damit steht die Firma vor dem finanziellen Ruin. Steckt Frank Burnet hinter diesem Anschlag? Oder versucht ein skrupelloser Konkurrent das Unternehmen vom Biotech-Spielfeld zu verdrängen? Nur eine einzige Chance hat der Geschäftsführer Rick Diehl, um die BioGen vor dem Konkurs zu bewahren: Er muss Burnet noch einmal Gewebe entnehmen, doch da befindet der sich schon auf der Flucht …

Michael Crichton holt in NEXT die Zukunft in unsere Gegenwart – und zeichnet das schockierende Porträt einer Gesellschaft, in der die Wahrung der körperlichen Unversehrtheit kein Grundrecht mehr ist.


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
  • Verlag: Karl Blessing Verlag (15. Januar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896673378
  • ISBN-13: 978-3896673374
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (100 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 446.741 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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In gewisser Weise ist Dave Henry Kendalls Sohn. Kein Wunder also, dass seine Frau Lynn entsetzt ist, als er ihn eines Tages ins traute Heim in Los Angeles schleppt. Das hat weniger damit zu tun, dass Henry mit dem Geständnis seiner Vaterschaft einen Seitensprung zugegeben hätte. Einen Seitensprung im üblichen Sinn hat es nämlich nie gegeben. Es liegt eher daran, dass es sich bei Dave um einen Affen handelt. Einen sprechenden Affen, um genau zu sein. Dave ist das Ergebnis eines illegalen Genexperiments, zu dem auch Henry eine Kleinigkeit beigesteuert hat. Jetzt hat er den transgenen Menschenaffen vor der Vernichtung bewahrt. Die anschließende Integration in die Familie, die Täuschungsmanöver der Öffentlichkeit, die Probleme im Alltag, Daves Rettungsaktionen bei den Übergriffen einer wild gewordenen Firma namens BioGen auf den familiären Rudelfrieden -- all dies berichtet ein Erzählstrang in Michael Crichtons Roman Next, das sich mit routinierter Spannung den Machenschaften der Genindustrie widmet.

So spannend das Buch über weite Strecken auch zu lesen ist: Next hat ein Problem. Sein US-amerikanischer Autor ist Schriftsteller und Mediziner in Personalunion. Und er hat eine ethische, die genetischen Auswüchse unserer nahen, nächsten Zukunft verdammende Botschaft, die er der gesamten Handlung deutlich -- und viel deutlicher als etwa bei Jurassic Park -- unterlegt. So lesen sich viele Stellen des Romans wie knifflige medizinisch-juristische Fallbeispiele. Was zum Beispiel passiert mit einem Krankenhaus, wenn es der vermeintlichen Tochter Gewebeproben ihres verstorbenen „Vaters“ aus den Beständen überlässt, dieser angebliche Blutsverwandte sich nach einem Gentest aber gar nicht als Erzeuger entpuppt? Und dürfen Kopfgeldjäger Verwandte eines Zellgebers durchs ganze Land verfolgen, um deren Gewebe zu entnehmen, da ein Gen-Tech-Unternehmen nach einem Gerichtsurteil behaupten darf, eigentlicher Besitzer der Zellen und der aus ihren hervorgegangenen Zellen zu sein? Crichton wirft diese Fragen auf, um ein Horrorszenario zu inszenieren, bei dem sich die DNA-Stränge wie Stricke um die Hälse der Protagonisten legen. Aber am Ende verpufft selbst diese Ebene des Buchs im Happy End.

Der größte Lichtblick in Next ist ein transgener Papagei, die wohl originellste Figur des Buchs. Denn das vermenschlichte Tier, das die Stimmen seiner Umgebung perfekt imitiert und mit diabolischer Raffinesse seinen menschlichen Besitzern verborgene Wahrheiten enthüllt, entpuppt sich als echte Psychoterror-Maschinerie. Schon allein wegen der Kapriolen dieses Untiers, das an einer Stelle einen herrlich absurden Dialog mit einem „zurückgebliebenen“ Artgenossen zu halten versucht, hat sich die Lektüre dann doch gelohnt. -- Thomas Köster

Pressestimmen

"... ein packendes, konzentriertes, penibel recherchiertes Buch. ... Wohl noch nie, hat sich der für seinen Rechercheeifer berüchtigte Autor derart engagiert in einen Stoff hineingewühlt. ... Der Plot ist bestes Actionkino ... Schon sehr bald merkt der Leser: "Next" ist nicht bloß ein Roman, es ist eine Kampfschrift. Sonst betreibt Crichton Literatur als Ingenieurskunst, die bei der Lektüre Herzrasen verursacht, hier vergießt er selber Herzblut. ... Ob Crichton richtigliegt, ist vielleicht gar nicht so wichtig. Schon immer war es sein wichtigster Trumpf, dass er kein reiner Phantast ist, sondern nah an der Realität blieb. Diesmal ist er vermutlich näher an der Gegenwart dran als je zuvor. ... Es ist eine verkommene Welt, die Crichtons Sittengemälde entwirft. Für eine Handvoll Dollar sind auch in "Next" fast alle Menschen zu grässlichen Dingen bereit. Ein Kopfgeldjäger hechelt hinter einem kleinen Jungen und dessen Mutter her, um deren innere Organe anstechen zu lassen. Wissenschaftler lügen die Börsenkurse sie bezahlender Firmen hoch, indem sie neuentdeckte Gene anpreisen, die alleinverantwortlich sein sollen für sexuelle Gier oder Alkoholismus. Hübsche Mädchen verscherbeln ihre in einer gruseligen Prozedur entnommenen Eizellen. Die Girls "nehmen Hormone, bringen ihre Eierstöcke auf Hochtouren, verkaufen die Eizellen und sacken gutes Geld damit ein", erfährt eine besorgte Mutter im Buch. "Und was machen sie mit dem Geld?", fragt sie entgeistert. Die Antwort: "Kaufen sich Brustimplantate." So, zeigt Michael Crichton, funktioniert der Warenkreislauf im Zeitalter des entfesselten Körperkapitalismus. Eine stockfinstere Diagnose - aber lässt sich ihr widersprechen?" (Der Spiegel, Wolfgang Höbel )

"Crichton erweist sich als genial-einfallsreicher Fantast und führt den Leser in eine schrille Welt des Biodesigns. ... Crichton, der die Grenze zwischen wissenschaftlicher Faktenlage und Fiktion gezielt verwischt, indem er Artikel und Pressemitteilungen in den Text montiert, gerät in einen wahren Rausch der Einbildungskraft. Mit fast perverser Kreativität entwickelt er Szenarien, in denen die lebensweltlichen Konsequenzen eines unregulierten "Menschenparks" entfaltet werden. ... Großartig, wenn auch sichtlich überzogen, ist die Crichton-typische Demaskierung des von Geld- und Geltungssucht sowie anderen niederen Trieben korrumpierten Wissenschaftsbetriebs: Kann man es dem Forscher Rick verübeln, dass er seiner attraktiven, aber leider frigiden Freundin ein orgasmusförderndes Genpräparat verabreicht? Der Crichton-Kosmos ist dunkel: Genmanipulierte Schildkröten dienen als leuchtende Werbeträger, junge Mädchen nehmen Fruchtbarkeitspräparate, um ihre Eier zu verkaufen. Übertrieben könnte man all das nennen oder gar unredlich, weil es Wissenschaft mit Erdachtem vermengt. Oder aufklärerisch: Denn Crichton stimuliert unsere Vorstellungskraft für eine Welt, die so weit weg vielleicht nicht ist." (Welt am Sonntag, David Deißner )

"Es stimmt alles, nichts ist übertrieben." (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung )

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33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Thema - zig Handlungsstränge 19. Februar 2007
Von Mario Pf. HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Nach seinem letzten Bestseller "Welt in Angst", welcher den Klimawandel und damit einhergehenden Öko-Terrorismus thematisiert hat, widmet sich Michael Crichton nun erneut der Thematik genetischer Manipulation. Anders als in Jurassic Park befasst sich Crichton diesmal mit einem realistischeren Schreckensszenario.

Ohne dass er es erfährt verkauft die Universitätsklinik von Los Angeles die Rechte an einer Zelllinie Frank Burnets an BioGen Research Inc. Burnet, der vor wenigen Jahren eine Krebserkrankung überwinden konnte versucht daraufhin das Besitzrecht an seinen Zellen einzuklagen. Im Prozess wird ihm jedoch vorgeworfen der Wissenschaft und dem medizinischen Fortschritt im Wege zu stehen, woraufhin er den Prozess verliert. Doch die Wissenschaft ist lange noch nicht so weit, funktionierende Gentherapien einsetzen zu können. Kurze Zeit später wird die Burnet-Zelllinie jedoch kontaminiert. Alle Gewebeproben werden dadurch wertlos. Doch der Verlust seines wertvollsten Produktes ist zu diesem Zeitpunkt nicht das einzige Problem BioGens, denn ein vermeintliches Wundermittel gegen Drogensucht entpuppt sich als tödliches Gift. Anderenorts stellt sich heraus, dass ein gescheitertes Experiment einen wundersamen Ausgang genommen hat und ein Affe tatsächlich die menschliche Sprache erlernt hat, was jedoch daran liegt, dass er eine genetische Kreuzung ist. Um BioGen vor dem Untergang zu bewahren wird gewissermaßen ein Kopfgeldjäger auf Frank Burnet angesetzt, der es nicht alleine auf Burnet sondern auch auf seine Tochter und seinen Enkelsohn abgesehen hat, denn die beiden könnten ebenso die wertvolle Burnet-Zelllinie in sich tragen. Eine Reihe verhängnisvoller Entwicklungen nimmt daraufhin ihren Lauf...

Neben dem eigentlichen Haupthandlungsstrang rundum Frank Burnet zeichnet sich Next gleich durch mehrere unterschiedliche Nebenhandlungen aus. Gegen Ende wird jedoch nur eine handvoll dieser Nebenhandlungen aufgelöst, was wohl eigentlich dazu motivieren sollte, das Buch erneut zur Hand zu nehmen, um nachzusehen, ob man nicht doch etwas übersehen hat. Schade, aber Next vermittelt dadurch eher den Eindruck einer Sammlung verschiedener Kurzgeschichten, die nur durch die gemeinsame Handlung und bestimmte Charaktere miteinander in Verbindung gebracht werden konnte.

Dessen ungeachtet brilliert Next durch die umfangreiche Darstellung der Genforschung und ihrer Auswirkungen, so zeigt Crichton nicht alleine die utopischen Möglichkeiten der genetischen Manipulation von Tieren, sondern befasst sich auch mit der Bedeutung von Gentests für Vaterschaftsklagen und Sorgerechtsstreitigkeiten. Sein Hauptanliegen, welches durch Frank Burnet verdeutlicht, ist jedoch die Kommerzialisierung der Genforschung, bei welcher unter dem Vorwand des medizinischen Fortschritts Gene patentiert werden, wodurch die Forschung eigentlich blockiert wird.

Stilistisch lässt sich bemängeln, dass Crichton mit seinen zig Nebenhandlungen dem Leser wohl doch etwas zu viel zumutet, denn viele Charaktere bleiben äußerst leblos und verschwinden ebenso sang und klanglos. Schon nach den ersten Kapiteln verstärkt sich der Eindruck, dass man aus Next gut und gerne 2 oder 3 Bücher hätte machen können, aber spannungstechnisch scheitert selbst das Gesamtwerk. Erst kurz vor dem Finale, vereinen sich die wichtigsten Handlungsstränge und sorgen zumindest für etwas Spannung, doch das Ende ist bereits vorprogrammiert und überrascht kaum noch.

Fazit:
Ein leidenschaftliches Plädoyer gegen die Kommerzialisierung der Genforschung, welches schlussendlich an einem Gewirr von Nebenhandlungen und unvollständigen Ende scheitert.
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian Mayr TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Unter keinen Umständen darf man Michael Crichton vorwerfen, thematische Langeweile zu verbreiten: ob süffisante, sprechende Graupapageien mit menschlichen Zügen, ob sprechende Schimpansen und Orang-Utangs, ob Anti-Alterungs-Sprays und lila-leuchtende Schildkröten, ob Meeresfische mit bp-Werbung auf den Kiemen oder Gentherapie gegen Demenz, Krebs und Alzheimer, ob Thesen hinsichtlich des Aussterbens der Neandertaler oder hinsichtlich des Aussterbens blonder Menschen in nahferner Zukunft... Crichton schmeisst hier ein seltsames Sammelsurium verschiedenster Sci-Fi-Themen und -thesen in den Topf und rührt kräftig. Klingt das etwa zu chaotisch ..?

Aber keine Sorge, das ist doch noch längst nicht alles. Denn Crichton würzt die eher scheinbar unwichtige Story des Klappentexts mit Kidnapping und Kopfgeldjägern, Industrie-Spionage, Gerichtsdramen und Kindesentführung, Schusswaffengebrauch und Bestechung, dubiosen Anwälten und Gerichtsentscheidungen, Medien-Hysterie und Pädophilie, Verfolungsjagden und Spielsucht, Drogenmissbrauch und Scheidungskrieg.

Glauben Sie mir, auch das ist noch längst nicht alles - als Zuckerguss strickt und webt Crichton mehr als dies in mehr als 10 verschiedene Handlungsstränge, die ein verwirrendes Szenario erzeugen, das zu Beginn beeindruckende Tempo des Thrillers lässt schnell nach und es bleibt eine verunsicherende Verwirrung über. Vielleicht propagiert Crichton nicht zuletzt deswegen im Nachwort zusammengefasst seine Forderungen an Politik, Medien und Wissenschaft hinsichtlich aktueller Genetik-Themen - denn aus dem Thriller selbst wird man nicht wirklich schlau.

Schleichende Spannung, chaotische Themenwahl, ungenau skizzierte Protagonisten, kein großes Finale, keine herausragenden Höhepunkte und darüberhinaus eine absehbare Entwicklung einzelner Miniatur-Geschichten. Und doch ist der Wälzer so leicht und so locker geschrieben, dass man ihn durchaus als unterhaltsam bezeichnen darf. Crichton-Fans werden ihn alleine darum kaufen, weil 'Crichton' draufsteht - wer hochwertiger und spannungsgeladene Thriller sucht, wird hier jedoch nicht fündig, auch wenn man hier von einem Bestseller-Autor spricht. Kurzum: ein enttäuschendes Chaos.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Dieses Buch trägt das Verwirrungsgen in sich 6. Oktober 2008
Format:Taschenbuch
Das Buch handelt von Genen. Soviel ist klar. Der Rest ist Verwirrung.

Ein Mann sieht sich plötzlich mit dem Vorwurf des Mißbrauchs einer Minderjährigen konfrontiert. Dieser Handlungsstrang wird allerdings nicht aufgelöst.

Meerestiere machen Werbung für Konzerne und eine Schildkröte leuchtet lila. Dieser Strang versickert ebenfalls.

Ein Orang Utan wird von einer kleinen Gruppe Touristen gesichtet. Einem davon fällt auf, daß der Orang Utan womöglich holländisch spricht. In Folge davon kommen Kamerateams aus aller Welt. Und am Schluß ein Großwildjäger, der den Orang Utan mit drei Betäubungspfeilen ins Reich der Träume schickt. Der Affe fällt vierzig Meter tief auf den Boden. Die Sorge des Großwildjägers ist allerdings nur die, daß er den Affen mit seinem Schnupfen angesteckt haben könnte, nachdem er ihn eine Stunde lang beatmet hat. Später im Verlauf ist der Affe tot - warum auch immer - und wird seziert. Der Erzählstrang endet mitten in der Sezierung ohne Ergebnis.

Eine Frau sucht einen Mann auf, von dem sie weiß, daß er vor Jahren in eine Samenbank eingezahlt hat und sie die Zinsen in Form seiner Tochter darstellt. Der Strang versickert.

Ein Labormitarbeiter probiert eine Gentherapie für Ratten an dem Sohn einer Bekannten seiner Mutter aus, weil die Mutter das so gern möchte. Schließlich hatte doch ihr anderer, drogenabhängige Sohn - also der Bruder des Labormitarbeiters - so große Erfolge mit dieser Ratten-Therapie hatte, nachdem er sich das versehentlich liegengelassene Gen-Spray reinzog. Der Strang versickert größtenteils.

Ein Affe mit menschlichen Genen (nicht der Orang Utan) wird von seinem Schöpfer vor der Vernichtung gerettet. Der Mann nimmt den Affen mit nach Hause und er (der Affe) wird in die Familie integriert, weil er ja fast so ausschaut wie ein Mensch. Die Frau des Mannes ist natürlich erst mal fassungslos und bestürzt. Aber sie ergreift die Initiative und erfindet das Gandler-Kreukheim-Syndrom, das jedem (und vor allem der Tochter) erklärt, warum der Affe trotz seines Aussehens ein Mensch ist. Sie bringt es sogar fertig, daß bei einer Google-Suche fünf Treffer mit entsprechenden Artikeln erscheinen. Das alles in zwei Stunden. Und sie ist es auch, die am Schluß die Webseite "TransGenic Times" ins Internet stellt. Beachtlich für die Inhaberin einer Werbeagentur, die mit Genetic so gar nichts am Hut hat.

Der im Klappentext beschriebene Fall - Mann flüchtet vor einem Konzern, der ihm an die Gene will - findet nahezu nicht statt. Stattdessen flüchten seine Tochter und ihr Sohn. Aber das ist irgendwie auch kein Hauptstrang. Die Auflösung ist nicht richtig vorhanden bzw. stiftet mehr Verwirrung als sie Antworten liefert. Ach ja - die Tochter und die Inhaberin der Werbeagentur sind zufällig langjährige Freundinnen. Die Tochter ruft die Inhaberin mal an, weil sie (die Tochter) verfolgt wird. Aber die Inhaberin hat jetzt keine Zeit, weil draußen gerade jemand auf den Affen schießt. Da muß man natürlich Verständnis haben - das hat Vorrang. Warum sie dann überhaupt erst ans Telefon geht ... naja.

Dann gibts einen sprechenden Papagei. Der hat einige gute Momente mit seinem Gelaber - vor allem, wenn ein paar in seiner Gegenwart darüber beratschlagen, wie sie ihn am besten los werden und er aus seinem abgedeckten Käfig schreit, daß er alles gehört hat.

Er befindet sich erst bei einer Frau, die ihn aus einem Labor mitgebracht hat, um ihn zu Hause zu beobachten. Wo sie dann feststellt, daß der Papagei dem Sohn bei den Matheaufgaben hilft. Allerdings muß ihr dazu erst der Lehrer auf die Sprünge helfen, denn er stellt fest, daß die Hausaufgaben immer richtig sind, aber in der Schule ist der Bub halt eine unfähige Niete und Tranfunzel. Ihr Mann mag den Vogel nicht und irgendwann ist er (der Vogel) halt weg und tritt eine weite Reise an. Interessant ist, daß kein Mensch sich richtig darüber wundert, wie gut dieser Papagei spricht - jeder unterhält sich mit ihm wie mit einem Mensch. Irgendwann landet der Vogel dann bei der Inhaberin der Werbeagentur und ihrer Familie und auch die flüchtende Tochter findet sich dort ein. Und nach einem Jahr macht der Papagei Handytöne nach. Das wiederum kommt einem Doktoranden aus Frankreich, der gerade bei der Familie zu Besuch ist, bekannt vor. "Das ist die französische Handyvorwahl". Und er wählt die Nummer, die der Papagei vorjauchzt. Und dann geht die Frau aus dem Labor ran und beginnt zu weinen, als der Doktorand sie fragt, ob sie "zufällig einen Graupapagei mit dem Namen Gerard kenne". Sie kommt dann einige Tage später von Frankreich in die USA und bleibt eine Woche bei der ihr völlig fremden Familie, um den Vogel zu besuchen. Nein, sie nimmt ihn nicht mit heim. Dem Vogel gefällts bei der Familie. Wer weiß - vielleicht telefonieren sie ja regelmäßig oder chatten übers Internet.

Die Rezension ist verwirrend? Ja, natürlich. Das ist das Buch auch. Das ist kein Michael Crichton, wie ich ihn kenne. Das Buch ist vollständig resistent gegen das Spannungsgen. Aus diesem Thema hätte man was machen können - und vor allem hätte Michael Crichton was draus machen können. Es ist leicht zu lesen - bis auf ein paar sehr medizinische Passagen -, aber es führt zu nichts. So viele Handlungsstränge laufen ins Leere, soviele Seiten werden mit nutzlosem Inhalt gefüllt. Nutzlos deshalb, weil kein Bezug mehr darauf genommen wird. Würden sie fehlen, würde es dem Buch keinen Abbruch tun, weil sie absolut NICHTS zur Erzählung beitragen.

Das Buch ist langweilig. Es ist ein Witz ohne Pointe. Wenn Sie Ihr Geld loswerden wollen, geben Sie es mir. Da haben Sie zwar auch nichts davon, aber ich.
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5.0 von 5 Sternen Gutes und interessantes buch!
ich bin ein großer fan von michael crichton und kann das hier beschriebene buch nur empfehlen. wenn am anfang auch etwas chaotisch klärt sich am schluss alles. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Sigrid Kofler veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Achtung: Dies ist kein Roman
Eher ist es ein verkapptes Sachbuch, dass illustrativ anhand mehrerer verschiedener fiktiver "spannender" Erzählungen bioethische Probleme der Gentechnik (am... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Gloria Viktoria veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen nervenzerreisend...
.. oder besser, nervend, fand ich diese Hörbuchversion von Michael Crichton's Roman "Next", weil die Handlung selbst für für mich als Molekularbiologe und in der... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Dr. Rene Zimmermann veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Super Buch
Behandelt das Thema Genforschung sehr intensiv, vielleicht etwas übertrieben, aber warnt vor der Richtung in die es gehen könnte.
Spanend geschrieben,
Vor 11 Monaten von Peter Gossens veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Spannender, komplexer Gentechnik-Thriller
"Next" von Michael Crichton ist ein richtig spannender, umfangreicher, gut recherchierter Wissenschafts-Thriller rund um das Thema Genetik. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Melli veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Spannender Wissenschaftsroman
Es gibt keinen Protagonisten in Michael Crichtons Roman. Der "Protagonist" sind die Gene. Es werden viele Handlungsstränge erzählt. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Nicht-die-Mama veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Etwas überfrachtet, aber dennoch spannend
Teilweise führt Crichton mit jedem Kapitel neue Figuren ein, die allerdings später nicht mehr vorkommen. Dieser Sachverhalt macht das Buch etwas unübersichtlich. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. April 2011 von Abraham
3.0 von 5 Sternen Cooler Background, laue Story
Der Mediziner, Autor, Regisseur und Produzent John Michael Crichton zählte ohne Zweifel zu den Besten und Erfolgreichsten unserer Zeit - leider kann man das von seinem Roman... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. März 2011 von jury
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Wer den Name Michael Crichton hört, dem fallen auf Anhieb Romane wie "Jurassic Park", "Airframe" oder "Congo" ein. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Februar 2011 von Hazamel
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Vorhersehbare Handlung. Personen "leben" nicht. Wie ein Billig-Schmöker vom Grabbeltisch. Plakativ und Klischeehaft. Nach einem Drittel Hören abgebrochen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Februar 2011 von Kein Redaktionsfake
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