... mit arbeitenden Männern und akademischer Ausbildung. Wenn man dann noch ein bisschen Spaß versteht, dann kann es klappen mit der Unterhaltung. Wie, was?? Ja, richtig. Der Film hat einfach ein klares Problem: er spricht eine ziemlich kleine Zielgruppe an, die wahrscheinlich eher selten auf die Idee käme unter dem Titel "New York Mom" einen solchen Film zu vermuten. Im Grunde, spricht er vor allem New Yorker an, die hier und da kräftig auf den Arm genommen werden - die aber nicht minder entfernt von Café Latte schlürfenden Eso-Moms und Öko-Papas mit Apple Laptop aus den heutigen Elite-Kiezen Berlins sind - ich bin Berlinerin.. ich weiß, wovon ich rede.
Ich persönlich dachte erst an unterhaltsamen Mama-Papa-Kinder-Klamauk. Weit gefehlt. Der Film erzählt einen einzigen Tag im Leben einer ausgebildeten Schriftstellerin, die ihren Job zuliebe der zwei Kleinkinder und dem weit besseren Einkommen ihres Gatten, an den Nagel hängt und sich hier und da mit Bloggen geistig über Wasser hält. Wuuhuuuu.. was für Vorurteile?? Nein, eigentlich sogar ziemlich lebensnah. Das Klischee von der gestressten Hausfrau und Mutter, die morgens totmüde aus dem Bett kriecht und die einem straff durchorganisierten Tag zu absolvieren hat, nur damit ihre Tochter am Nachmittag sowas "Banales" wie einen Geburtstag feiern kann. Klingt öde? Ja, genau.. so, wie es eben den vielen Mamas geht. Jeden Tag die gleiche öde Routine, bis man abends völlig ausgeknockt auf die Couch sackt. Anstehen an Kassen, Tüten schleppen, putzen, kochen und die Zeit auf Spielplätzen totschlagen. Sowas ist ÖDE! Aber, und das will dieser Film mit den leisen Untertönen und der treffenden Situationskomik auch vermitteln, wenn man so einen Tag geschafft hat und das glückliche Gesicht seines Kindes sieht, dann weiß man halt, warum man diesen ganzen Mist Tag für Tag erträgt. So ergeht es der Protagonistin und so ergeht es auch Millionen anderer Frauen (und von mir aus auch Hausmännern und Vätern). Uma Thurman konnte hier endlich mal wieder beweisen, dass sie eine gute Schauspielerin ist. Mit Mut zur Hässlichkeit (dabei eigentlich noch hübsch anzusehen) bringt sie die Identitätskrise einer Mittvierzigerin auf den Punkt.
Aber wenn der Film dem einem oder anderen Glutamat- und Weichmachervermeidenden, Quinny-fahrenden, Laktoseüberempfindlichen Super-Mamas und Papas nicht gefällt, dann ist das eben so.. glücklicherweise ist ja alles nur eine Frage des Geschmacks. :)