(dafür braucht es keine hellseherischen Fähigkeiten ;), aber ein durchaus unterhaltender Actionfilm!
Kurz zur Story: Chris Johnson (Oscarpreisträger Nicolas Cage, "Leaving Las Vegas", "Con Air", "The Rock" u.v.a.), ein kleiner Magier aus Las Vegas, kann in die Zukunft sehen, genauer gesagt in seine Zukunft und das auch nur für 2 Minuten. Seine Fähigkeiten bleiben nicht geheim, dass FBI versucht mit seiner Gabe einen nuklearen Anschlag auf L.A. zu verhindern. Chris will mit der Sache nichts zu tun haben und flüchtet. Als jedoch seine neue Freundin Liz (Jessica Biel, u.a. "Blade: Trinity", "Texas Chainsaw Massacre") in die Sache hinein verwickelt wird, hat er keine andere Wahl als zu kooperieren...
Soviel zur Geschichte. Klar, viele werden an dieser Stelle jetzt schon sagen: Was für ein Schr***. Und um ehrlich zu sein, die Story ist wirklich sehr dünn und an den Haaren herbei gezogen, aber zur kurzweiligen Unterhaltung allemal ausreichend. Leider wird sich nicht sehr viel Zeit für die Charakterentwicklung der einzelnen Figuren genommen, viele Fragen bleiben ungeklärt (Wie kamen FBI & Die Terroristen ausgerechnet auf Chris Johnson?, Woher hat er seine Gabe?, Warum soll eine Atombombe gezündet werden?, etc.), die schauspielerischen Leistungen (vor allem von Julianne Moore ("The Hours", "Die Vergessenen") als FBI-Agentin) lassen etwas zu wünschen übrig und Logikfehler finden sich zuhauf im Plot (man beachte die "Betäubungsszene" im Motel). Der Film hätte gut und gerne eine halbe Stunde länger sein dürfen, um die Figuren besser einzuführen und um Antworten zu geben. Der Film wäre dadurch sicherlich "runder" geworden...
Warum trotzdem vier Sterne? Aus mehreren Gründen! 1. Wie schon oben erwähnt, die Story ist platt aber unterhaltend. 2. Nicolas' Cage Rolle wurde für ihn und nur für ihn geschrieben und er spielt sie meiner Meinung nach mit dem nötigen "Augenzwinkern". Immer derselbe Blick aus den Augen, die flachen, witzigen Sprüche ("Ich habe jedes Ende gesehen, und keins geht gut für dich aus!"), sogar die Frisur, dass passt einfach in diesen Film! 3. Viele Actionszenen, die wenig Wünsche offen lassen (Schießerei am Hafen). 4. Die Special Effects sind klasse. Man beachte vor allem die Szenen am Berghang (Baumstämme, Autos, etc.) und im Frachtschiff (Johnson geht jeden möglichen Weg in Gedanken). 5. Eine Top-Besetzung (Cage, Biel, Moore, Kretschmann (ein Deutscher!!!), Falk), jedoch ohne Top-Leistung.
Fazit: "Next" reißt keine Bäume aus und erfindet das Sci-Fi-Genre nicht neu! Ein paar Minuten mehr und ein besseres Drehbuch hätten dem Film sicherlich nicht geschadet. Dennoch: "Next" wird zu keinem Zeitpunkt langweilig! Wer also für ca. 90 Minuten seinen Verstand abschalten kann, und wer auf Sci-Fi- und Actionfilme steht, den wird der Trip in die nahe Zukunft sicher nicht enttäuschen!