New York New York fällt definitiv aus der Reihe aller üblichen Shounen-ai-Manga (Kizuna, Gravitation, Fake,...). Zuerst einmal geht es deutlich härter zur Sache, doch das weniger in Bildern, sondern vielmehr in Worten. Sex ist -nicht nur anfangs- ein bestimmendes Thema, dennoch kann man New York New York nicht in die yaoi-Schublade stecken. Das Motto hier lautet: Realismus.
Kain, ein New Yorker Polizist, der eigentlich nur auf der Suche nach Sex ist, trifft auf Mel, der nur jemanden zum Reden braucht. Beide werden nicht enttäuscht, aber Kain verliebt sich in Mel, was eigentlich gegen seine Prinzipien verstößt. Trotzdem lässt er sich darauf ein und es fällt ihm zusehens schwerer, ihre Liebe vor Außenstehenden geheimzuhalten. Letztendlich beschließt Kain sogar, Mel seinen Eltern vorzustellen!
Der Manga ist alles andere als eine typische Liebesromanze zwischen zwei Männern. Hier wird der traute, wenn auch etwas schwierige, Alltag der beiden Männer von einem Verbrechen überschattet, dem gerade Mel zum Opfer fällt. Kains glühende Eifersucht und Mels schmerzhafte Vergangenheit sind weitere Faktoren in dieser schwierigen Beziehung.
New York New York weiß von Anfang an mit Spannung und guten Zeichnungen zu überzeugen. Die zwei Hauptcharaktere wachsen einem schnell ans Herz, sodass man sich mit ihnen freut und mit ihnen leidet. Ein echter Shounen-Ai-Leckerbissen! (Wer allerdings nichts mit der Liebe zwischen zwei Männern anfangen kann, sollte die Finger hiervon lassen!)