Man stelle sich vor: Eine Komödie im Stil der 50er und 60er Jahre, a'la Hepburn, Day, Grant und Hudson. Das Ganze stilgerecht in New York mit einem Plot, der einen perfekten Kreis beschreibt und auch für Bettgeflüster hätte Pate stehen können. Das Ganze mit Simon Pegg in der Hauptrolle? Ja, sie haben richtig gehört. Das ist der Typ aus Shawn of the Dead, Hot Fuzz und Run, Fatboy run. Ein Scherz? Nein, keineswegs. Robert B. Weide hat dieses Experiment gewagt und es ist, jedenfalls nach meinem Geschmack, eine wunderbare Komödie dabei entstanden.
"Als ich ein Kind war..." So beginnt die Story von Sidney Young(Simon Pegg). Der kleine Engländer wollte immer ins Rampenlicht, in den Himmel der Stars und Berühmten. Aber irgendwie klappt das nicht. Er hat es gerade mal zum Chef einer zynisch, fiesen englischen Underground-Zeitung gebracht. Aber dann kommt ein Anruf aus New York. Clayton Harding(Jeff Bridges), der Chef vom Sharp Magazine stellt Sidney an. Ein echtes Promi-Klatschblatt. Sidney fliegt nach New York und schafft es dort in seinem neuen Job alle Fettnäpfchen zu erwischen, die aufgestellt wurden. Egal, ob mit skurrilen Tanzeinlagen oder ehrlichen Äußerungen, Sidney ist der falsche Typ am falschen Platz. Lediglich seine Mitarbeiterin Alison(Kirsten Dunst) kann sich ansatzweise für ihn erwärmen. Als Sidney dann auch noch querschießt, als es darum geht für die Agentin Elonor(Gilian Anderson) und ihre Promis mediengerechte Stories zu verfassen, scheint das Ende seiner Reporterkarriere anzubrechen. Sidney weiß nicht mehr weiter, knickt ein und tut, was man von ihm verlangt. Das wäre eigentlich das Ende der Geschichte, aber...lassen sie sich überraschen.
Simon Pegg weit entfernt von Shawn und seinen Freunden. Aber irgendwie doch nicht. Pegg ist gut! Er gibt den liebenswürdig ehrlichen Tolpatsch mit Verve und Klasse. Kirsten Dunst ist der passende Gegenpol in einer Komödie im alten Stil. Dazu gibt es brillant besetzte Nebenrollen. Jeff Bridges ist zum Niederknien perfekt und Gilian "Scully" Anderson überzeugt auf ganzer Linie. Dazu eine Megan Fox, die zu schön scheint, um wahr zu sein.
Sicher ist New York für Anfänger eine Art Experiment mit der Zutat Simon Pegg. Mir scheint es sehr gut gelungen. Eine Garantie für(vielleicht ein bisschen seichte) aber doch sehr kurzweilige Unterhaltung. Unterschwellig eine Hymne auf die Freie Presse und die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Schauen sie einfach mal rein. Mit ein wenig Glück werden sie genau so begeistert sein wie ich.