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Das Album trägt nicht umsonst den Namen einer der aufregendsten Städte der Welt: Wie New York selbst strotzt es vor Energie, vor Kraft -- und vor Drogen, Haß und Gewalt. "You can't beat 2 Guitars, Drum, Bass" gibt er uns noch mit auf den 58-Minuten-langen Weg durch seine Musik, und auch damit behält er recht -- jedenfalls sind sie dann unschlagbar, wenn sie Lou Reeds lyrischen Sprechgesang begleiten sollen, seine Visionen, seinen Ärger, seine Realität. Selten war eine CD brutaler, direkter -- aber auch selten ehrlicher, aufregender, klarer, tiefer. New York erzählt von Straßenkindern, verkommenen politischen Machthabern und Vietnam-Veteranen. New York erzählt von der Hoffnung, dem Wunder der Geburt, wilden Rocker-Fantasien. New Yorkist arrogant und mächtig. New York ist nicht einfach. Aber was ist schon einfach. --Michael Ebert
Mit diesem Album hatte Lou Reed 1989 zu alter Stärke zurückgefunden und neue, noch bessere Elemente in seine Musik eingebracht. Denn leider muss man konstatieren, dass viele seiner Aufnahmen in den 80ern einfach unerträglich waren, von Blue Mask mal abgesehen.
Das oben angeführte Zitat vom Cover ist auch das Motto des Albums: keine Spielereien mit Streichern, kein zugekleisterter Keyboard-Müll, keine Rap-Versuche oder sonstige Modernismen.
Dieses Album ist der Beginn des Strebens des Herrn Reed nach dem perfekten Gitarren-Sound. Hinzuzufügen ist natürlich noch, dass die Lyrics noch erwähnt werden müssen.
Textlich stark, setzt sich Onkel Lou mit seiner Stadt New York auseinander. Er prangert an (Umweltzerstörung, Gewalt, Rassismus und Korruption), hängt Erinnerungen nach und trauert (Halloween Parade, Dime Store Mysterie). Die Texte sind auf den Punkt, ironisch, sarkastisch und brutal.
Das musikalische Grundmittel sind drei Akkorde auf der Gitarre und schmerzende Soli, verziert alleine durch einige sehr schöne Licks von Mike Rathke. Trotzdem erleben wir auch bei diesen eignetlich beschränkten Mitteln eine Vielfalt von Ballade, über lauten Rock bin hin zum angejazzten Beginning Of A Great Adventure.
Produziert von Fred Maher (auch Drums, die auch einmal von Maureen "Moe" Tucker gespielt werden), Rob Wasserman am Bass und Lou und Mike Rathke an der Gitarre.
Ein Meilenstein! Definitiv!
Für mich ist Reed einer der ganz Großen dieses Jahrtausends :-) (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
"NEW YORK" war/ist nun das absolute Meisterwerk in seiner Solo-Karriere. Man könnte sagen dieses Album ist die Essenz aus dem jahrzentelangen kreativem Schaffensprozess Reeds.
Hier erreicht Reed textlich und musikalisch den Zenit.
Die Texte sind messerscharf, auf den Punkt gebracht. Sie geben die unglaublich starken Bilder wieder, die Reed bei jahrelangen Wanderungen durch "seine" Stadt New York sah und sie sind eine unverschönte Abrechnung mit dieser Stadt und man merkt schnell welche Hass-Liebe sich dort auftut. Köstlich auch die Ironie Reeds und seine Fähigkeit den Zynismus der Stadt aufzudecken.
Die Musik ist nun die perfekte Untermalung dieser Texte (Reed ist für mich ein noch größerer Poet als Musiker). Auf das Wesentliche reduziert, direkt und unverholen, klingen zwei Fender Gitarren aus den Röhren-Amps wie der Rock-Himmel. Der Sound ist einzigartig auf dieser Platte, quasi Reeds Sound-Diplom.
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